Gute Sätze sind wie Freunde

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Schreiber: Eine Freundin hat uns einen schönen Ast geschenkt, den sie mit klugen Gedichten und Zitaten behängt hat. Schön. Denn gute Sätze sind Lebensbegleiter. Einer, der mir besonders gefällt: «Wo würde das Leben hingehen, wenn wir es nur liessen?»

Spannende Frage. Vor Kurzem sagte im Radio jemand: «Neid ist die Unfähigkeit, das eigene Glück zu sehen.» Bringts auf den Punkt!

Ich notiere solche Sätze in mein Notizheft, denn Schneider und ich lieben es, uns spannende Gedanken zu schenken. Oft wissen wir gar nicht mehr, woher sie kommen. Etwa dieser: «Nachdenken heisst Vorausschauen.» Keine Ahnung, wo seine Quelle liegt.

«

Wie lieben es, uns spannende Gedanken zu schenken.»

«Zwei bessere Hälften ergeben manchmal mehr als ein Ganzes», schreibt Schneider als Widmung in eines unserer neuen Bücher. «Der ist gut, woher hast du den?», frage ich. Er grinst: «Von mir.»

Um Schneider eine kleine Freude zu machen, suche ich in meinem Computer nach einer Liste von 21 Merksätzen, die ich auf einer Reise gefunden hatte. Während die Liste aus dem Drucker läuft, fällt mir eine realistische Liebeserklärung ein, die ich vor Kurzem in einem Buch über Paare gelesen habe. Ich reiche ihm die Liste und sage: «Zwar bist du nicht alles für mich – aber das Beste!»

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Schneider: Schreiber hat im Ausland vor einiger Zeit eine Tafel mit Merksätzen fotografiert. 21 Vorschläge für ein erfolgreiches Leben. Geschrieben hat sie ein Amerikaner vor 25 Jahren. Nun hat sie mir rasch einen Papierausdruck davon gemacht, echt lieb, und ich lese ihr eine Auswahl davon vor: «‹Gib den Menschen mehr, als sie erwarten, und das mit Freude!› Na, wie findest du den?»
Schreiber rümpft die Nase: «Weiss nicht. Ob das wirklich glücklich macht?»

«Aha. Und dieser? ‹Sei stets loyal!›» «Freunden gegenüber natürlich schon.» «Und was hältst du davon? ‹Sei kühn und mutig! Blickst du auf dein Leben zurück, wirst du mehr bereuen, was du unterlassen hast, als das, was du getan hast.›»

«

Zwanghaft optimistisch? So tickt sie doch auch.»

Schreiber runzelt die Stirn: «Klingt mir alles zu amerikanisch. Etwas zu zwanghaft optimistisch.» Zwanghaft optimistisch? So tickt Schreiber doch auch, denke ich, behalte das aber für mich. «Dann bin ich mal gespannt, was du vom nächsten Vorschlag hältst: ‹Heirate die richtige Person. Diese Wahl entscheidet zu neunzig Prozent über dein Lebensglück.›» 

Schreiber lächelt. «Absolut richtig!» Ich freue mich. «Du findest also, dass du richtig gewählt hast?» «Ich habe eher daran gedacht, dass du viel Glück hattest.»

 (Coopzeitung Nr. 01/2017) 

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Sybil Schreiber, Steven Schneider

Kolumnisten

Foto:
Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 02.01.2017, 15:59 Uhr

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