«Wie ging das noch mal mit dem Hemdenbügeln? Zuerst die Knopfleiste, dann?... » Für Haushaltsfragen gibt es hilfreiche Portale im Web.

Ein Fleck? Geht weg!

Wie bekomme ich einen Ölfleck aus der Kleidung? Wie stoppe ich das Tropfen des Wasserhahns? Ein Haushaltsbuch hat heute kaum mehr einer im Regal. Doch das Netz hilft.

Salzkartoffeln – wie macht man die? Bernhard Finkbeiner und Hans-Jörg Brekle waren 2003 noch ratlos. Bis Brekle seine Mutti anrief. Das war der Startschuss für eine Ratgeber-Plattform rund um den heimischen und beruflichen Alltag. Initiiert von den zwei inzwischen ehemaligen Studenten im Sommer 2003. «frag-mutti.de» ist denn auch der Name des unterdessen wohl grössten Haushaltstipps-Portals im deutschsprachigen Raum, das die zwei Männer kurz nach diesem denkwürdigen Telefonat entwickelten. Denn nicht nur die zwei Gründer suchen immer mal wieder Rat rund um den eigenen Haushalt. Inzwischen umfasst das Repertoire auf «Frag-Mutti.de» weit über 20'000 Tipps.

Die Frag-Mutti-Nutzer geben sich gegenseitig Tipps. Zum Beispiel fragt eine Nutzerin: «Wie bekomme ich einen Speiseölfleck aus meiner Jeanshose?» Nach zwei Stunden meldet sich schon einer mit dem passenden Rat: «Einfach mit Geschirrspülmittel und etwas Wasser den Fleck vorbehandeln und danach in der normalen Wäsche waschen.» Zudem gibt es nützliche Videos, beispielsweise dazu, wie man ein Hemd bügelt. Es finden sich Tipps zu Kochen und Backen oder Waschen und Bügeln, aber auch Gesundheit und mehr.

Hemden schnell bügeln

(Deutsch von «Frag-Mutti.de» auf Youtube)

«frag-vati.de» funktioniert nach demselben Prinzip wie «frag-mutti.de». Man findet etwa eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Reparieren des tropfenden Wasserhahns, oder auch wie man das Holz von Möbeln mithilfe von Kaffee nachdunkelt. Sehr nützlich ist ein Trick, wie man einen abgebrochenen Schlüssel aus dem Zylinder bekommt – inklusive Video. «frag-vati.de» nimmt sich Fragen zu Heimwerken, aber auch Finanzen, Bewerbung, Freizeit, Technik und mehr an.

Schlüssel abgebrochen – was tun?

(Deutsch, «Frag-Mutti.de» auf Youtube)

«wikihow.com» funktioniert ähnlich wie Wikipedia. Nutzer legen Artikel zu Themen an, die Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Die Inhalte werden von registrierten Nutzern erstellt. Die deutsche Version von «wikihow.com» umfasst schon über 12'000 Artikel. «wikihow.com» verfolgt laut seinen Betreibern das Ziel, die grösste und beste kostenlose Sammlung von Anleitungen zu werden. Die Plattform finanziert sich unter anderem über derzeit diskret platzierte Werbung auf der Webseite.

Auf «wikihow.com» findet man neben nützlichen Alltagstipps auch Kurioses, wie etwa, wie man als Buddhist mit einem Heuschnupfen umgeht (englisch). Denn ein guter Buddhist ist oft mit Blumenopfern im Tempel konfrontiert. Unter der Rubrik «Finanzen&Geschäfte» findet sich beispielsweise eine Anleitung, wie man Flohmarktverkäufer wird. «wikihow.com» lizenziert die auf der Seite platzierten Inhalte so, dass sie für nicht kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden dürfen. Vereinzelt sind die Anleitungen unvollständig übersetzt. Wer Englisch kann, sollte in so einem Fall auf die englischsprachige Version des Portals wechseln, wo man meist die Originalversion findet.

Fazit: Alle drei Portale bieten eine Fülle an nützlichen Tipps und haben zusätzlich Unterhaltungspotenzial. Wobei «frag-mutti.de» und «frag-vati.de» mit der Bewertung durch die Nutzer einen guten Indikator für den Nutzwert eines Rates liefern. Bei «wikihow.com» heisst es ausprobieren, wenn einem der Tipp respektive die Anleitung plausibel erscheint. Alle drei Webseiten lassen sich auch unregistriert nutzen.

Roboter: Staubsaugen lassen

Der iRobot Roomba 780 saugt selbstständig Teppich-, Holz-, Fliesen- und Linoleumböden. Der Roboterstaubsauger lässt sich zeitlich programmieren und wird mit Fernbedienung geliefert. Er erkennt verschmutzte Stellen und setzt bei starker Verschmutzung eine Reinigungsbürste ein und kann den Raum wechseln. Der Staubsauger misst 35 Zentimeter im Durchmesser und passt mit 9,2 Zentimeter Höhe unter so manches Möbelstück. Zwischen den Reinigungseinheiten lädt er sich selbst auf. Das Gerät funktioniert ohne Beutel und hält mit einen HEPA-Filter feinsten Staub und Allergene fest.

Der Roboterstaubsauger iRobot Roomba 780 ist für Fr.482.– bei microspot.ch erhältlich.

Zum Produkt bei microspot.ch

WG-Leben organisieren

In einer Wohngemeinschaft (WG) kann es schon mal chaotisch zugehen: Kühlschrank leer, kein Klopapier oder Spüli mehr im Haus. Und wer war noch mal dran mit Bad putzen? Die App «Flatastic» ist ein nützliches Werkzeug für WG-Bewohner mit oder ohne Smartphone, um dem Chaos Herr zu werden. Für jene ohne Smartphone gibt es eine Version für den Webbrowser. Wenn sich einmal alle WG-Mitbewohner angemeldet haben, können sie gemeinsam einen Ämtliplan und eine Einkaufsliste führen. Durch «Shouts» (Deutsch: «Rufe» – also Nachrichten im WG-eigenen Forum) können sie wichtige Nachrichten austauschen. Etwa, wenn Besuch in der WG ansteht. Jeder Bewohner kann seine Ausgaben für die WG erfassen.

«Flatastic» gibt es kostenlos bei Google Play und iTunes und als Webversion.

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Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Gettyimages, zVg
Veröffentlicht:
Montag 16.06.2014, 12:00 Uhr

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