Wirkt optisch ebenso sportlich wie die teureren Schwestermodelle: Jaguar XE.

Hauskätzchen: Jaguar XE

Komfortabel Leichtfüssig und sparsam wie ein Schotte kommt das Jaguar-Einstiegsmodell daher, doch technisch ist es voll auf der Höhe.

Vor 80 Jahren baute Jaguar die erste viertürige Limousine – fast ein Skandal damals, denn Firmengründer William Lyons hatte zuvor unter dem Markennamen SS nur Motorrad-Seitenwagen und ein paar versprengte Sportwagen gebaut.

Nun unterbot der Emporkömmling die Preise der arrivierten britischen Marken und liess die Konkurrenz in puncto Fahrleistungen alt aussehen – shocking! Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, wenn die Marke mit der springenden Raubkatze im Emblem nun ihr neues Mittelklasse-Modell XE lanciert.

Sportwagen, noble Limousinen, Cabrios – das brachte man bisher mit Jaguar in Verbindung. Doch nun wird das Jaguar-Fahren geradezu erschwinglich. Dabei wirkt der XE optisch ebenso sportlich wie die teureren Schwestermodelle.

Sogar eine extra leichte Karosserie mit 75 Prozent Alu-Anteil liess sich in der eher knappen Preiskalkulation unterbringen. Auch im Fahrwerk wurden zahlreiche Leichtmetallteile verbaut, weshalb der XE nun mit 1474 Kilogramm der leichteste Jaguar im Programm ist.


Überzeugendes Interieur

Der Innenraum des Fünfplätzers bietet mehr Platz, als die flache Dachlinie vermuten lässt. Selbst hinter einem Fahrer mit Gardemass bleibt noch ausreichend Kniefreiheit. Das Platzangebot im Fond ist sogar grosszügiger als vorne, wo die Bewegungsfreiheit von Cockpit und Mitteltunnel ein wenig eingeschränkt ist.

Auch mit dem Smartphone des Fahrers versteht sich der XE, Materialien und Verarbeitung überzeugen rundum. Man streicht über die Oberflächen, die Türverkleidungen und fragt sich, wo die Ingenieure wohl gespart haben. Fündig wird man am nackten Blech der Hutablage oberhalb des Kofferraums und an den etwas wackeligen Zügen zum Entriegeln der umlegbaren Rücksitzlehnen.

Effizienter Turbodiesel

Gespart wird auch unter der Motorhaube, doch nicht bei der Leistung: 340 PS sind derzeit das Maximum, stärkere Varianten werden folgen. Aber die Basismotorisierung genügt vollauf. Der neu entwickelte Zweiliter-Turbodiesel mit 163 PS lässt dank des geringen Fahrzeuggewichts keine Wünsche offen. Zudem  braucht er mit manuellem Sechsgang-Getriebe – theoretisch betrachtet – nur 3,8 Liter je 100 Kilometer. Damit schafft er es in die beste Effizienzklasse.

Der XE fährt sich in dieser Version geschmeidig, komfortabel und beinahe so präzise wie Jaguars Sportwagen. Man muss fast um das Image der Marke fürchten, wenn nun schon vergleichsweise erträgliche 40 800 Franken als Jaguar-Eintrittspreis genügen. Von der Raubkatze zum Stubentiger für alle, sozusagen. Shocking? Nicht wirklich.

 
Jede Woche die neusten Themen im Newsletter! Hier abonnieren »
 

Very british: Werbung für den Jaguar XE

Jaguar XE E-Performance Pure

Motor&Antrieb
Vierzylinder-Turbodiesel,
2 Liter, 125 kW/163 PS,
manuelles 6-Gang-Getriebe,
Heckantrieb

Verbrauch&CO2
3,8 l/100 km, 99 g/km CO2,
Euro 6, Energieetikette A

Preis
ab 40'800 Franken

Platzangebot    ****
Komfort ****
Kosten/Nutzen    
***

   
           
    

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Text:
Andreas Faust
Foto:
zVg, FavCars.com
Veröffentlicht:
Montag 29.06.2015, 17:03 Uhr

Weiterempfehlen:




Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?