So viel Grün für so wenig Geld gibts mit kaum einer anderen Pflanze als mit Bohnen.

Her mit Stadtbohnen!

So viel Grün für so wenig Geld gibts mit kaum einer anderen Pflanze. Und Stangenbohnen sind ideal für Ungeduldige. Pro Specie Rara schlägt für Stadtgärten und Balkone fünf alte Sorten vor.

Stangenbohnen sind die reinsten Zauberkünstler: Sabine Reber im 2017 mit einigen rasch wachsenden Bohnenranken. Stangenbohnen sind ein Wunder: In kurzer Zeit schiessen aus den Kernen grosse Keimblätter, schnell ranken sich die jungen Pflanzen an Stangen oder Geländern hoch. Schon bald können Stangenbohnen auf dem Fenstersims vorkultiviert werden. Eternitkistchen oder kleine hohe Töpfe sind hierfür ideal. Flache Saatschalen eignen sich nicht für die grossen Wurzeln der Bohnen.

Nach dem letzten Frost im Mai werden die vorgezogenen Pflänzchen in den Garten gepflanzt. Sie sind dann etwas schneller als diejenigen, die Ende Mai direkt aufs Beet gesät werden. Ich stecke einen Teil im März in Töpfchen und säe den Rest im Mai. So habe ich Reserve. Und es macht keinen Sinn, eine ganze Packung zu säen: Für eine Reihe Bohnen im Garten braucht man nicht mehr als gut zehn Kerne. Ich ziehe lieber wenige von verschiedenen Sorten und tausche die Reste mit Gartenfreundinnen. Das hat auch den Vorteil, dass die Bohnen nicht alle gleichzeitig erntereif sind. Stangenbohnen eignen sich auch zum Guerillagärtnern. Wer keinen Garten hat, kann mit einer Packung Bohnensamen praktisch einen ganzen Innenhof begrünen. Diese Wuchsfreudigkeit zeigt sich natürlich auch im eigenen Garten. Im Nu verschwinden Zäune oder hässliche Ecken unter einem dichten Laubkleid. Besonders gut geeignet sind dafür die rot blühenden Feuerbohnen. Es gibt kaum eine effizientere Pflanze, um auf die Schnelle ein Gartenproblem zu lösen! Eine einzige Tüte Bohnensamen kann in einem neuen Garten einen Zaun komplett begrünen. Falls der Zaun noch fehlt, kann man auch Dachlatten in den Boden schlagen. Und das Beste daran: So kräftig die Feuerbohnen auch wachsen, zur Plage werden sie nie. Denn beim ersten Frost gehen sie ein.  

Bohne ist nicht gleich Bohne

http://www.coopzeitung.ch/Her+mit+Stadtbohnen_ Her mit Stadtbohnen!

Früher hatten viele Bauernfamilien eigene Bohnensorten, die sie von Generation zu Generation weitergaben. Einige dieser traditionellen Schätze hat Pro Specie Rara (PSR) wiederbelebt und sie sind nun auch bei Coop als Saatgut erhältlich. Fünf besonders gute Stangenbohnen-Sorten wurden neu ins Projekt «Stadt-Tomaten» aufgenommen. Damit will PSR Gemüse- und Zierpflanzenraritäten auf Stadtbalkone bringen und Jung und Alt fürs Gärtnern und Vermehren der Sorten begeistern. Wie das geht, verraten Schritt-für-Schritt-Anleitungen hier.

Jedenfalls sollen diesen Sommer auf trendigen Balkonen grüne «Posthörnchen» und gesprenkelte «Klosterfrauen» wachsen. Die dramatische violette «Blauhilde» soll dickfleischige, fadenlose Hülsen produzieren. Auch die frühe, ertragreiche «Trebona» und die braune, gesprenkelte «Weinländerin» werden hofffentlich üppig über Geländer wuchern.

   

Grosse Auswahl

http://www.coopzeitung.ch/Her+mit+Stadtbohnen_ Her mit Stadtbohnen!

Unter www.bauundhobby.ch können Sie Stangenbohnen bestellen und bei einer Coop-Pick-up-Station in Ihrer Nähe abholen. Die PSR-Bio-Stangenbohnen «Klosterfrauen» werden im August jung und grün gekocht oder später als Trockenbohnen geerntet.Die blattreichen «grünen Posthörnchen» haben an der Spitze gebogene Hülsen. 

Je Fr. 6.50 für ca. 50 g.

Drei Tipps zu Ihren zu Stangenbohnen

Nicht düngen! 
Normal fruchtbarer Gartenboden genügt vollkommen, denn Bohnen können Stickstoff aus der Luft fixieren.

Wurzeln nicht ausreissen
Die Wurzeln nach der Ernte im Boden lassen. Der gespeicherte Stickstoff hilft den Pflanzen im nächsten Jahr.

Regelmässig ernten
Junge Bohnenschoten ernten, so blühen Stangenbohnen über lange Zeit und setzen immer neue Hülsen an.

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Sabine Reber

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Keystone, Fotolia, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 05.03.2018, 09:48 Uhr

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