Höchste Zeit, den alten Schemel aufzumöbeln; dabei gibts verschiedene Möglichkeiten.

Holz richtig schützen 

Öl, Wachs, Lasur oder Lack – das ist hier die Frage. Wir sagen Ihnen, wie Ihre hölzerne Kommode den besten Schutz geniesst.

Wenn Holzmöbel zu altern beginnen, braucht es einen neuen Anstrich.

Wenn Holzmöbel zu altern beginnen, braucht es einen neuen Anstrich.
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Als regelmässiger, begeisterter Leser meiner Heimwerkertipps wissen Sie ja noch, dass wir beim letzten Mal alte Möbel abgelaugt haben. Kein Wunder, schliesslich haben Sie sich gleich an die Arbeit gemacht und die alte Kommode abgelaugt. Und nun stehen Sie hier mit einer «nackten» Kommode und fragen sich, was nun?
Denn blankes Holz ist nicht nur gänzlich ungeschützt; es sieht auch oft nicht so aus, wie wir es uns wünschen. Also gehts jetzt an die Oberflächenbehandlung – und hier haben Sie die Qual der Wahl. Sie können: ölen, wachsen, lasieren oder lackieren. Jede Methode hat so ihre Vor- und Nachteile, vor allem aber ihre eigene Optik.

Ölen: Öl ist leicht aufzutragen und bringt die Farbe und Maserung des Holzes gut zur Geltung. Allerdings ist diese Methode nicht ewig haltbar und die hübsche Kommode muss regelmässig mit Öl behandelt werden. Und eine geölte Oberfläche ist nicht wirklich versiegelt. Wenn Sie also keine bleibenden Erinnerungen an die wilde Partynacht wollen, putzen Sie die Rotweinflecken schnell weg. Tipp: Parkettöl ist widerstandsfähiger als normales Möbelöl.

Wachsen: Wachs hat im Vergleich zum Öl den Vorteil, dass die Holzoberfläche glatter und auch wasserabweisend wird. Allerdings nicht wasserdicht. Gewachste Oberflächen sind aber nicht sehr stark belastbar, und ähnlich wie beim Öl
müssen Sie regelmässig nachwachsen. Um ein schönes Ergebnis zu erzielen, muss das Wachs gut poliert werden. Dafür können Sie beim Wachs auch punktuell nachbessern.

Lasieren: Holz lasieren ist eine beliebte Oberflächenbehandlungsmethode. Lasuren ziehen ins Holz ein und wirken pflegend und schützend. Doch auch eine Lasur versiegelt das Holz nicht. Der Vorteil einer Lasur ist der dekorative Effekt. Ohne die Holzstruktur zu verstecken, macht sie aus der profanen Fichte edles Mahagoni. Allerdings verlangt die Lasur zwei Schichten mit einem feinen Zwischenschliff, weil sich beim ersten Auftragen die Fasern aufstellen. Geschliffen wird mit 240er-Papier, nachdem die erste Schicht trocken ist.

Lackieren: Eine Lackierung macht das Holz wasserfest, nimmt ihm aber auch die Atmungsaktivität. Sie können einen Klarlack – glänzend oder matt – auftragen, oder auch farbigen Lack, sprich Farbe. Je nach Lack und Vorarbeit empfiehlt es sich, das Stück zu grundieren und auch der Lack sollte in der Regel zwei Mal aufgetragen werden. Das geschieht mit der Rolle oder dem Pinsel. Soll die Lackierung besonders regelmässig sein, empfiehlt sich der Griff zur Lackierpistole. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Der Nachteil bei einer Lackierung: Defekte Stellen lassen sich kaum zufriedenstellend ausbessern.

  

Kleine Tricks für tolle Ergebnisse

Vorsicht Wohngifte!
Verwenden Sie beim Ölen und Wachsen Produkte auf natürlicher Basis, so sind Sie auf der sicheren Seite.

Stark, stärker, am stärksten
Farbige Oberflächen zusätzlich mit einem Klarlack versiegeln, das sorgt für eine erhöhte Widerstandskraft.

Sauberes Finish
Sorgen Sie bei der Oberflächenbehandlung, vor allem beim Lackieren, für eine staubfreie Umgebung.

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Hochwertiger Schutz
Coop Bau + Hobby führt eine grosse Auswahl an Holzlasuren für jeden Einsatzzweck. Etwa die 2-in-1-Holzschutzlasur von Colodur (Fr. 39.95/ 2,5 l). Diese sorgt nicht nur für eine schöne Optik, sondern macht das Holz auch wetterfest. Ebenso ist von Oecoplan eine speziell schadstoffarme Holzlasur (Fr. 19.95/7,5 dl) ohne Zusatz von Weichmachern und Formaldehyd erhältlich. Diese eignet sich auch gut zur Behandlung von hölzernen Kinderspielzeugen.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Getty Images, Fotolia, zVg
Veröffentlicht:
Montag 15.05.2017, 10:00 Uhr

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