Andrea Jansen, mobile Moderatorin

Hupet’s?

Das Hupen habe ich erst nach meinem Umzug in die Stadt Zürich gelernt. Wer hier nicht bereits bei Gelb das Gaspedal mit den Zehen kitzelt, wird bei einem verzögerten Start angehupt: «Fahr emal, du Tubel».

Im Abendverkehr kurzfristig die Spur wechseln zu wollen – chasch dänke! Man muss dem Gegenüber schon fast die Flanke küssen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. In Züri gilt das Recht des Stärkeren. Auch in Südostasien wird gehupt, wo es nur geht. Der Ton ist aber nicht aggressiv. Asiaten hupen mehrmals kurz «Achtung, ich überhole dich!», bevor sie nach vorne preschen. Oft direkt auf ein entgegenkommendes Auto zu, um im letzten Moment hupend wieder auf die eigene Fahrbahn zu wechseln. Es überlebt der Flinkere – meistens. Auf der hawaiianischen Insel Kaua’i gibt es eine einzige, lange Strasse, die Nord und Süd miteinander verbindet. Wer hupt, erntet missbilligende Blicke von allen Seiten. Dann lieber warten, bis der Vordermann sein Surfbrett in aller Ruhe aufs Dach montiert hat. Es überlebt der Nettere. Ein Konzept, das ich gerne nach Hause importiere.

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Text: Andrea Jansen

Foto:
Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 18.01.2016, 00:00 Uhr

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