Vision smartes Zuhause: Einen Haushaltsroboter wünschen sich viele.

Die Zukunft ist smarter und vernetzter

Wir werden von unseren Mobil- und Haushaltsgeräten bedient, vermessen, und sie tauschen sich über uns aus. Das scheint das Ziel der Elektronikunternehmen.

Nachdem mich mein Smartphone am Morgen geweckt hat, fragt es mich, ob ich den Kaffee heute lieber im Bett oder im Bad haben möchte, und teilt dies meiner Kaffeemaschine mit. Mein Haushaltsroboter bringt ihn mir.» Was Peter Goldman, Global Key Account Manager der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), an einer Konferenz als seine Zukunftsvision schilderte, ist noch Science Fiction. Doch die Realität ist dem schon recht nahe. Das zeigt sich an der diesjährigen IFA, der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Dort präsentieren vom 4. bis 9. September über 1600 Hersteller ihre neusten Elektronik-Produkte und Haushaltsgeräte. Wir waren für Sie vor Ort.

Intelligenter Alltag

Die GfK widmete intelligentem Zuhause und Geräten eine Konferenz an der IFA. An dieser ging Goldmans Vision eines smarten Tages noch weiter: Geräte prüfen seine Gesundheit. Und während er sich bereit macht, stimmt sein Smartphone mit ihm den Kalender ab, verschiebt oder plant Termine und tätigt auch gleich entsprechende Buchungen und gibt Routen zu den Zielorten in das GPS seines Autos ein. Während des Tages kann er via Fernüberwachung sehen, wie es um die Sicherheit seines Zuhauses steht. Wenn er nach Hause kommt, hat der Haushaltsroboter schon gekocht.

Die Technik ist längst auf dem Weg in diese Zukunft. Punkto intelligentes Zuhause stellten Samsung und Panasonic je ein System zu dessen Überwachung vor, das man von unterwegs einsehen und steuern kann. Das intelligente Zuhause soll, noch vor einem Schadensfall, eine Warnung ausgeben, sodass man etwa schlimmere Wasserschäden oder Brände vermeiden kann. Panasonic liess sich noch nicht in die Karten blicken, was wie lange aufgezeichnet werden und bleiben soll. Alex Hawkinson, Chief Executive von «Samsung Smart Things», versucht, allfällige Bedenken bezüglich Privatsphäre zu zerstreuen, indem er versichert, dass Aufnahmen nur gespeichert bleiben, wenn ein Problem auftritt. Panasonic ist gar eine Partnerschaft mit der Versicherungsgesellschaft Allianz eingegangen – so soll Panasonics Smart Home System Schadenfälle direkt an den Versicherer weiterleiten. Ob das immer im Sinne des Nutzers ist, sei dahingestellt.

Internet der Dinge

Die meisten grossen Konsumelektronik-Unternehmen arbeiten auf eine Umgebung hin, in der Geräte und Alltagsgegenstände mit Elektronik, Software und Sensoren ausgestattet sind und ohne menschliches Zutun Daten über das Internet übertragen können. Die Geräte sollen selbstständig interagieren und kommunizieren können: Man spricht vom «Internet of Things». Es gibt bereits «intelligente» Haushaltsgeräte und Smartwatches, die nebst Zeitanzeige und Handy-Benachrichtigungen auch unsere Vitalfunktionen aufzeichnen und speichern. Gehörig Dampf in diese Richtung will Samsung machen: Der südkoreanische Elektronik-Riese kündigte an, dass er bis 2020 all seine Geräte für das Internet der Dinge tauglich machen will. Prominentes Beispiel ist Samsungs an der IFA präsentiertes «Sleep Sense». Es hebt sich von anderen Schlaf-Überwachern ab, weil es sich hier nicht um eine weitere Fitness-Uhr mit Schlaf-Tracker handelt, die derzeit den Technik-Markt überschwemmen, sondern um eine flache Scheibe, die man unter der Matratze platziert. Sie misst die Herzfrequenz, Atmung und Bewegungen und soll uns dabei helfen, unser Schlafverhalten zu analysieren und zu verbessern. Ein Harvard-Medizin-Professor konnte zur Unterstützung gewonnen werden.

Überhaupt sollen Sensoren uns analysieren und uns anleiten, wie wir besser leben. Die Körpervermesser sollen sogar Angehörige benachrichtigen, wenn etwas nicht stimmt mit den Werten. Das mutet schon leicht unheimlich an. Wenn Angehörige auf unsere Daten zugreifen können, wie wird das wohl aussehen, wenn Versicherungen oder andere Akteure gesundheitsbezogene Daten abgreifen wollen?

Vernetzte Autos

Autos sollen sich mit dem Smartphone und den Smartwatches vernetzen. Mit diesem Ziel arbeitet Samsung mit BMW und Volkswagen zusammen. So wurde zusammen mit VW der «Carmode for Galaxy» entwickelt. Nebst Freisprech-Telefonaten werden nun auch Kurznachrichten vorgelesen. Ausserdem könne man nun per Smartwatch kontrollieren, ob die Fenster des Wagens zu sind und der Wagen verschlossen ist. Und man könne aus der Ferne zum Beispiel die Klimaanage einschalten, die Autobatterie kontrollieren oder das Auto wiederfinden, wenn man nicht mehr weiss, wo man es geparkt hat.

Alles ohne Kabel!

Drahtloses Aufladen geht mit Intels Ladeplatte optisch unauffällig, indem man sie beispielsweise direkt unter einem Tisch montiert. Sie lädt sogar durch fünf Zentimeter dickes Holz hindurch.
Nebst drahtlosen Ladestationen reiten vor allem funkfähige Audiosysteme auf einer Erfolgswelle, die nach Wunsch erweiterbar sind. Nahezu alle Unternehmen der Elektronikbranche haben mehrere Bluetooth-Lautsprecher im Sortiment. Das mag mit der zunehmenden Beliebtheit der Musikstreaming-Dienste zusammenhängen, aber sicher auch damit, dass man über Funk nahezu jedes bluetooth- oder nfc-fähige Gerät mit den Lautsprechern verbinden kann. Das Suchen nach einer CD, Kassette oder Platte entfällt, man hat dank Streaming-Diensten schnell, was man sucht.

Smart-TVs: Inhalte übers Web

Samsung lancierte eine Plattform für seine Smart-TVs: Gamefly-Streaming. Damit kann direkt am Samsung-Smart-TV gegamt werden, auch wenn man keine Spielkonsole besitzt. Alexander Dehmel, Senior Marketing Consultant Consumer Electronics der GfK, bescheinigt zudem Video-On-Demand eine grosse Nachfrage. Lineares Fernsehen nehme ab, Video-Streaming nehme zu.

Smart-TVs: Funktionen und Design

Ein Smart-TV von 2010 liesse sich nicht mit einem von 2015 vergleichen, was den Funktionsumfang angehe, so Christoph Zeh, Account Director Technology Media and Entertainment GfK. Die Fernseher wurden in den letzten fünf Jahren grösser, bekamen mehr Funktionen und wurden dennoch gleichzeitig günstiger. Vor allem TVs mit vierfacher HD-Auflösung (auch UHD genannt) würden mehr verkauft und seien inzwischen auch für die breite Masse bezahlbar. Weltweit prognostiziert die GfK einen Verkauf von rund 29 Millionen UHD-TVs für das Jahr 2015. Diesen Trend scheint auch Philips zu bestätigen mit inzwischen 27 UHD-TVs im Sortiment. Design sei ausserdem zunehmend wichtig in allen Bereichen der Technik, konstatierten sämtliche GfK-Experten an der IFA. So sieht das auch Samsung: Vor allem die Fernseher mit gebogenem Bildschirm verkauften sich gut. Inzwischen habe man mit 28 Produkten das weltweit grösste Curved-TV-Sortiment.

Zunehmend wichtig für den Funktionsumfang der smarten TVs sei das Betriebssystem, so Christoph Zeh von der GfK. Denn je nach Betriebssystem gibt es unterschiedlich viele Apps und kompatible Streaming-Dienste. GfK-Experten erwarten in der Smart-TV-Entwicklung eine Funktionserweiterung und vor allem eine breite Kompatibilität mit anderen Geräten. Zur besseren Vernetzung im intelligenten Zuhause sei Multikompatibilität essenziell. Man darf gespannt sein, was auf uns zukommt.

Grosser Bildschirm

Das Samsung Galaxy S6 Edge+ bietet ein noch grösseres 5,7 Zoll gros-ses Quad-HD-Super-Amoled-Display. Die neue Benachrichtigungsfunktion an der abgerundeten Seite des Gehäuses kann so besser genutzt werden als beim Vorgänger. Neben der hervorragenden Darstellung von Bildern und Videos legten die Entwickler ausserdem Wert auf einen guten Klang. Ein Arbeitsspeicher (RAM) von 4 GB sorgt dafür, dass multimediale Inhalte, etwa Games, flüssiger laufen. Zudem lassen sich Inhalte dank neuer Funktionen wie «Live Broadcast» schnell mit Freunden teilen. Zudem spendierte Samsung dem Smartphone einen langlebigeren Akku.  MIB

Samsung Galaxy S6 Edge+ 32 GB, bei Interdiscount für Fr. 799.– erhältlich.

zum Produkt bei Interdiscount

Einfach Videos schneiden

Mit Magix Fastcut können Sie Ihre rohen Videos direkt auf dem Smartphone schneiden, mit Vorlagen verschönern und direkt auf das Videoportal Ihrer Wahl hochladen. So wird im Handumdrehen aus dem Rohmaterial ein dynamischer Action-Streifen. In der kostenlosen Grundversion sind fünf Schnittvorlagen mit Hintergrundmusik inbegriffen. Ambitioniertere Videofilmer können sich gegen Gebühr weitere Vorlagen herunterladen. Mit dem Gutschein-Code FASTCUT 634, der im Startbildschirm unter «Einstellungen» einlösbar ist, lassen sich diese Bonus-Inhalte bis 17. September einen Monat lang kostenlos testen. Die App ist 62 MB gross, am besten lädt man sie über Wifi.  MIB

«Fastcut» ist für Android kostenlos (mit In-App-Kaufoptionen).

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Getty Images, zVg
Veröffentlicht:
Montag 07.09.2015, 18:58 Uhr

Weiterempfehlen:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?