Pose in Unterhose: Cristiano Ronaldos Clip mit Portugals Nationalteam ist ein Hingucker.

Im Stillstand für die «Mannequin Challenge»

Eine neue Mode kursiert im Internet: Man lässt sich filmen, ohne sich dabei zu bewegen. Klingt eher langweilig, ist es aber ganz und gar nicht.

http://www.coopzeitung.ch/Im+Stillstand+fuer+die+_Mannequin+Challenge_ Im Stillstand für die «Mannequin Challenge»

Wie ein Virus breitet sie sich seit einigen Wochen auf Twitter, Instagram und Co. aus, die «Mannequin Challenge». Mit diesem Suchbegriff oder unter dem entsprechenden Hashtag finden sich Videos, in denen – das klingt auf den ersten Blick recht unspektakulär – rein gar nichts passiert. Denn genau darum geht es bei diesem Wettbewerb: Die Akteure müssen absolut still stehen wie Schaufensterpuppen, während sich eine Kamera durch die Szene bewegt. Als Soundtrack läuft dazu generell der aktuelle Tophit «Black Beatles» des Hip-Hop-Duos Rae Sremmurd. Das scheint banal, ist aber gar nicht so einfach.

Klassische Technik

Nicht umsonst wird die Technik des plötzlichen Stillstehens aus der Bewegung heraus oft in der Schauspielausbildung trainiert. «Freeze» heisst es dann – der englische Ausdruck für das «Einfrieren» einer Szene. Ganz neu ist die Sache also nicht. Sogenannte «Lebende Bilder» waren im 18. Jahrhundert beliebt: Dazu nahmen Akteure die Pose von Gestalten ein, die auf einem Gemälde zu sehen waren. Das Video zeigt eine moderne Variante, in der Schauspieler das Rembrandt-Gemälde «Nachtwache» nachstellen.


http://www.coopzeitung.ch/Im+Stillstand+fuer+die+_Mannequin+Challenge_ Im Stillstand für die «Mannequin Challenge»

Doch was bewegt Menschen heute dazu, für Videos stillzustehen wie die Schlossbewohner im «Dornröschen»? Der erste Grund ist die Verbreitungsmöglichkeit: Was einst nur Menschen sehen konnten, die im selben Raum waren wie das «Lebende Bild», lässt sich heute per Handykamera in HD-Qualität aufnehmen und ins Internet stellen. Technisch ist die «Mannequin Challenge» also eine Art Weiterentwicklung der «Planking»-Fotos, die vor bald zehn Jahren im Internet aufkamen – Menschen, die sich an möglichst ungewöhnlichen Orten stocksteif hinlegten.


Prominente Vorbilder

Verstärkt wird die virale Verbreitung durch Musik – schon «Gangnam Style», «Harlem Shake» oder «Happy» tauchten in immer neuen Versionen und Parodien im Netz auf – und durch prominente Vorbilder: Die Liste derer, die sich der «Mannequin Challenge» gestellt haben, reicht von Cristiano Ronaldo in der Umkleidekabine bis zu Michelle Obama im Weissen Haus. Auch Hillary Clinton machte am Vorabend der Präsidentschaftswahl in einem solchen Clip mit – angesichts des Wahlausgangs ein wahrhaft symbolischer Stillstand …

Beispiele

Hollywood-Prominenz im Weissen Haus – die «Mannequin Challenge» von Ellen De Generes (ellentube.com):

Auch in der Schweiz heisst es «Stillgestanden!» – hier die «Mannequin Challenge» des Unihockey-Vereins Piranha Chur:

Einsatz in der Schoggi Werbung – Roger Federer kann der Versuchung nicht widerstehen:


Dass sich mit der «Mannequin Challenge» mehr darstellen lässt als als pure Akrobatik und Voyeurismus, zeigt dieses eindrückliche Video, das eine Klasse der Escola Secundária Inês de Castro in Porto inszeniert und auf Twitter gepostet hat:


Neues Leben für alte Fotos

Digitale Fotos lassen sich auf Festplatten oder online speichern und im Labor zu Papierabzügen verarbeiten. Anders sieht es mit alten Bildern aus Analogkamera-Zeiten aus. Dank der neuen Google-App «Fotoscanner» können Sie aber auch diese schnell digitalisieren. Das Prinzip ist einfach: Smartphone über das Bild halten und auslösen. Es erscheinen vier Bildpunkte, die man in die Bildmitte verschieben muss. Aus mehreren Scans errechnet die App dann ein Foto. Dessen Qualität kann zwar noch nicht ganz mit digitalen Schnappschüssen mithalten, doch das dürfte sich mit künftigen Updates ändern.

«Fotoscanner»: gratis für iOS und Android, ab 3 Jahren.

Nichts verpassen

http://www.coopzeitung.ch/Im+Stillstand+fuer+die+_Mannequin+Challenge_ Im Stillstand für die «Mannequin Challenge»

Das Familienleben steht im Fokus von «Circle», der Logitech-Überwachungskamera: Sie zeichnet auf Wunsch rund um die Uhr alles auf, was in den eigenen vier Wänden passiert. So verpassen auch abwesende Familienmitglieder nicht, was zu Hause alles vor sich geht. Auch unterwegs können Sie auf diese Art jederzeit via Web-Browser oder auf dem Smartphone schauen, was die Haustiere oder die Kinder machen. Praktisch ist die Zeitraffer-Funktion, die das Wichtigste des Tages automatisch in 30 Sekunden zusammenfasst. Dank integrierter Zwei-Wege-Audio-Funktion können Sie zudem live miteinander kommunizieren.

«Logitech Circle», bei Fust erhältlich für Fr. 199.90.

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.










Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Martin Winkel

Redaktor

Foto:
Screenshot Youtube, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 12.12.2016, 11:23 Uhr

Weiterempfehlen:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?