Insta-Food – die neue Art des Essens

Foodblogger sind die neuen Social-Media-Ikonen: Für die Kulinarikplattform Fooby setzt Coop auf bekannte Gesicher und Newcomer.

Fanny Frey macht alle Fotos, die auf ihrem Blog publiziert werden, selbst. Pro Bild braucht sie etwa 30 Minuten.

Fanny Frey macht alle Fotos, die auf ihrem Blog publiziert werden, selbst. Pro Bild braucht sie etwa 30 Minuten.
http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Fanny Frey macht alle Fotos, die auf ihrem Blog publiziert werden, selbst. Pro Bild braucht sie etwa 30 Minuten.

Der Esstisch ist das Herzstück der kleinen Studentenwohnung am Rande von Zürich. Hier wird gequatscht und gebüffelt. Hier entstehen aber auch die Bilder von Fanny Frey. Die 21-Jährige ist nicht nur Studentin, sie ist auch die Autorin des Foodblogs «Fanny the Foodie» und eines der Aushängeschilder von Fooby, der neuen Rezeptplattform von Coop.

Essen hat in den letzten Jahren einen neuen Stellenwert bekommen. Waren lange Zeit Convenience-Produkte das höchste der Gefühle, so wird jetzt wieder mehr Wert auf das Selberkochen gelegt. Dieser Trend zieht sich durch alle Altersschichten. Die Älteren kochen für Freunde und Familie. Die Anfangzwanziger bereiten ihre Gerichte jedoch oft nicht nur zu, sie inszenieren und fotografieren sie auch aufwendig und posten sie auf den Social-Media-Kanälen. Trendforscher sagen: «Food is the new fashion!» Also, dass Essen neu den Status innehat, über den Mode früher verfügte. «Essen zeigt Geschmack, Offenheit für Erfahrungen und Kreativität. Das verbindet es mit Mode», erklärt Social-Media-Experte Philippe Wampfler (39).

http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Insta-Food
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Der Genuss steht bei mir im Vordergrund.»

Fanny Frey (21), Foodbloggerin

Massgebend zu dieser Entwicklung beigetragen hat Instagram, eine Online-Plattform, auf der jeder seine Bilder teilen kann. Foodblogger waren dort schon bald sehr erfolgreich. «Instagram ist sehr körper- und fitnessbezogen. Deshalb schafft Essen eine Art Balance», sagt Wampfler. Zudem sei Food farbig und passe gut in die – für Instagram typischen – quadratischen Rahmen. «Und Essen zeigt auf symbolische Art kulturelle und soziale Erfahrungen.»

Fanny mag altes Geschirr und Besteck.

Fanny mag altes Geschirr und Besteck.
http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Fanny mag altes Geschirr und Besteck.

Moderne Food-Fotografie

Mit Fooby will Coop die bunte und appetitliche Welt der Foodblogger aufgreifen.Dafür hat sich die Kulinarikplattform sowohl mit bekannten Gesichtern als auch mit«Newcomern» zusammengetan. Die Kooperation zwischen Fanny Frey und Fooby zum Beispiel entstand am letztjährigen Food Blog Day Zürich. Zwei Mal pro Monat wird die Bloggerin ein Rezept für Fooby schreiben. Inklusive selbst gemachter Bilder, versteht sich.

Fannys Rezepte werden hauptsächlich saisonal sein, ganz im Stil ihres Blogs.  «Plant based» – auf Pflanzenbasis –nennt Fanny ihre Küche. Als Veganerin mag sie sich trotzdem nicht bezeichnen. «Ich mag diesen Ausdruck nicht. Er ist mir zu dominant. Ich möchte mich und meine Rezepte nicht in eine bestimmte Schublade stecken», sagt sie. «Bei meinen Gerichten steht der Genuss im Vordergrund – sie sollen allen schmecken, egal, ob Veganern oder Fleischessern!»

Dafür stöbert sie regelmässig im Brockenhaus.

Dafür stöbert sie regelmässig im Brockenhaus.
http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Dafür stöbert sie regelmässig im Brockenhaus.

Fannys Blog ist ganz typisch für die aktuelle Insta-Food-Welt. Zum einen dreht sich Vieles um pflanzliche, gesunde, aber trotzdem feine Gerichte. Zum anderen sind auch Kalorienbomben total angesagt: etwa Cookies and Cream-Cheesecake mit Schokoladen-Topping oder Pulledpork im Brioche-Burger.

Vom Blogger zum Star

Diese neue Leidenschaft fürs Essen hat neue Ikonen geschaffen. Dazu gehören nicht nur Starköche wie Ivo Adam oder Gordon Ramsay. Auch die Schweizer Bloggerin Nadia Damaso (21) wurde dank Instagram berühmt. Die Bündnerin hat inzwischen über 167 000 Follower auf Instagram. Ihr Buch «Eat Better Not Less» erschien im Oktober 2015 und wurde innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller. Inzwischen wird es schon in dritter Auflage verkauft und wurde gerade ins Englische übersetzt. Wie Fanny wird auch Nadia Damaso regelmässig für Fooby berichten. «Das neue Konzept gefällt mir, weil es gut meinen Stil ergänzt. Es ist kreativ, frisch und sieht optisch super aus», sagt die Autorin.

http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Insta-Food
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Das neue Konzept gefällt mir, es ist kreativ, frisch und sieht super aus.»

Nadia Damaso (21), Foodbloggerin und Buchautorin

Auch Fanny Frey ist auf dem besten Weg, ein Star in der Foodwelt zu werden. Auf Instagram folgen ihr fast 80 000 Menschen. Dabei war Bloggen ursprünglich nur ein Ersatzhobby: Als die damalige Kantonsschülerin vor drei Jahren aufhörte Unihockey zu spielen, suchte sie nach einer neuen Beschäftigung. «Also habe ich einfach mal angefangen zu bloggen: einen Kuchen, den ich zum Geburtstag meiner Schwester gebacken habe.»

Aus dem Blog wurde ein Schulprojekt.  Fannys Maturaarbeit drehte sich um Kochbücher, Foodblogs und Rezepte schreiben. Dabei war ihr Blog der Praxisteil. «Das macht mir wahnsinnigen Spass. Deshalb habe ich einfach immer weitergemacht», gibt sich Fanny bescheiden.

Bald wird es ihren Blog auch in analoger Form geben: Die Studentin arbeitet an ihrem ersten Kochbuch, welches im Herbst erscheinen wird. Auch in einer digitalisierten Welt ist es eben schön, ein Buch in der Hand zu haben.

Zum Rezept «Süsskaroffel-Pancakes» von Fanny Frey

Vanessa Finzer (29) betreut mit ihrem Team die Marke Fooby

«Freude am Essen vermitteln»

Vanessa Finzer von Coop interessiert sich für alles, was mit Essen zu tun hat.

Vanessa Finzer von Coop interessiert sich für alles, was mit Essen zu tun hat.
http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Vanessa Finzer von Coop interessiert sich für alles, was mit Essen zu tun hat.

Was genau ist Fooby?
Das ist gar nicht so einfach in ein Wort zu fassen, weil Fooby sehr vielseitig ist. Aber «Kulinarikplattform» beschreibt es wohl am besten. Fooby ist auch ein Service für unsere Kunden: Wir wollen Freude am Essen vermitteln, inspirieren und gleichzeitig gewisse Schritte erleichtern, die beim Kochen und Einkaufen häufig als sehr mühsam empfunden werden.

Wie meinen Sie das?
Verschiedene Studien zeigen, dass wieder wahnsinnig gerne gekocht wird. Aber viele Tätigkeiten, die damit zusammenhängen, werden als unangenehm empfunden – gerade, weil wir oft sehr wenig Zeit haben. Etwa Postizettel schreiben oder das Erlernen neuer Kochtechniken. Deswegen bietet Fooby Services wie zum Beispiel intelligente Einkaufslisten  oder Kochvideos.

Das Layout wirkt sehr jung. Für wen ist Fooby?
Ich würde eher sagen zeitgemäss und inspirierend. Die Leidenschaft für Lebensmittel und deren Zubereitung ist keine Frage des Alters. Fooby ist für  alle, die Kochen lieben oder es lernen wollen.

Ich kann also alle möglichen Rezepte auf Fooby finden?
Es ist für jeden etwas dabei. Vom gesunden Salat bis hin zum warmen Schokoladenküchlein. Darüber hinaus Trendrezepte wie die Rainbow Buddha Bowl. Und die Klassiker dürfen natürlich auch nicht fehlen – auch Älplermagronen sind vertreten. Die Mischung macht es aus!

Und was geschieht mit der Zusammenarbeit mit Betty Bossi?
Diese ist nach wie vor sehr eng. Betty Bossi unterstützt uns bei der Rezeptentwicklung. Aber auch bei der Suche nach neuen Trends sind wir im ständigen Austausch.

http://www.coopzeitung.ch/Insta_Food Insta-Food

Homepage

Die Homepage soll nicht nur wegen ihrer Optik ansprechen, sie ist auch sehr benutzerfreundlich. Egal, ob Kochprofi oder Anfänger, Fooby bietet für jeden etwas. Man kann beispielsweise Rezepte mit einem bestimmten Lebensmittel suchen. Videos zeigen die Küchen-Basics, etwa, wie man Eier pochiert oder eine Orange filetiert. Zusätzlich bietet die Homepage ganz viel Hintergrundwissen zum Thema Essen und Genuss und Geschichten von Menschen aus der Foodszene.

App

Die App ist darauf ausgelegt, das Leben von Hobbyköchen einfacher zu machen. Da wäre zum einen die Einkaufsliste, die je nach Wunschrezept generiert wird. Die Lebensmittel werden automatisch nach Abteilungen geordnet. Zuoberst auf der Liste stehen zum Beispiel Früchte und Gemüse, danach kommen die Milchprodukte. Zudem hat die App einen integrierten Timer. Lieblingsrezepte können abgespeichert werden. Auch Rezepte aus Kochbüchern können hinzugefügt werden.

Rezeptkarten

Fooby ist auch in den Coop-Läden präsent. Zum einen werden schnelle und einfache Rezepte (max. 20 Minuten Zubereitungszeit und 4 Zutaten) gleich bei den entsprechenden Lebensmitteln zu finden sein: für Tage, an denen es beim Kochen schnell gehen muss, man aber nicht auf selbst Gekochtes verzichten will. In grösseren Coop-Läden gibt es im Eingangsbereich hochwertige Rezeptkarten zum Mitnehmen. Sie decken ein breites Spektrum ab – vom Frühstück bis zum Dessert.

Magazin

Mehrfach im Jahr erscheint das Fooby-Magazin. Es ist gratis als Beilage der Coopzeitung erhältlich und bietet ein breites Spektrum an Inhalten: Neben vielen Rezepten, Tipps & Tricks, Kulinarik-Trends und
Restaurant-Tipps wird hier vor allem auch über Menschen berichtet, deren Leidenschaft Lebensmittel und das Kochen sind. Etwa von Suppenkoch Fabian Zbinden aus Bern oder von den Brüdern und Besitzern des Trend-Burgerrestaurants «Inglewood» aus Genf.

Zur Website von Fooby

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