Sofortnachrichten-Dienste verzeichnen einen rasanten Nutzer-Zuwachs.

Instant Messaging

Sie ersetzen mehr denn je die Chats auf Webseiten: Anwendungen für Sofortnachrichten. Wer eine Datenflatrate in seinem Mobil-Abo hat, dem ersetzen immer häufiger die Messenger-Apps die gebührenpflichtigen SMS.

Facebook – mit rund 829 Millionen Nutzern täglich – ist punkto Instant-Messaging-Applikationen auf Expansionskurs: Ende Juli erschien eine neue «Facebook-Messenger»-App, die mit Telefonnummern gekoppelt wird. Anfang Jahr akquirierte der Social-Media-Riese den Marktführer «Whatsapp» (rund 500 Millionen aktive Nutzer) und lancierte vor Kurzem eine App namens «Slingshot». «Slingshot», übersetzt Steinschleuder, kann sich die Generation 25+ vorstellen wie die Nachrichten auf Zetteln, die wir früher in der Schule als Papierkügelchen mithilfe eines Gummis zum Empfänger spickten. Wer nun also einen Shot – einen Schnappschuss, der verpixelt wird – eines Freundes erhält, muss einen zurückschicken, damit er das Bild sieht. Gemäss den Zahlen aus dem Google Play Store wurde «Slingshot» bis jetzt zwischen 100'000 und 500'000 Mal heruntergeladen – an der Nutzerzahl von Facebook gemessen etwas mager.

Snapchat

Ähnlich wie «Slingshot» funktioniert der Dienst «Snapchat» für temporäres Teilen von Fotos oder Videos, die sich nach einmaliger Sichtung selbst löschen. Vor allem in US-amerikanischen Medien gab es Berichte von Teenagern, die sich in falscher Sicherheit wähnten und pikante Aufnahmen von sich verschickten, die vom Empfänger gegen ihren Willen gesichert wurden. Denn es genügt ein Screenshot des Displays, damit ein Foto erhalten bleibt. Inzwischen warnt «Snapchat» die Nutzer selbst davor. Laut der Los Angeles Times hat «Snapchat» monatlich geschätzt über 30 Millionen Nutzer.

Kritisch ist, dass einige Sofortnachrichten-Dienste automatisch die Telefonnummern aus dem Adressverzeichnis nach über den Dienst (beispielweise Whatsapp) registrierten Nutzern prüfen.

Einblick in Threema

(Video von «heise online» auf Youtube)

Die Schweizer App «Threema» ist eine Ausnahme: Man kann die automatische Synchronisierung der Kontakte überspringen. Das «Threema»-Netzwerk lässt sich manuell verwalten. Kommt hinzu, dass «Threema» ein Kryptomessenger ist. Das heisst, die Nachrichten werden verschlüsselt. Grob gesagt wird zwischen Sender und Empfänger ein Schlüsselpaar generiert, das das Lesen der Nachricht nur ihnen ermöglichen soll. Da «Threema» jedoch ein eigenes System zur Verschlüsselung nutzt, trauen einige Branchenkenner der App nicht ganz über den Weg, denn versprechen kann man viel. Am 2. Mai zählte «Threema» rund 2,8 Millionen Nutzer. Mangelnde Reichweite, also zu wenig Bekannte im Netzwerk, ist bei Kryptomessengern wie «Threema» der häufigste Kritikpunkt.

Skype-App kurz vorgestellt

(Video von «Handysektor de» auf Youtube)

«Skype» ist Text-, Voice- und Videochat-Applikation in einem. Nach eigenen Angaben nutzen 250 Millionen Menschen Skype.

Fazit

Mit allen aufgezählten Messengern lassen sich nebst Textnachrichten auch der Standort, Fotos und Videos versenden. Auch Voice-Nachrichten sind möglich. Bei «Threema» bedingt dies ein Plugin (Programmerweiterung). «Whatsapp» entwickelte dafür «Whatsapp Line». Ausschlaggebend für die Wahl einer App wird vor allem die Zahl der Mitglieder (Anzahl Bekannte im Netzwerk) sein, ob die Nachrichten verschlüsselt werden und in welchem Land die Server stehen. Denn die Funktionen sind jeweils sehr ähnlich.

Kompakt und scharf

Die kompakte Version des Galaxy Tab S von Samsung hat ein Super-AMOLED-Display mit 8,4-Zoll-Diagonale. Das Display hat eine starke Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln. Das Tablet ist dank Kunststoffgehäuse mit gummierter Rückseite 294 Gramm leicht und 6,6 mm dünn. Das Tab S hat einen Micro-USB- und einen Klinken-Anschluss (zum Beispiel für Kopfhörer) sowie einen Micro-SD-Kartenschlitz – was eine Speichererweiterung vereinfacht. Es hat 16 GB internen Speicher und solide 3 GB RAM. Im Tablet ist ein Octa-Core-Prozessor (4 x 1,9 GHz und 4 x 1,3 GHz) verbaut. Die Frontkamera hat eine Auflösung von 2,1 Megapixel, die Kamera auf der Rückseite 8. Im Home-Button befindet sich ein Fingerabdrucksensor, der bis zu acht Nutzer erkennt.

Das Galaxy Tab S mit 8,4 Zoll ist weiss- oder bronzefarben für Fr. 479.– bei Fust erhältlich.

Samsung Galaxy Tab S bei Fust

Grüsse in Vintage

Mit der iOS-App «Cartolina» stehen 32 elektronische Postkarten-Designs in Vintage-Optik zur Verfügung. Es dominieren elegante Blumendesigns, die an alte Botanikillustrationen erinnern, und Pergament-Optik. Für einen E-Karten-Gruss hat man fünf Zeilen Platz. «Cartolina» stammt von der gleichnamigen Firma im kanadischen British Columbia, die Briefpapier und andere Papierprodukte herstellt. Die fertig geschriebene Karte lässt sich per E-Mail oder MMS versenden, aber auch als Bild abspeichern, und dieses lässt sich in einem Messenger hochladen. Man kann auch mehrere Empfänger festlegen.

«Cartolina» ist für 2 Franken im App-Store für iPad und iPhone verfügbar.

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Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Montag 04.08.2014, 00:00 Uhr

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