Sie:

Ohne Navi findet man den Weg immer. Aber mit Navi kommt man viel leichter vom Weg ab und verliert sich dann heillos. Kann ja sein, dass in einem grossen Land mehrere Orte gleich bezeichnet werden, oder? Und  dann hat man, keine Ahnung, wo man wirklich ist und wie man überhaupt dorthin kam. Es nervt gewaltig, wenn die elektronische Stimme dabei auch noch behauptet: «Sie haben Ihr Ziel erreicht!» Eine reine Lüge, wenn man im Nirgendwo gelandet ist. Navis sind sture Besserwisser, die keine Verantwortung übernehmen. Das ist eine Eigenschaft, die ich auch an Menschen nicht mag.

Er:

Um die beste Strecke herauszufinden, muss man Karten lesen können. Eine Eigenschaft, die meine Frau nicht hat, denn sie stuft Autobahnen und Feldwege als gleichwertig ein. Zudem liebt sie es, anzuhalten und wildfremde Menschen ohne Vorwarnung  anzusprechen. Dabei sind die gar nicht vorbereitet auf meine Frau. Darum finde ich ein Navi angenehm: Es erspart mir Peinlichkeiten und Diskussionen. Es ist pragmatisch, reduziert Fortbewegung auf die Strecke zwischen Start und Ziel. Da das Navi sagt, wo es lang geht, kann ich den Blick in die Weite schweifen lassen, während Schreiber in einer Karte starrt, panisch die Richtung ändert und gar nicht sieht, wo wir gerade sind.

Wer konnte Sie überzeugen?

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