Er:

Schreiber muss sich selbst nichts beweisen. Das ist gut so. Mir scheint aber, sie will mir beweisen, dass sie alles abwägt, während ich fahrlässig durch die Gegend taumle. Ihre Komplett-Ausrüstung wirkt auf mich wie ein wandelnder Vorwurf: Sie denkt an alles – und ich nicht mal ans Wetter. Was sie nicht versteht: Allein mit Haut und Haaren und einer bescheidenen Schicht Kleider loszumarschieren macht mich glücklich. Ihr macht das Sorgen. Frage: Wer von uns kommt demnach leichter durchs Leben? Sie oder ich? Ich, natürlich. Mit Betonung auf natürlich.

Sie:

Er wolle auch mal frieren dürfen, sagt Schneider. Wozu, frage ich mich? Ist das männliche Sehnsucht nach Überlebenskampf? Will er damit allen zeigen, dass er ein harter Kerl ist? Wen beeindruckt das – ausser ihn selbst? Wie auch immer, ich finde nicht, dass man sich quälen muss. Erst recht nicht ohne Not. Wozu gibt es denn tolles Material, von dem ich einiges besitze? Praktische Jacken, leichte Rucksäcke, funktionale Wasserflaschen. Sehr sinnvolle Ausrüstungsgegenstände – von denen im Notfall im Übrigen auch Schneider profitiert. Sofern ich ihn dazu zwinge.

Wer konnte Sie überzeugen?

↩︎

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