Das Design orientierten sie sich am Erfolgsmodell Cinquecento.

Italo-Western: Fiat 500X

Wahlverwandtschaft Die Ehe mit Chrysler hat für einen strammen Nachwuchs gesorgt: Im Kompakt-SUV vereint Fiat das Beste aus zwei Welten.

Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne erntete Kritik, als er letztes Jahr die vollständige Fusion mit dem US-Autobauer Chrysler verkündete: «Das ist nicht mehr unsere Fabbrica Italiana Automobili Torino!», meinten viele Italiener. Das wäre ja so, als ob ein italienischer Regisseur eine US-Pferdeoper inszenierte … Nun gut, das soll es ja auch schon gegeben haben.

Aber Fiat kann die sprudelnden Chrysler-Gewinne derzeit gut brauchen und zudem mit einem Griff in den Technik-Baukasten der Amerikaner die eigene SUV-Schwäche ausgleichen. Denn unter dem Blech des Fiat 500X steckt Jeep-Technik. Das Kleid konnten die Italiener aber nach ihren Wünschen gestalten.

 
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Der Charme der 1950er …

Dabei orientierten sie sich am Erfolgsmodell Cinquecento: Scheinwerfer wie Kulleraugen, rundliche Hauben, Design-Zitate aus den 1950ern. Beim neuen 500X ebenso wie bereits beim Minivan 500L einfach auf das doppelte Volumen aufgeblasen. Grösster Vorteil: In diesem Fiat passt endlich einmal die Sitzposition auch für Fahrer jenseits von 1,75 Metern Länge. Man hockt und erreicht alle Bedienelemente recht bequem.

Zudem wirkt dieser 500X irgendwie ein wenig hochwertiger. Je nach Ausstattungslinie sind adaptiver Tempomat, Notbremsassistent, Totwinkel-Warner, aktiver Spurhalteassistent oder Fernlichtassistent serienmässig beziehungsweise optional erhältlich. Im Bereich Infotainment hat Fiat das mühsam zu bedienende System mit der chronisch-depressiven Ansagestimme ersetzt durch eine neue Generation mit Online-Funktionen, Zugang zu sozialen Netzwerken und intuitiver Bedienung. Zwischen 350 und 1000 Liter Volumen bietet der Kofferraum, Letzteres bei abgeklappter Rücksitzlehne.


… und die Qual der Wahl

Die Konfiguration des Fiat 500X ist ein rechtes Puzzle: Soll es eher urban oder hemdsärmelig sein? Der «City»-Look lässt sich dann in drei, «Off-Road» in zwei Ausstattungsniveaus ordern. Antriebsseitig sind drei Benziner und zwei Turbodiesel erhältlich mit manuellem Getriebe, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe oder 9-Stufen-Automatik. Wenig sinnvoll ist der 1,6-Liter Einstiegsbenziner: Bei 30 PS weniger Leistung braucht er ebenso viel Sprit wie der 1,4-Liter-Motor mit 140 PS, jeweils mit Frontantrieb. Den günstigsten Allradler gibt es mit 140-PS-Turbodiesel ab 30 600 Franken. Den Fronttrieblern mit Offroad-Paket spendiert Fiat immerhin eine Traktionskontrolle.

Trost für die Traditionalisten: Der 500X ist gegenüber dem US-Schwestermodell bei gleicher Motorisierung günstiger –  eine Handvoll Dollar weniger …

Humorvoll: Werbung für den Fiat 500X

Fiat 500X City-Look «Pop Star»

Motor&Antrieb
Vierzylinder-Benziner,
1,4 Liter, 103 kW/140 PS,
manuelles 6-Gang-Getriebe,
Frontantrieb

Verbrauch&CO2
6,0 l/100 km, 139 g/km CO2,
Euro 6, Energieetikette D

Preis
ab 25'850 Franken

Platzangebot    ***
Komfort ***
Kosten/Nutzen    
****

   
           
    

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Text:
Andreas Faust
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 13.07.2015, 19:55 Uhr

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