Sieht einem Boxer zwar etwas ähnlich, ist aber ein Pitbullwelpe. Und für die Haltung von Pitbulls machen die Kantone Auflagen.

Jung und ahnungslos

Ein kleiner Welpe wird zum Impfen und Entwurmen in die Praxis gebracht. Das zumindest macht seine junge Besitzerin richtig. Alles andere ist recht chaotisch … 

Der kleine Welpe stakste tapsig durch die Praxis. Zuerst versuchte er, etwas unter dem Tisch hervorzuholen, dann kauerte er sich hin und machte Pipi, um uns nachher mit einer Engelsmiene anzuschauen. Seine Besitzerin schaute immer wieder auf ihr Handy und redete. Ich wusste nicht, ob mit mir oder mit ihrem Gerät.

Der Hundeblick hilft nicht 

Ich redete auf die Besitzerin ein. «Dies ist mit Garantie kein Boxer. Sie haben ihn über das Internet gekauft, ohne sich vorher zu erkundigen?» Die junge Besitzerin schaute mich fast so unschuldig an wie ihr Hund. «Aber er ist ja sooo lieb. Ich werde es allen zeigen, dass das keine bösen Hunde sind.» Offensichtlich hatte sie versucht, ihn für etwas anderes auszugeben und war gleich bei mir damit gescheitert. Es war ein Pitbullwelpe.

«Es gibt da noch ein anderes Problem: Sie wohnen in einem Kanton, der Listenhunde führt.» Ich gab ihr die Internet-Adresse des zuständigen Veterinäramtes. Wieso hatten Junge, die sich so gewandt im Internet bewegen, keine Ahnung, wo sie sich wichtige Informationen herunterladen können?
Während ich die Impfung vorbereitete und alle nötigen Wurm- und Flohmittel bereitlegte, befragte die junge Frau ihr Handy. Dann wurden ihre Augen grösser. «Es braucht eine Bestätigung des Vermieters, dass der Hund bei mir wohnen darf? Und einen Auszug aus dem Betreibungsregister?» Jeder Kanton hat eigene Vorgaben für gewisse Hunderassen.

Kaum war die Impfung vorüber, wedelte der kleine Pitbull wieder. Das Guzeli, das ich ihm gab, liess ihn die Spritze vergessen. Anders seine Besitzerin. Mit Sorgenfalten fragte sie mich nach der Adresse des zuständigen Amtes. «Da fragen Sie ebenfalls am besten Ihr Handy», meinte ich. Endlich hatte sie die wirklich wichtigen Seiten des Internets entdeckt.

 

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Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Alamy, Beatrice Thommen-Stöckli
Veröffentlicht:
Montag 02.11.2015, 18:01 Uhr

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