Mit so einem Objektiv ziehen Sie alle Blicke auf sich.

Ein kleines Kameralatein

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Kamera mit Wechselobjektiven anzuschaffen, sieht sich mit einer Menge von Fachbegriffen konfrontiert. Eine Orientierungshilfe.

Über eines müssen Sie sich von Anfang an im Klaren sein: Der Kauf von Kamera und Objektiven ist ein einziger Kompromiss. Die zu beachtenden Faktoren sind Einsatzmöglichkeiten, Qualität, Gewicht und Preis. Diese beeinflussen sich gegenseitig. Nehmen Sie Ihre Wunschkamera im Laden in die Hand – Sie sollten dabei ein gutes Gefühl haben. Erkunden Sie die Menüführung! Ist diese umständlich, kann dies die Freude am Fotografieren dauerhaft und nachhaltig dämpfen.

Und jetzt zur Technik. Hat der Sensor Kleinbildformat (36 x 24 mm), spricht man von einer Vollformatkamera. Es gibt aber auch hochwertige Spiegelreflexkameras, deren Sensor kleiner ist; gängig sind etwa DX (23,7 x 15,6 mm) oder APS-C (22,2 x 14,8 mm) – je nach Hersteller variiert die Bezeichnung. Viele Megapixel nützen nichts, wenn der Bildsensor der Kamera klein ist: Je kleiner der Sensor bei hoher Pixelzahl, desto höher das Bildrauschen. Apropos Pixel: Viele Pixel heisst grosse Datenmengen. Beim Kauf eines Speichermediums empfiehlt es sich, etwas teurere, dafür schnell beschreibbare Karten zu kaufen. Und: besser sind mehrere kleinere Karten anstelle einer grossen – falls eine kaputtgeht.

Objektive

Ein Faktor für gute Aufnahmen bei wenig Licht ist das Objektiv. Bei diesem sind die Brennweite und die Lichtstärke ausschlaggebend. Will man beispielsweise eine Landschaft fotografieren, greift man in der Regel zu einem Objektiv mit geringer Brennweite, einem sogenannten Weitwinkelobjektiv. Darunter versteht man im Zusammenspiel mit einer Vollformatkamera eine Brennweite von 10 bis 24 mm. Um auf Entfernung zu fotografieren, eignen sich Teleobjektive (mehr als 60 mm). Man unterscheidet zwischen Objektiven mit fixer Brennweite und Zoom-Objektiven mit verstellbarer Brennweite (z.B. 18–55 mm). Objektive mit fixer Brennweite sind in der Regel am präzisesten, garantieren also eine hohe Abbildungsqualität. Im Alltag beliebt sind allerdings Zoom-Objektive. Dabei geht man zwar bezüglich der Abbildungsqualität Kompromisse ein, dafür kann ein Zoom mehrere Objektive mit Festbrennweite ersetzen.

Hilfe: Mit welcher Objektivbrennweite (in mm) bekomme ich welchen Bildwinkel?

(auf Youtube, von «FF-Fotoschule Frank Fischer»)

Umrechnen der Brennweite für Objektive

Die meisten Spiegelreflexkameras haben keinen Vollformat-Sensor, deswegen müssen Sie, um den gewünschten Aufnahmewinkel zu erreichen, die Milimeterangabe auf Objektiven für diese umrechnen. Hier kommt der sogenannte «Formatfaktor» (auch «Crop-Faktor») ins Spiel. Er gibt das Verhältnis des verbauten Sensors zu einem Vollformatsensor an. Ein Beispiel: Wenn Sie gerne eine Normalbrennweite hätten, wäre das bei einer Vollformatkamera etwa 50 mm. Haben Sie nun aber zum Beispiel eine Kamera mit einer kleineren Sensorgrösse, müssen Sie die 50 mm durch den «Formatfaktor» teilen. Bei einer Nikon D3200 wäre das beispielweise der Formatfaktor 1,5 – was bedeutet, aufgerundet müsste das Objektiv ein 35-mm-Objektiv sein für diesen Aufnahmewinkel.

Sie können den «Formatfaktor» entweder selbst berechnen oder Sie konsultieren die Herstellerangaben zur Kamera. Falls Sie dort nicht fündig werden, suchen Sie Ihr Kameramodell einmal bei Wikipedia. In der Faktenbox wird dort meistens der «Formatfaktor» des Modells angegeben.

Lichtstärke

Je höher die Lichtstärke, desto mehr Licht kann durch das Objektiv dringen (wie weit die Öffnung ist, stellen Sie an der Kamera ein). Die Lichtstärke wird auf den Objektiven meist mit beispielweise «1:2,8» oder «f/2,8» angegeben, bei dieser Angabe spricht man von der «Blende». Je kleiner die Zahl nach dem Divisionszeichen, desto Lichtstärker ist das Objektiv – desto weiter lässt sich die «Blende» öffnen. Wenn Sie viel bei dunkleren Lichtverhältnissen fotografieren, empfiehlt sich ein lichtstarkes Objektiv. Die höhere Lichtstärke erkauft man sich mit einem deutlich höheren Preis.

Zu beachten ist, dass die meisten Anbieter für jede Brennweite zwei oder mehr Objektive im Angebot haben, beispielsweise 85 mm f/2.8 und 85 mm f/1.2.

Was ist ein Bildsensor und wie wirkt sich der auf das Bild aus?

(auf Youtube, von «kranzkreativ | Andreas Kranz»)

Video für Physikinteressierte: Wie funktioniert ein CCD-Sensor (Bildsensor bei Digitalkameras)?

   

Was hat der ISO-Wert für einen Einfluss?

Der «ISO-Wert» bezeichnet die Lichtempfindlichkeit. Je höher man den ISO-Wert einstellt, desto höher ist die Spannung auf dem Bildsensor, desto weniger Licht braucht die Kamera. Bei neueren Modellen im Hochpreissegment lässt sich dieser auf über 20'000 einstellen. Aber: Hohe ISO-Werte garantieren nicht, dass ein Bild im Dunkeln gelingt. Denn je höher der ISO-Wert, desto verrauschter wird die Aufnahme – vor allem bei kleineren Bildsensoren oder günstigeren Kameras.

Fotowettbewerb Coopzeitung

Wasserdicht und familientauglich

Die Coolpix S33 von Nikon ist bis zu zehn Metern Tiefe wasserdicht. Die kompakte Digitalkamera verfügt über einen optischen 3-fach-Zoom und schiesst Fotos mit bis zu 13 MP Auflösung. Mit ihr lässt sich auch in Full-HD-Auflösung filmen. Sie hat einen integrierten Blitz sowie Autofokus. Das Motiv wird auf einem antireflexbeschichteten TFT-LCD-Monitor (230'000 Bildpunkte) angezeigt. Die Coolpix ist eine Familienkamera, denn sie hat eine Menüführung für Kinder und eine für Erwachsene. Die Fotos können unter anderem via Micro-USB oder Micro-HDMI-Kabel übertragen werden.

Die Nikon Coolpix S33 ist in Blau, Pink, Weiss und Gelb bei Fust für Fr. 99.90 erhältlich.

Zum Produkt bei Fust

Animationskurzfilme

Die App «Clayframes» animiert dazu, selbst Animationskurzfilme zu produzieren. Mit der Gratis-Testversion können Sie ausprobieren, ob die App auf Ihrem Smartphone funktioniert und sie Ihnen Spass macht. Sie können kostenlos zwei Stop-Motion-Filmchen à je 50 Frames (Bilder) kreieren. Das heisst, Sie schiessen 50 Einzelfotos, Ihnen wird jeweils die letzte Aufnahme transparent angezeigt, damit Sie die Folgeaufnahme geschickt platzieren können. In der Vollversion können Sie unbegrenzt Filme produzieren und haben auch höhere Auflösungen und schon existierende Bilder zur Wahl. Die Filmchen lassen sich teilen.

«Clayframes – stop motion», Fr. 2.99 für Android – Testversion gratis.

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Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Keystone, zVg
Veröffentlicht:
Montag 08.06.2015, 20:45 Uhr

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