Unberührte Regenwälder in den Tropen wie hier in Brasilien stehen unter Druck. 

Kampf gegen Abholzung 

Für die Menschheit sind sie überlebenswichtig. Doch jedes Jahr verschwinden riesige Waldgebiete. Eine Deklaration der Vereinten Nationen will der weltweiten Abholzung ein Ende setzen. 

Klare Luft, sattes Grün, eine Stille, die nur durch Tierlaute unterbrochen wird; der Wald ist Rückzugsort für Tier und Mensch – ob in den Tropen oder bei uns. Doch er ist bedroht. Nach Zahlen FAO, der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, sind in den letzten 25 Jahren rund 129 Millionen Hektar an bewaldetem Gebiet verschwunden. Das entspricht der 30-fachen Fläche der Schweiz.
Die wachsende Bevölkerung trägt zur Abholzung bei: Die Gebiete werden für landwirtschaftliche Zwecke oder Siedlungen gebraucht. So geht etwa die Hälfte der Wälder verloren, weil sie für die Produktion von Palmöl, Soja, Rindfleisch und Papier umgenutzt werden.
Daher wurde im September 2014 am Klimagipfel die freiwillige «New York Declaration on Forests» verabschiedet. Das Ziel: den globalen Waldverlust bis 2020 zu halbieren und bis 2030 ganz zu stoppen. Am 11. Juli 2016 hat auch Coop diese Erklärung unterzeichnet und hilft so aktiv mit, die globalen Wälder zu schützen – was bereits heute mit zahlreichen Massnahmen geschehen ist.

Erste Schritte erfolgreich

So setzt Coop konsequent auf FSC-zertifizierte oder rezyklierte Produkte. Bis Ende 2015 wurde der Anteil an solchem Papier und Holz auf 70,8 Prozent gesteigert. Ausserdem setzt sich das Unternehmen dafür ein, dass Palmöl unter sozialen und umweltgerechten Bedingungen produziert wird und keine Regenwälder mehr dafür gerodet werden. Bis Ende des letzten Jahres stammten bereits 92,7 Prozent des Palmöls in Lebensmitteln sowie über die Hälfte in Non-Food-Artikeln der Coop-Eigenmarken direkt aus nachhaltig bewirtschafteten Plantagen.
Zusammen mit dem WWF tritt Coop zudem schon seit 2004 für nachhaltigen Sojaanbau ein. Heute kommen 90 Prozent des in der Schweiz verfütterten Sojas aus verantwortungsbewusstem Anbau.
Diese Anstrengungen sind notwendig, denn: ohne Wald kein Leben. Mit seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt ist er nämlich wichtige Nahrungsquelle und bietet Millionen von Menschen eine Existenzgrundlage, zum Beispiel in der Forst- und Holzwirtschaft. Der Wald funk-tioniert weiter als natürliche Klimaanlage, speichert riesige Mengen an CO2, gibt lebensnotwendigen Sauerstoff ab und befreit die Luft von Verunreinigungen. Ausserdem arbeitet er als Wasserkraftwerk: Wie ein Schwamm kann er grosse Mengen an Wasser aufsaugen, reinigt es und gibt es langsam wieder ab. Erosionsschutz, Windbremse und die Erhaltung der Artenvielfalt sind weitere wichtige Funktionen.
Auch wenn in vielen Staaten ein Umdenken stattfindet und diese ihre Wälder zum Teil als Schutzgebiete auszeichnen, gibt es viel zu tun – vor allem in Afrika und Südamerika, wo in den letzten Jahren die höchsten Verluste an Waldflächen zu verzeichnen sind.

Hier finden Sie die Tat Nr. 320
Hier finden Sie alle Taten auf einen Blick
Biologischer Obstbau auf Hochstammbäumen (PDF)

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Markus Kohler

Redaktor

Foto:
Rainer Eder, Pino Covino
Veröffentlicht:
Montag 26.09.2016, 16:53 Uhr

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