Vorsicht Hacker: Alte und nicht mehr genutzte Webkonten sind oft eine wahre Datenfundgrube.

Klare Trennung: So schützen Sie sich vor Datenklau

Ungenutzte Webkonten können gefährlich werden: Über Internetdienste oder Webshops kommen Hacker an Ihre Daten.

Erinnern Sie sich noch an das soziale Netzwerk Myspace? Vor einigen Jahren gehörte es zum guten Ton, hier einen Account zu haben. Mittlerweile spielt es kaum noch eine Rolle, die Karawane der Nutzer wanderte weiter zu anderen Communities. Meist aber ohne sich gleich komplett abzumelden, und irgendwann ging die einstige Anmeldung vergessen. Diese alten Webkonten bestehen weiter, und Hacker können die Inhalte ungestört herunterladen. Im schlimmsten Fall wurden dieselben Zugangsdaten für mehrere Webseiten verwendet, sodass unerwünschte Eindringlinge an aktuelle Daten kommen können. Mit Ihren Bankinformationen kauft der Hacker dann im Webshop ein, schickt Ihren Freunden E-Mails unter Ihrem Namen oder verschafft sich Ihre Wohnadresse.

Deshalb ist es wichtig, nicht mehr benutzte Konten komplett zu löschen. Sollten Sie die Passwörter nicht mehr wissen, nutzen Sie die «Passwort vergessen»-Funktion – vorausgesetzt, Sie haben Zugriff auf die einst verwendete Mailadresse. Dann können Sie Passwörter zurücksetzen und das Konto in der Regel einfach löschen.

Nützliche Helfer

Einige Webdienste oder Onlineshops wie etwa Amazon erschweren ihren Kunden den Abschied. Meist hilft dann eine E-Mail an den Anbieter, Abmelde-Anleitungen sind auch online zu finden. Ist eine Abmeldung nicht möglich, löschen Sie alle Daten und hinterlassen Sie ein leeres Konto.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie einen ungenutzten Account später einmal brauchen werden, sollten Sie sich dennoch gegen Datenklau schützen. Beispielsweise können Sie auf Twitter alle persönlichen Informationen und Tweets löschen, Follower blockieren sowie alle Twitter-Accounts entfernen, denen Sie selbst gefolgt sind. Danach wählen Sie ein neues, starkes Passwort, das Sie nur hier benutzen, und ersetzen Sie die Mailadresse durch eine neue – so bleibt das Konto für eine spätere Reaktivierung erhalten, Hacker finden aber nichts Nützliches mehr.

Frühzeitig entrümpeln

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn Sie Ihre Konten bei Twitter oder Facebook regelmässig entrümpeln. Falls es Ihnen zu mühsam ist, einzelne Posts zu löschen, können Sie spezielle Hilfsprogramme (für Twitter und Facebook) nutzen, mit denen sich alle Nachrichten auf einmal oder nur die aus einem definierten Zeitraum eliminieren lassen.

Um künftig kein Konto mehr zu vergessen, sollten Sie sich eine Liste anlegen. Am einfachsten geht das mit einem Passwort-Manager (kostenlos oder benutzerfreundlicher im Abo), bei dem Sie die Zugangsdaten aller Onlinekonten eingeben und als verschlüsselte Datenbank auf dem Computer speichern. Danach benötigen Sie für alle Konten nur noch ein einziges Master-Passwort – bequemer geht es wirklich nicht mehr!

Testen Sie hier, ob Ihre Passwortdaten gestohlen wurden.
Testen Sie hier Ihre Passwortstärke.​

Eingebunkert

Auf PC und Konsole war dieses apokalyptische Strategiespiel bereits ein Riesenerfolg, nun kommt es als App: Um in einer vom Atomkrieg verwüsteten Welt zu überleben, müssen die Spieler so viele Vorräte wie möglich sammeln, in einen befestigten Bunker unter der Erde bringen und diesen in eine möglichst gemütliche Unterkunft verwandeln. Zudem können sie nicht umhin, den spärlichen Schutz des Unterschlupfs hin und wieder aufzugeben, um draussen nach neuen Vorräten zu suchen.

«Sheltered» für iOS/Android, Fr. 4.– , ab 12 J.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Getty Images, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 13.11.2017, 15:49 Uhr

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