«Schwierige» Patienten: Zierfische. Erst recht, wenn diese auch noch besonders klein sind …

Kleiner Fisch ganz gross

Wenn ein Tier nicht in die Tierarzt-Praxis gebracht werden kann, ist auch eine Ferndiagnose möglich. Doch dafür braucht es scharfe Fotos vom kleinen Patienten.

«Behandeln Sie auch Fische?» Diese scheinbar einfache Frage war eigentlich sehr kompliziert. «Speisefische nicht, diese unterstehen einem strengen Gesetz. Bei Zierfischen hingegen habe ich wenige Grundkenntnisse. Wir können es ja mal versuchen.» Meinte ich. Da ein kleiner Fisch kaum in eine Praxis zu bringen ist, wurde mir ein Foto gemailt. Darauf sah man knapp das Fischchen. Durch die Aquariumscheibe blieb er aber unscharf. Der Blitz zeigte als Spiegelbild auch den besorgten Fischbesitzer mit seiner Kamera.

Scharf – bis auf den Fisch
Ich mailte ihm zurück, dass ich, um die Hautveränderungen sehen zu können, bessere Bilder benötigte. Kurz darauf meldete der Computer wieder einen Posteingang. Jetzt sahen die Fotos besser aus. Nur das Fischchen war wieder unscharf. Wieder meine enttäuschende Antwort. Dann las ich mehrere Tage nichts mehr vom Fischbesitzer. Ich dachte nicht mehr daran, als in einem Mail wunderschöne Bilder zu sehen waren. Makroaufnahmen von Blackmollys, in grünen Pflanzen, scharf, als wären die Bilder dreidimen-sional im Raum und nicht durch eine Scheibe geschossen worden. Endlich konnte ich die Hautveränderungen sehen. Ich fragte ihn nach der Aquariumgrösse. Bei Fischen dient die Menge Wasser als Berechnungsgrundlage für die Medikamentenmenge. Auch hatte ich Fragen zu Pumpe, Wasserwerten und zur Reinigung, denn viele Erkrankungen treten erst auf, wenn die Wasserqualität nicht stimmt.

Kurz darauf kamen perfekte Makroaufnahmen von Spinnen, Fliegen und Fischen. Der Besitzer schrieb, dass er das Fotografieren kleiner Tiere entdeckt habe: «Vor dem Haus gibt es so schöne Sujets! Man muss sie nur sehen.» Es habe sich ihm eine neue Welt gezeigt: «Ich wusste gar nicht, dass bei uns gelb-schwarz gestreifte Spinnen wohnen!»

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Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Getty Images, Erhan Günan
Veröffentlicht:
Montag 06.10.2014, 00:00 Uhr

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