Wettkampffieber: In mehreren Ländern wie China, Südkorea oder auch Frankreich ist Gamen eine offiziell anerkannte Sportart.

Klick-Fieber

In mehreren Ländern sind Videogames als Sport offiziell anerkannt. Mit Training und Einsatz lässt sich richtig viel Geld verdienen.

Ein volles Stadion, 20 Millionen Franken Preisgeld – wir sind nicht beim Tennis, sondern bei einem Videogame-Wettkampf in den USA. Wer sich die Profi-Gamer als Sonderlinge vorstellt mit kaltem Kaffee und Pizza, der irrt sich: E-Sportler bereiten sich auf jeden Wettkampf ebenso akribisch vor wie etwa Fussballprofis.In mehreren Ländern, darunter Frankreich, USA, China und Südkorea, sind E-Sports offiziell anerkannte Sportarten, die Wettkämpfe werden im Einzel- und im Mehrspielermodus ausgetragen. Profis können dabei richtig viel Geld verdienen. Vor allem in Asien gelten manche als Superstars – ihre Konterfeis werden von den Fans an die Wand gepinnt wie die von Pop-Musikern.
Der Unterschied zwischen denen, die in der heimischen Stube gamen, und E-Sportlern ist ähnlich wie der zwischen Gelegenheits-Kickern und Fussballprofis: Ohne intensives Training lässt sich nicht viel gewinnen.

Wille und Fleiss

E-Sportler müssen ständig an ihren motorischen und mentalen Fähigkeiten arbeiten. Neben Hand-Augen-Koordination und Reaktionsfähigkeit zählt dazu auch Durchhaltevermögen. Wie wichtig Willen und Fleiss sind, zeigt das Beispiel des Südkoreaners Seung Hyun Park, der sich trotz einer Muskeldystrophie-Erkrankung immer wieder gegen nichtbehinderte Konkurrenten durchsetzen konnte.
In der Schweiz ist das öffentliche Interesse noch nicht so gross, doch auch hier ist Aufbruchstimmung spürbar. Weltweit verzeichnet E-Sport steigende Zuschauerzahlen: Im 2015 sahen 36 Millionen den «League of Legends»-Final, 2016 waren es 43 Millionen.

Wachsender Markt

Wettkämpfe finden in verschiedenen Games statt. Bei «League of Legends» versuchen die Spieler, in eine gegnerische Festung einzudringen und diese zu zerstören. Ähnlich ist das Spielprinzip von «Dota 2». Beim Shooter «Call of Duty» – auf den heimischen Konsolen weit verbreitet – kämpfen Elite-Soldaten um den Weltfrieden. Teilweise bilden historische Schlachten die Kulisse, etwa die grosse Invasion der Alliierten in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs. Beliebt als E-Sport-Game ist auch der Anti-Terror-Shooter «Counter Strike».

Live an der «Suisse Toy»

Mitverfolgen lassen sich die Konsolen-Kämpfe unter anderem auf dem Internetportal Twitch, das laut eigenen Angaben 9,7 Millionen Zuschauer pro Tag hat.
Einen Eindruck davon, wie es bei solchen Events zugeht, vermittelt die «Suisse Toy» in Bern (12. – 15. Oktober), wo die besten Gamer bei der «SwitzerLAN» vier Tage und drei Nächte zocken. Die Startplätze sind seit Wochen ausgebucht – kein Wunder: Es geht um 15 000 Franken Preisgeld.

Schweizer E-Sport-Portal

Alles so schön bunt

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Text:
Michael Benzing
Foto:
AFP, zvg
Veröffentlicht:
Montag 09.10.2017, 10:00 Uhr

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