Knusprig: Zum Apéro gehört ein Bio-Feingebäck

Wie Coop trägt auch die Emmentaler Biscuitfirma die Nachhaltigkeit in der DNA. Das zeigen nicht zuletzt die erlesenen Naturaplan-Klassiker.

Salzgebäck steht bei Kambly in einer langen Tradition. So brachte Oscar J. Kambly, der zweite Patron des Familienunternehmens,  1958 das legendäre Goldfischli auf den Markt. Als erste salzige Bio-Produkte traten 2013 Herzli und Sünneli auf. Wie  diese naturnahen Bio-Sünneli entstehen, erleben wir nun am Produktionsstandort in Trubschachen BE. In der Teigmacherei schüttet Konrad Wälti (44) Fett und Gerstenmalzextrakt in einen riesigen Kübel. Es folgen Mehl, Salz, wenig Zucker, Hefe und Wasser. Alles wird von Hand abgewogen, im Unterschied zur Normalproduktion, wo die Rohstoffe aus grossen Silos maschinell in die Teigkübel gepumpt werden. Bei den Bio-Klassikern ist jeder Bestandteil streng gemäss den Bio-Suisse-Richtlinien zertifiziert.

Paprika nach dem Backen

Bio-Sünneli beim Flug in die Mehrkopfwaage und in die Verpackung.

Bio-Sünneli beim Flug in die Mehrkopfwaage und in die Verpackung.
http://www.coopzeitung.ch/Knusprig_+Zum+Apero+gehoert+ein+Bio_Feingebaeck Bio-Sünneli beim Flug in die Mehrkopfwaage und in die Verpackung.

Die Teigmasse wird von Walzen zum Teigband ausgerollt, dann ausgestochen und in den 42 Meter langen Backofen geschoben. Natürlich variiert die Ofenbandgeschwindigkeit je nach Biscuit, das hergestellt wird. Reto Aebi (41) ist hier als «Linienpilot» für den korrekten Ablauf des Vorgangs verantwortlich. So kontrolliert er, dass die Sünneli nach dem Backen mit der richtigen Menge von Bio-Bäckereifett und Bio-Paprika versehen werden. Für die Abfall- und Ausschuss-Minimierung wird alles getan. «Wenn es optimal läuft, werden aus den 177 Kilo Rohstoffen neben verdampftem Wasser 130 Kilo Sünneli» erklärt Aebi. Eindrücklich verschwinden die fertig hergestellten Sünneli am Ende der Mehrkopfwaage mit modernster Robotik in ihrer ausgeklügelten Verpackung.

Das nie veränderte Bretzelirezept

Das 1526 erbaute «Chüechlihus» in Langnau BE, heute ein Museum, belegt die lange Emmentaler Tradition, zum Kaffee Chüechli, also Kleingebäck wie Guetzli zu servieren. Kambly pflegt diese Tradition seit 108 Jahren und wurde damit weltberühmt: In über 50 Ländern auf fünf Kontinenten sind Kambly-Kreationen zu finden. Heute verlassen pro Tag acht Millionen Stück Biscuits die Anlagen.

Und hier in Trubschachen erliegt man dem Zauber des Feingebäcks besonders. Aus dem früheren Fabrikladen wurde ein «Kambly-Erlebnis-Raum», wo man über 100 Biscuitsorten
probieren und den Durst löschen kann. Höchst vergnüglich bekommt man die Betriebsgeschichte vermittelt und kann gar selber backen.

Oscar A. Kambly (66), Präsident des Verwaltungsrats, erläutert die Firmenphilosophie als einen Mix aus strenger Wahrung der Erfolgsrezepte und lebendiger Innovation. «Qualität ohne Kompromisse» ist einer der Leitgedanken. So leicht sich das sagt, so schwierig war es in beiden Weltkriegen umzusetzen. Oscar R. Kambly, der den Betrieb 1910 gründete, musste zwischen 1914 und 1918 oft auf das Backen der beliebten Bretzeli verzichten, weil nötige Rohstoffe wie Eier oder Zucker rationiert waren. Anders als andere Produzenten, die sich mit Ersatzstoffen behalfen, hielt er ohne Abstriche am Originalrezept fest. «In den 108 Jahren, seit mein Grossvater es niederschrieb, wurde das Bretzelirezept nie verändert», versichert der heutige Firmenchef.

So entstehen die Bio-Sünneli

1 von 10


Bio-Mehl ist der Hauptbestandteil für den Teig der Bio-Sünneli.

Auch Backhefe und Wasser wird von Hand in den Teigkübel eingefüllt.

Dann setzt Konrad Wälti die Teigknetmaschine in Betrieb.

Nach dem Ausstechen wird der überschüssige Teig zurück zum frischen in den Trichter geführt und neu ausgewalzt.

Eintritt der Bio-Sünneli in den 42 Meter langen Backofen.

Einige Minuten sind die Backwaren unterwegs im Ofen.

Hier schüttet «Linienpilot» Reto Aebi Bio-Paprika dazu.

Frisch «gepudert» geht es weiter Richtung Waage.

Durch die Mehrkopfwaage und grammgenau ab in die Verpackung.

Und so finden Sie die Bio-Sünneli in Ihrer Coop-Verkaufsstelle.

Ein Prost auf Naturaplan

Sehr modern ist das Kambly-Energiekonzept mit Nutzung der Abwärme aus dem Backprozess  und reduziertem CO2-Ausstoss. Gleichzeitig, so ist von Generalsekretär Rudolf Winzenried (54) zu erfahren, realisiert die Innovationsabteilung im Wochentakt neue Backwaren für den Weltmarkt. Der letzte Schliff an den Rezepten stammt dabei häufig von Ursula Kambly (64). Die promovierte Chemikerin und begeisterte Hobby-Köchin leitet die strategische Entwicklung und «… ist unser Innovationsgenie», fügt  ihr Mann bewundernd an. Natürlich war sie auch an der Entwicklung der Bio-Mandelgipfeli und der drei Bio-Apéro-Gebäcke beteiligt, die Kambly fürs Coop-Naturaplan-Sortiment herstellt. 

Oscar A. Kambly (rechts) beim Apéro in Trubschachen mit seiner Frau Ursula und Generalsekretär Rudolf Winzenried.

Oscar A. Kambly (rechts) beim Apéro in Trubschachen mit seiner Frau Ursula und Generalsekretär Rudolf Winzenried.
http://www.coopzeitung.ch/Knusprig_+Zum+Apero+gehoert+ein+Bio_Feingebaeck Oscar A. Kambly (rechts) beim Apéro in Trubschachen mit seiner Frau Ursula und Generalsekretär Rudolf Winzenried.

Beim Apéro stossen Oscar und Ursula Kambly mit Rudolf Winzenried zu Ehren von 25 Jahren Coop Naturaplan an. «Mit Coop verbindet uns die gemeinsame Achtung für Mitmenschen und die Natur», erklärt der Kambly-Chef, für den die Produktion von Bio-Gebäck für Coop von Anfang an eine Herzensangelegenheit war.  Er ist zuversichtlich, dass die Einbettung in den Emmentaler Standort und der bewährte Mix von Sorgfalt und Innovation im Sinne seines Grossvaters und Vaters eine gute Zukunft vor sich hat. Die vierte Kambly-Generation steht hierzu schon bereit: Tochter Dania und ihr Mann Nils Kambly, beides promovierte Physiker und passionierte Kulinarik-Freunde, sind letzten Frühling ins Emmental gezogen und brüten in der Biscuitfabrik bereits Neues aus.

  

Les Ficelles aux Tomates et Fines Herbes

http://www.coopzeitung.ch/Knusprig_+Zum+Apero+gehoert+ein+Bio_Feingebaeck Knusprig: Zum Apéro gehört ein Bio-Feingebäck

Bio-Apéro-Sünneli und -Herzli wurden zum 20-Jahr-Jubiläum von Naturaplan ins Sortiment aufgenommen. Jetzt folgt zum 25-Jahr-Jubiläum das dritte Kambly-Salzgebäck in Bio-Qualität. Das Geheimnis des Geschmacks der «Ficelles aux Tomates et Fines Herbes» liegt in der auserlesenen Kräutermischung und den Rohstoffen, die die Standards der Bio-Knospe erfüllen (Fr. 4.20/100 g).

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.










Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Eva Nydegger

Redaktorin der Coopzeitung

Foto:
Peter Mosimann
Veröffentlicht:
Montag 29.01.2018, 09:00 Uhr

Weiterempfehlen:

Verwandte Artikel:

Finden Sie alle Rezepte der Coopzeitung

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?