Hot Stuff – Scharfe Rezepte

Unsere Redaktorin hat für Sie das Rezept für das Rezept «Nordafrikanischer Bohneneintopf» aus dem Kochbuch «red hot chili» ausprobiert. Wie es ihr gelungen ist, erfahren Sie hier …  

Kirsch-Cashew-Muffins – wie er im Buche steht:

Zutaten für 8 Portionen

  • 200 g rote Linsen
  • 100 g Quinoa
  • 1 TL Baharat-Gewürzmischung* (oder eine andere nordafrikanische Mischung)
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Zwiebeln, geschält und gehackt
  • 6 Knoblauchzehen, geschält und zerstoßen
  • 800 g Pizzatomaten
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 1-3 EL afrikanische scharfe Chili- oder Pfeffersauce (z. B. Piri Piri oder Chakalaka), nach Geschmack und Schärfe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 grosser Stängel Thymian
  • 75 g getrocknete Aprikosen, gehackt
  • 75 g Rosinen
  • scharfe rote Chilischoten, gehackt (Menge nach Belieben)
  • 800 g gemischte Bohnen, gegart und abgetropft
  • 400 g Kichererbsen, gegart und abgetropft
  • 2 reife rote Gemüsepaprika, geputzt, von den Samen befreit und in Streifen geschnitten
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Beilage: Couscous, Vollkornreis oder Brot 
Benötigt: ofenfester Schmortopf, mit Deckel 

* z. B. aus Paprika, Kreuzkümmel, Pfeffer, Schwarzkümmel, Piment, Nelken, Koriander, Muskatnuss, Zimt, Knoblauch und Kardamom

Zubereitung

1. Linsen und Quinoa gründlich abspülen und in einen Topf geben. Mit der doppelten Menge an kochendem Wasser übergiessen und aufkochen. Hitze auf ein Minimum reduzieren, Baharat- Gewürzmischung hinzufügen und mit halb aufgelegtem Deckel in 10-15 Minuten fast garziehen lassen, bei Bedarf Wasser zugiessen.

2. Öl in einem Schmortopf erhitzen, Zwiebeln und den Knoblauch darin hell anschwitzen. Mit den stückigen Tomaten und der Gemüsebrühe ablöschen.

3. Afrikanische scharfe Sauce, Lorbeerblätter, Thymian, Aprikosen, Rosinen, Chilischoten, gemischte Bohnen, Kichererbsen und Paprikaschoten dazugeben und gut untermischen. Eintopf kurz aufkochen lassen, dann die Hitze stark reduzieren und für mindestens eine Stunde köcheln lassen, zwischendurch umrühren15 Minuten vor Ende der Garzeit die gekochten Linsen und Quinoa untermischen.

4. Falls der Eintopf zu trocken aussieht, noch etwas Fond angiessen. Er sollte insgesamt eine etwas dickliche Konsistenz haben. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Mit Couscous, Vollkornreis oder frischem Brot servieren.

Mein Tipp: Eine authentische Note bekommt der Eintopf wenn Sie zwei Fataali- Chilis fein würfeln und in einem Extraschälchen auf den Tisch stellen. Ganz Mutige streuen sich die scharfen Würfel über ihren Eintopf. Diese feurigen Habaneras stammen aus Zentralafrika und haben ein wahnsinniges Aroma, wenn sie frisch sind.

Nordafrikanischer Bohneneintopf – wie er zuhause geht:

Dieses Mal habe ich mir meinen Kollegen Vincent zum Kochen geschnappt - zum Glück verbinden uns keine romantischen Gefühle, dann wäre dieses Gericht vielleicht nicht die optimale Wahl gewesen. Warum? Weil da tonnenweise Gas-fördernde Zutaten drin sind: Mindestens drei Sorten Bohnen und dazu noch Kichererbsen.

Die anderen Zutaten sind - bis auf den Quinoa – afrikanischer Natur. Trotzdem findet man sie in jedem grösseren Coop.

Das Rezept selbst lässt sich einfach machen: Quinoa und Linsen in einen Topf, alles andere in einen  Schmortopf (alternativ eine grosse, beschichtete Wock-ähnlichen Pfanne mit Deckel verwenden). Trotzdem sind dann doch etwa 45 Minuten vergangen, bis mal alle Zutaten im Topf waren.

Dabei hat das Abwägen am meisten Zeit gekostet. In Bezug auf die Chili waren wir seeehhhr vorsichtig und haben uns nur getraut 3/4 von einer ziemlichen scharfen Schote dazuzugeben (Vincent hat den Biss-Teste gemacht). Im Endeffekt hätte ich noch mehr vertragen, obwohl ich doch ziemlich sensibel bin, wenns um scharfes Essen geht. Dafür kam die Süsse der Aprikosen und Rosinen besser zur Geltung und geschmacklich war das alles sehr stimmig.

Wir haben für drei Personen (zwei Mädels und einen Jungen) jeweils die Hälfte der angegebenen Menge genommen und noch ein bisschen Reis dazu gekocht. Jeder hat 2- bis 3-Mal zugelangt und dann blieb noch ein Rest, der wohl grad für eine vierte Person gereicht hätte. Wir haben diesen am nächsten Tag (kalt) als Taco-Dip verputzt. Yammmiiii! 

Fazit

Zeitaufwand: 45 Min. Vor- und Zubereitung. 1h köcheln lassen (geht auch länger) – währenddessen abwaschen und plaudern 
Schwierigkeit: einfach
Mengenangaben: stimmt ziemlich genau, Portion = Person
Materialaufwand: Gering
Änderungen: Ich musst sowohl beim Quinoa-Linsen-Gemisch sowie beim Eintopf mehr Flüssigkeit dazugeben. 
Wo ist Achtung geboten: Das es nicht ansitzt  
Wie es gemundet hat: Ein vegetarisches Gericht mit viel Körner und Bohnen, das man sonst selten isst. Die Aprikosen und Rosinen sorgen für einen harmonischen Gegenpol zur Schärfe der Chili.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Ein bisschen mutiger sein und mehr Chili reingeben.
Verdikt:  Schärfstens zu empfehlen!


Impressionen aus der Küche

 

Der britische Fotograf und Chili-Fan Dan May begann 2005 mit dem Anpflanzen von Chilis, um seine Lieblingsrezepte nachkochen zu können. In seinem Kochbuch «Red Hot Chili. Feurige Rezepte» listet May neben allgemeinen Informationen zu Chilis und einer Anbauanleitung natürlich auch all seine Lieblingsrezepte auf: etwa Ingwer-Chili-Trüffelpralinés, scharfes Texas-Chili, scharfen Kartoffeleintopf oder Chili-Konfitüre.

Dan May: «Red Hot Chili. Feurige Rezepte», Fona Verlag, Fr. 29.90.

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Peter Cassidy, Michaela Schlegel
Styling:
Michaela Schlegel
Veröffentlicht:
Montag 01.09.2014, 00:00 Uhr

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