Dinner with Mr. Darcy

Essen Statt Herzschmerz! Jane Austen kreierte eine Welt der Romantik, welche sich nun zu Hause in der Küche nachkochen lässt.

In den Büchern von Jane Austen werden grosse Gefühle, gesellschaftliche Zwänge und rebellische Heldinnen serviert. Essen ist eher Beigemüse, doch in privaten Briefen der Autorin war es oft Thema.

Diesen Rezepten ist die Autorin Pen Vogler nachgegangen und hat das Buch «Dinner mit Mr Darcy» kreiert. Darin findet man Rezepte wie etwa Kräuterpastete oder Bath Buns sowie Verweise auf die Geschichten von Jane Austen. Eine herzhafte Unterhaltung.

In den Büchern von Jane Austen werden grosse Gefühle, gesellschaftliche Zwänge und rebellische Heldinnen serviert. Essen ist eher Beigemüse, doch in privaten Briefen der Autorin war es oft Thema.

Diesen Rezepten ist die Autorin Pen Vogler nachgegangen und hat das Buch «Dinner mit Mr Darcy» kreiert. Darin findet man Rezepte wie etwa Kräuterpastete oder Bath Buns sowie Verweise auf die Geschichten von Jane Austen. Eine herzhafte Unterhaltung.

Pen Vogler: «Dinner mit Mr Darcy. Köstlichkeiten aus Jane Austens Welt.» Verlag Georg D. W. Callwey 2014. Im Handel oder für Fr. 41.90 plus Fr. 5.– Versandkosten unter: www.coopzeitung.ch/shop.

Ein wunderschönes Kochbuch – rein optisch. Und da ich viel oft und gerne lese (jaaa – auch mal Klassiker wie Jane Austen), hat mich das Buch natürlich gleich angesprochen. Als es ans Testen ging, zeigte sich allerdings, dass die meisten Rezepte nicht wirklich auf das schnelle Abendessen im Kleinhaushalt ausgelegt sind. Schweinekeule oder Rebhuhn in Brotsauce sind da irgendwie nicht unbedingt angesagt. Dann halt Kuchen! Und dafür hats einige wirklich verlockende Rezepte im Buch. Ich habe mich schliesslich gegen den Zitronen-Käsekuchen und für den Buttrigen Apfelkuchen entschieden. Eine gute Idee, wie sich herausgestellt hat. Weil er schmeckt und weil ich dabei einiges fürs Leben gelernt habe. Erstens, dass Boskop-Äpfel wirklich superschnell verkochen, statt schöner Apfelstückli hatte ich nämlich binnen Minuten Apfelmus. Zweitens: Muskatnuss im Apfelkuchen ist nicht abartig sondern fein.

Stilgerecht habe ich beim Backen ein Jane-Austen-Hörbuch laufen lassen – aber auch ohne dürfte die Arbeit flink von der Hand gehen. Obwohl mir die Sache mit den nicht wirklich stückigen Apfelstückli etwas gegen den Strich ging (ja, ich gebs zu: Ich bin Perfektionistin – aber ich arbeite dran…), habe ich den Kuchen zu einer Einladung mitgebracht. Der Versuchsrunde gings wie mir: Supersache! Blutorange und Muskat machen den Unterschied zu anderen Rezepten.

Fazit: Ein richtig tolles Rezept. Und dazu noch einfach und ziemlich , schnell
Zeitaufwand: rund eine Dreiviertelstunde, hinzu kommt das Backen. Mengenangaben: Passt – die Menge stimmt für die angegebene Backformengrösse.
Materialaufwand: mittel bis gering
Änderungen: statt dem selber gemachten Teig habe ich gekauften verwendet, man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen.
Wo ist Achtung geboten: Viel falsch machen kann man nicht. Je nach Sorte verkochen Äpfel allerdings recht schnell
Wie es gemundet hat: Super! Man lerne: Muskat und (Blut-)Orange im Apfelkuchen schmeckt toll.Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Die Äpfel in grössere Stücke schneiden und auch etwas weniger lang kochen. Und vielleicht sogar eine etwas festere Apfelsorte verwenden.
Verdikt: Also Backen konnten Sie in England im 18. Jahrhundert - laut Kochbuch stammt das Rezept von 1747.

Das Rezept bezieht sich auf die Emma-Romane von Jane Austen. Emmas Vater – Mr Woodhouse - macht sich immer Sorgen um seine Gesundheit und die seiner Freunde. So verwehrt er seinen Gästen Essen, von dem er denkt, dass es zu fett sei. So warnt er denn auch von folgendem Kuchen, der im Kapitel „Ein altmodisches Nachtmahl für Mr Woodhouse und seine Gäste“ zu finden ist. 

 

Butteriger Apfelkuchen

Zutaten

  • 4–5 Äpfel (z. B. Boskop oder Cox Orange)
  • 30 g Butter und Butter zum Einfetten
  • 2–4 EL extrafeiner Zucker (nach Belieben)
  • ½ TL frisch geriebener Muskat
  • ½ TL gemahlener Zimt (nach Belieben)
  • 1 unbehandelte Orange, Saft und abgeriebene Schale
  • 1 Portion süsser Mürbeteig 
  • 3 Eier, Eiweiß und -gelb getrennt
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

1. Die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. In einem Topf mit 1 EL Wasser weich kochen.

2. Unter die noch heissen Äpfel die Butter, Zucker, Muskat und den Zimt nach Belieben rühren. Orangenabrieb und -saft zugeben.

3. Während die Apfelmischung abkühlt, den Backofen auf 190 °C vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Eine gefettete Tarteform (25 cm Ø) mit dem Teig auslegen.

4. Die Eigelbe in einer Schüssel schlagen und unter die Apfelmischung rühren. Die Eiweisse in einer anderen Schüssel steif schlagen und ebenfalls unter die Mischung heben. Die Eimasse auf den Teig geben und ca. 30 Min. im vorgeheizten Backofen backen, bis die Masse gestockt ist.

5. Kuchen herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und servieren.

 

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Regula Bättig
Styling:
Regula Bättig
Veröffentlicht:
Montag 12.01.2015, 00:00 Uhr

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