Kochbuch-Tipp: Eine kulinarische Weltreise

Man hat die Qual der Wahl: In Falle dieses Kochbuchs muss man sich nicht nur zwischen Fleisch, Fisch und Suppe entscheiden; es buhlt auch Vietnam mit Österreich, dem Maghreb und Peru.

Wer in die Ferne schweift, sieht viel, riecht viel und schmeckt viel. Leider kann man nicht ständig reisen, aber man kann die Welt kochend nach Hause holen: «Eine kulinarische Weltreise» ist dafür ideal. 225 Rezepte aus aller Welt sind darin zu finden – immer ergänzt mit stimmigen Bildern. Und wenn das Fernweh nicht weggeht, so hat man zumindest gut gegessen.

National Geographic: «Eine kulinarische Weltreise», NG Malik Buchgesellschaft mbh, Hamburg 2014. Im Handel oder für Fr. 41.90 plus Fr. 5.– Versandkosten unter: www.coopzeitung.ch/shop.

Einen kurzen Moment verlor ich mich beim Aussuchen eines Rezeptes ja bei den vielen tollen Bildern, die das Buch illustrieren (Venedig! Das wäre echt mal angesagt… blätter, blätter… Ui Brest ist ja auch schön… Und Birma sieht ja toll aus. Ferien!...) Wieder zurück bei der eigentlichen Aufgabe, entschied ich mich für England und Hähnchen Tikka Masala – allerdings nicht ohne das ich mich zuvor noch kurz über die Champagner-Herstellung und die Auster-Zubereitung schlau gemacht hatte.

Sprich. Selbst wenn man nicht kocht (oder kochen mag) bietet einem das Buch einiges. Wer sich ans Kochen macht, kommt um einen Einkauf jedoch kaum herum. Wie die meisten Gerichte des Buchs verlangt das Poulet doch das eine oder andere, was nicht unbedingt zum Grundvorrat einer mitteleuropäischen Küche gehört. Kompliziert ist das Kochen allerdings nicht. Lesen, machen und gut ist. Was schlussendlich auf den Tellern landete, überzeugte. Was will man mehr?

Fazit: Wun-der-bar!
Zeitaufwand: rund 20 Minuten, um die Marinade zu mischen. Das Kochen nachdem das Fleisch einen Tag in der Jogurt-Sauce gelegen hatte, dauerte etwa 30 Minuten.
Mengenangaben: die Hälfte der Zutaten ergab ein perfektes Znacht für zwei.
Materialaufwand: mittel –wenn man nicht jedes der Gewürze eigens kaufen muss.
Änderungen: statt Garam Masala – das im Laden um die Ecke nicht zu kriegen war – habe ich das Delhi Curry von Fine Food genommen. Das Resultat überzeugte.
Wo ist Achtung geboten: Immer brav rühren, wenn man die Zwiebeln und die Gewürze anbrät – sonst könnte was anbrennen.
Wie es gemundet hat: Super! Sogar besser, als etliche Tikka Masalas, die ich in Restaurants serviert bekommen habe.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Nichts. Da passt eigentlich alles.

Verdikt: Ich werde mir das Buch sicher nochmal vornehmen – wenn die restlichen Rezepte ähnlich gut schmecken, lohnt sich das auf jeden Fall.

 

Chicken Tikka Masala

Zutaten

Marinade

  • 50 g Jogurt
  • Saft von 1 1/2 Limetten
  • 2 EL Ingwer, geschält und fein gehackt
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 EL Garam Masala
  • 2 EL Paprika

Fleisch

  • 4 Pouletbrüstchen (à ca. 125 g), in ca. 2.2 cm grosse Würfel geschnitten)
  • Meersalz
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, geschält und fein gehackt
  • 5 grüne Kardamomkapseln
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Kurkuma
  • 1/2 TL gemahlener Chili
  • 500 g Tomaten, geschält entkernt und gewürfelt
  • 1 Jalapeño-Chili in dünne Ringe geschnitten
  • 1,25 dl Rahm
  • 1/4 TL Garam Masala
  • Saft von 1/2 Zitrone

Zubereitung

Für die Marinade Jogurt, Limettensaft, Ingwer, Kreuzkümmel, Garam Masala und Paprika in einer Schüssel vermischen.

Die Pouletbrustwürfel hineingeben und vermischen. Abdecken und im Kühlschrank mindestens 1 bis 2 Stunden ruhen lassen. Den Grill vorheizen. Eine Grillpfanne mit Alufolie auskleiden. Die Poulet-würfel aus der Marinade nehmen, abtropfen lassen und auf einen Teller legen. Salzen, mit 2 EL Öl beträufeln und vermischen. Das Fleisch in die Pfanne geben, diese auf den Grill stellen und die Pouletwürfel auf jeder Seite ca. 3 Minuten bräunen.

Oder: Eine Grillpfanne auf dem Herd bei mittlerer bis starker Hitze erhitzen. Hähnchenfleisch hineingeben und ebenfalls ca. 3 Minuten auf jeder Seite bräunen lassen. Fleisch beiseite stellen. Die restlichen 3 EL Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer beifügen und unter gelegentlichem Rühren 4-5 Minuten garen, bis die Zwiebel weich ist. Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und gemahlene Chili dazugeben unter ständigem Rühren etwa 2 Minuten garen. Tomaten dazugeben und unter gelegentlichem Rühren 5-8 Minuten köcheln lassen, bis sich das Öl trennt. Chili, Rahm und 1.25 dl Wasser beigeben, aufkochen Hitze reduzieren und 8-10 Minuten zu einer cremigen Sauce einkochen lassen Pouletwürfel und Garam Masala beigeben, salzen und noch 8-10 Minuten kochen lassen, bis das Fleisch durcherhitzt ist. Zitronensaft unterrühren und sofort servieren.

Dazu passt: Reis oder Pitabrot.

 

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Foto:
Regula Bättig
Styling:
Regula Bättig
Veröffentlicht:
Dienstag 20.01.2015, 00:00 Uhr

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