Kochbuchtipp: «Gesund kochen»

Betty Bossi ist eine Schweizer Institution. Altbacken ist man deswegen nicht: Das neu erschienene Kochbuch "Gesund Kochen" sorgt für Abwechslung auf dem Teller  - und viel Wissen. 

Das Buch gehört zur Sorte „Kochbuch mit Mehrwert“. Sprich: Neben Rezepten wird einem sonst noch einiges geboten. Waren es beim Kochbuchtipp von letzter Woche („Eine kulinarische Weltreise“ aus dem National Geographic-Verlag) die tollen Bilder, die Lust auf Reisen und ferne Länder machen, so sind es in diesem Fall Wissen und nützliche Tipps zum Thema gesund Geniessen. Alltagsnah sind diese und dennoch keine Plattitüden. Was tun bei Heisshunger auf Süsses? Wie ist das denn nun mit dem Fleisch oder dem Glas Wein? Dass der Grundsatz „keine Verbote, einfach alles mit Mass“ mehr als einmal auftaucht, macht das Ganze sympathisch. Selber reagiere ich auf Hardcore-Gesundheitsbotschaften nämlich allergisch.

Das gilt übrigens auch bei Rezepten. Umso schöner finden sich im Buch keine Dinge im Stile von Dinkel-Grünkern-Aufläufen – sorry, aber für mich klingt sowas immer mässig (g)lustig. Rezepte aber wie der Spargel-Flammkuchen mit Rohschinken oder Lachs auf Blattspinat – beide im Buch zu finden - locken mich umso mehr.

Freude wird vielen auch das Kapitel mit Smoothies, Suppen und Drinks machen. Die zitronige Kürbissuppe hat den Praxistest ebenfall bereits bestande. Und ich freue mich schon auf den Frühling, um mit dem Erdbeer-Rhabarber-Smoothie loszulegen.

Der Rezepttest mit den Falafel beweist mir auch einmal mehr, dass auf die bewährten Betty-Bossi-Werte Verlass ist. Die Rezepte sind auch im neusten Buch übersichtlich, klar und auch für Kochanfänger geeignet. Tolle Sache – zumal auch das Resultat überzeugt.

Zeitaufwand: die angegebenen 40 Minuten haben in meinem Fall nicht ganz gereicht –das Pürieren der Kichererbsen und Raspeln der Rüebli hat etwas mehr Zeit gebraucht.
Mengenangaben: Hungern muss da keiner, im Gegenteil: Eine Portion reicht für ein «Pappsatt plus». Materialaufwand: eher gering.
Änderungen: keine Wo ist Achtung geboten: das Rezept ist recht einfach zu kochen und stellt wenig Herausforderungen
Wie es gemundet hat: sehr, gut!
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: die Tätschli – oder eben Falafel – würde ich eher kleiner machen: ich mag es etwas krosser – also mit mehr Kruste.
Verdikt: relativ schnell, einfach, lecker und doch nicht ganz 08/15– ein tolles Znacht, das für Abwechslung sorgt.

 

Pittabrote mit Falafel

Zutaten

  • 4 Pittabrote 
  • 2 Dosen Kichererbsen, (je ca. 400 g), abgespült, abgetropft
  • 2 EL Olivenöl
  • 200g Rüebli, grob gerieben
  • 50 g geriebener Sbrinz
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Pfefferminze, fein geschnitten
  • ¼ TL Kreuzkümmelpulver
  • ½ TL Salz wenig Pfeffer
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g griechisches Joghurt, nature
  • 1 Gurke, geschält, entkernt und fein gerieben
  • 1 TL Zitronensaft
  • 2 EL Pfefferminze, fein geschnitten
  • ½ TL Salz wenig Pfeffer
  • einige Kopfsalatblätter

Zubereitung

1. Brote nach Angabe auf der Verpackung aufbacken, abkühlen.

2. Kichererbsen mit dem Öl pürieren. Rüebli und alle Zutaten bis und mit Pfeffer daruntermischen, mit nassen Händen zu 12 Tätschli formen.

3. Wenig Öl in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Hitze reduzieren, Falafel-Tätschli portionenweise beidseitig je ca. 5 Min. braten, herausnehmen, warm stellen.

4. Joghurt, Gurke, Zitronensaft und Pfefferminze mischen, würzen.

5. Pittabrote einschneiden, mit Salat, wenig Gurkenjoghurt und Falafel füllen. Restliche Falafel und Gurkenjoghurt dazu servieren.

Ergänzen mit: Kopfsalat.

 

Betty Bossi weiss Rat: Im neuen Buch nicht nur in Sachen Kochen, sondern auch in Sachen Gesundheit. «Gesund kochen – ausgewogen geniessen» bietet 60 gluschtige Rezepte, vom Country-Cervelat bis hin zum Hot Mango Smoothie, die auch für hektische Tage geeignet sind. Hinzu kommt ein Ratgeberteil mit vielen Tipps zum gesunden Geniessen im Alltag – und als Beilage das Rezeptbüchlein «5 am Tag». Tolle Tipps und Infos gibts auch bei den einzelnen Rezepten. Oder wussten Sie, dass Kichererbsen nicht zur Bohnen-Familie gehören? Nicht? Eben.

Hier kann das Buch exklusiv bestellt werden: Buch bestellen »

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Regula Bättig

Redaktorin

Foto:
Regula Bättig
Styling:
Regula Bättig
Veröffentlicht:
Montag 26.01.2015, 14:39 Uhr

Weiterempfehlen:

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Die neusten Kommentare zu Frisch auf den Tisch:

Dieter Eichler antwortet vor zwei Tagen
Granatapfel: Der gekörnte Apfel
Hallo, ich wollte bei COOP St. ... 
Irène Pfändler antwortet vor 2 Wochen
Glühwein 2016
Guten Abend Frau Bättig, ich m ... 
Linda antwortet vor 2 Wochen
Cheesecake: Und alle sagen Cheese … cake
Cheesecake mit Himbeeren: ist ... 


Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?