Kochbuchtipp: «Kochen mit der Maus»

Kinderleicht

Hai wie haben mein Bruder und ich diese Sendung geliebt! Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie wir jeweils am Sonntagmorgen in unseren Pyjamas vor dem ur-alten Fernseher gesessen haben und mit der Maus und dem Elefanten die Welt entdeckten. Auf Sendung ist die Maus übrigens schon seit 1971 und das bis heute erfolgreich. Mehr zu der Maus findet man übrigens auf ihrer Website: www.wdrmaus.de.

Als dann das Kochbuch auf meinem Schreibtisch gelandet ist, haben mich natürlich sogleich nostalgische Gefühle gepackt und gwundrig wie ein Kind darin geschmöckert. Neben gluschtigen und kindertauglichen Rezepten wie etwa «Bunter Nudel-Käse-Salat», «Hefehäschen» oder «Kleine-Affen-Muffins» gibts auch jede Menge mausschlaue Informationen, Basteltipps und Maustricks. Und natürlich Bilder von der Maus und ihren Freunden. Und die sind glücklicherweise immer noch so gezeichnet, wie ich sie in Erinnerung hab.

Nun also zum Rezept: Leider konnte ich grad keine Kinder zum Backen herzaubern. Deshalb habe ich die Hefehäschen mit erwachsenen Händen und kindlichem Gemüt selbst gemacht. Beim Teig herstellen gab es eigentlich nur ein Problem: die Hefe, die in der lauwarmen Milch gehen muss. Da ging nämlich nichts - zumindest nicht in den im Kochbuch angekündigten zehn Minuten. Ich hab der Hefe dann mehr Futter – also Zucker – gegeben. Das hat sie dann zum heben gebracht. Jedoch noch nicht so wahnsinnig wie auf den Bildern. Im Backofen ist der Teig dann aber schön gegangen. 

Das Formen hingegen war nicht ganz so einfach: Nachdem ich die Hälfte des Teiges abgetrennt und in kleinere Teigstücke aufgeteilt hatte (bei mir wurden das nur vierzehn statt wie im Buch beschrieben zwanzig) sollten diese in jeweils zu 15 cm lange Teigrollen gerollt werden. Das war ein bisschen harzig, da der Teig recht gummig war und sich nicht wie beschrieben auf der Unterlage ausrollen liess. Zum Schluss habe ich ihn dann zwischen den Handflächen ausgerollt. Falls man die Häschen also mit Kindern zubereitet, braucht es bei diesem Schritt sicher eine helfende, erwachsene Hand. Die Kugeln für die Köpfchen und die Schwänzchen waren einfacher formbar. Obwohl ich nicht damit gerechnet hätte, habe ich die ganze zweite Teighälfte dafür gebraucht. Also beim Auftrennen des Teiges wirklich darauf achten: eine Hälfte für die Körper und die andere für Köpfe und Schwänzchen. 

Beim Platzieren auf dem Backblech (ich habe zwei gebraucht) darauf achten, genügend Abstand zwischen den Häschen zu lassen, da diese noch aufgehen. Ich habe die Häschen während 30 Min. im Ofen gebacken, was leider ein bissche zu lange war. Also unbedingt spätestens nach 20 Min. mal ein Blick darauf werfen und herausnehmen, wenn sie hellbraun sind. Neben der leicht zu intensiven Bräune haben meine Häschen noch eine andere Deformation während des Backens entwickelt. Und zwar sind durch das Aufgehen die Dimensionen zwischen Koch und Ohren verzogen. Statt schönen Löffel haben sie nun eher so Hörner (siehe Fotos unten). Man lerne also: Beim Formen der Köpfe richtig laaaange Ohren zu ziehen! Ansonsten gibts wie bei mir ausserirdische Hasen. 

Zeitaufwand: Da die Hefe richtige lange zum Aufgehen gebraucht hat, habe ich hier ein bisschen den Überblick verloren. Mit Teigruhenlassen und allem dauerte es aber schon gut 3,5 Stunden, bis ich den ersten Hasen vernaschen konnte.  
Mengenangaben: Bei mir hat der Teig für 14 statt 20 Häschen gereicht 
Materialaufwand: gering 
Änderungen: Damit die Hefe geht, habe ich einen TL statt nur einer Prise Zucker genommen. Für die Augen habe ich statt Rosinen getrocknete Cranberries verwendet. 
Wie es gemundet hat: ein bisschen trocken aber sonst sehr zu empfehlen vor allem mit Konfi oder Nutella. 
Was ich nächstes Mal anders machen würde: Beim Formen der Häschen muss ich noch besser werden. 
Verdikt: Nicht ganz so einfach wie es aussieht, aber es lohnt sich sicherlich. 

 

Hefehäschen

Zutaten (für 20 Hefehäschen)

Für den Hefeteig:

  • ¼ l Milch
  • 1 Würfel (42 g) frische Hefe
  • 75 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • Salz 
  • 2 Eier
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Zum Verzieren:

  • 20 Rosinen
  • 2 Eier (hier reicht ein Ei aus)
  • 2 EL Milch

Zubereitung

1. Milch in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Aufpassen: Sie darf nur lauwarm sein!

2. Hefe in die lauwarme Milch bröckeln, 1 Prise Zucker dazugeben (hier empfehle ich einen TL zuzugeben), zudecken und die Hefe etwa 10 Minuten gehen lassen.

3. Mehl, restlichen Zucker und 1 Prise Salz in eine Rührschüssel geben. Eier trennen, dabei die Eiweisse in einer kleinen Schüssel auffangen und die Eigelbe zum Mehl geben. Backofen auf 50 Grad vorheizen.

4. Hefemilch zur Mehlmischung geben, alles mit den Knethaken des Handrührgeräts kneten, bis der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

5. Backofen ausschalten. Schüssel zudecken und den Teig im Backofen etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er etwa doppelt so groß geworden ist.

6. Teig mit den Händen noch einmal kräftig durchkneten und in 2 Teile teilen. Auf der bemehlten Arbeitsfläche aus dem einen Teil 20 etwa 15 cm lange und 2 cm dicke Rollen formen, aus dem anderen Teil 20 kleine Kugeln mit je 2 Ohren als Köpfe und 20 kleine Kugeln als Schwänzchen formen.

7. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Aus den Teigrollen jeweils den Hasenkörper aufdrehen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und mit etwas Eiweiss Kopf und Schwänzchen ankleben. Als Augen je 1 Rosine hineindrücken. 

8. Eier mit der Milch verquirlen und damit die Häschen bepinseln. Backblech (mit Topfhandschuhen!) auf die mittlere Schiene im Backofen schieben und die Häschen etwa 30 Minuten hellbraun backen (Küchenwecker stellen!).

Impressionen aus der Küche

 
 

«Kochen und backen mit der Maus. Rezepte, Tipps und Tricks für kleine und grosse Maus-Fans»,  Zabert Sandmann Verlag. Im Handel oder für Fr. 14.90 plus
Fr. 5.– Versandkosten unter: www.coopzeitung.ch/shop 

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:

ZS Verlag / Karl Newedel; Michaela Schlegel
Veröffentlicht:
Montag 30.03.2015, 00:00 Uhr

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