einfach genial

Unsere Redaktorin hat eines der Gerichte aus dem Buch selbst ausprobiert. Was ihr dabei alles durch den Kopf ging, lesen Sie hier.

Himmel hilf! Das war mein erster Gedanke beim Durchblättern des Buches. So kochen? Ich?? Never ever! Da kann der Autor noch so beteuern, das sei alles ganz einfach und auch für Hobby-Kochende kein Problem. Der Herr ist Captain der Junioren Koch-Nationalmannschaft und ein Kunstturner findet ja auch, ein Flickflack sei kein Problem. Nur gehöre ich zu den Menschen, die gewisse Prinzipien haben. Eines davon ist: „Sag nie, das kann ich nicht, wenn du‘s nicht versucht hast.“ Na dann! Auf in den Kampf…

Angesichts begrenzter Zeitmöglichkeiten fiel meine Wahl auf die Süsskartoffelsuppe  – zugegeben, verglichen mit Gerichten wie dem Rehrücken im Speckmantel mit Polenta-Thymian-Schnitte oder dem Kaiser-Granat mit Pumpernickel-Erde Wasabimayonnaise, Erdnussbutter und Apfel sicher nicht das anspruchsvollste der Rezepte, aber das dazugehörige Bild löste bei mir trotzdem eine gewisse Ehrfurcht aus.
Das Kochen war dann tatsächlich kein Problem. Das Buch bewegt sich sicher nicht auf dem Niveau eines Tip-Topf oder gar Kochen für Dummies, aber es ist alles klar nachvollziehbar. Bei Rezepten, die komplizierte sind oder anspruchsvollere Kochtechniken verlangen helfen auch kleine Bilder weiter. Zudem bietet Mario Garcia im Glossar auch Hilfestellungen. Für einmal versuche ich – als jemand, der sein Talent eher im Kochen denn im schön Präsentieren des Essens sieht – mich auch im gediegenen Anrichten. Dabei halte ich mich brav an die Tipps im Buch. Und siehe da: Ich bereue beinahe, dass ich keine Gäste zum Znacht eingeladen habe. Kurz darauf bin ich dann aber schon wieder froh, sind da keine Gäste: Grad grad üppig ist die Portion nämlich nicht ausgefallen und die Vorspeise für zwei (mit etwas mehr vom Rotkohlsalat) wird locker allein weggefuttert.

„genial einfach“ bleibt vorderhand in Griffnähe. Die Rezepte sind zwar weder vom Aufwand noch von den Zutaten her (Kalbsfilet hier, Jakobsmuschel da, Entenbrust dort – alles eher edel und teuer) darauf ausgelegt, nach Feierabend noch kurz was zu brutzeln. Aber beim nächsten Mal geht’s ans Eigemachte. Ich versuch mich am Kaiser-Granat!

Fazit
Zeitaufwand: Handgelenk mal Pi etwa 50 Minuten
Mengenangaben: für Spatzen gerechnet – allerdings findet sich das Rezept in der Rubrik Vorspeisen
Materialaufwand: mittel
Änderungen: keine
Wo ist Achtung geboten: Beim schneiden des Rotkohls – zumindest wenn man mit dem Gemüsehobel arbeitet. Mein Ding daheim ist schon sehrsehrsehr scharf, da waren mal wieder Pflästerli gefraft.
Wie es gemundet hat: Mmmmmh! Das mach ich wieder.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Mehr Salat machen, der schmeckt wirklich gut. Und passt sicher auch zu anderen Sachen.
Verdikt: Sich von herausgeputzten Food-Bildern nicht einschüchtern lassen: Das kann ich auch!

Das Rezept wie es im Buche steht:

Zutaten für 4 Personen

Zubereitungszeit: ca. 50 Min.

  • 80 g Zwiebeln
  • 40 g Butter
  • 220 g Süsskartoffeln
  • 250 g Gemüsebouillon
  • 500 g Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 130 g Süsskartoffeln
  • 20 g Butter
  • Salz und Pfeffer
  • 30 g Rotkohl
  • 10 g Balsamico
  • 10 g Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 10 g Olivenöl
  • 40 g Brezel
  • Gartenkresse zum Ausgarnieren

Zubereitung

Zwiebeln klein schneiden und in Butter andünsten. Süsskartoffeln ebenfalls klein schneiden, beigeben und mitdünsten. Mit Gemüsebouillon und Milch auffüllen und weich kochen. Wenn die Kartoffeln weich sind, die Suppe mixen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Zweite Portion Süsskartoffeln sehr weich kochen, abschütten und mit einer Gabel die Butter unterstampfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.  

Rotkohl sehr fein schneiden, Essig und Zucker beigeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Brezel in kleine Würfel schneiden und im Olivenöl knusprig braten

Anrichten
Einen Klecks Kartoffelstampf in die Mitte eines Suppentellers geben, etwas Rotkohlsalat daneben anrichten und einen Büschel Kresse in den Kartoffelstampf stecken. Den Teller so dem Gast servieren und anschliessend die Suppe in den Teller giessen.

 

Für den grossen AuftrittDer 24-jährige Mario Garcia gilt als eines der grossen Schweizer Kochtalente. Sein Buch «einfach genial» macht optisch viel her – was fast schon ein Problem sei: «Die Bilder sehen eigentlich zu gut aus», sagt er.  Denn die Rezepte – von der Süsskartoffelsuppe über den Kaiser-Granat mit Wasabi-Mayonnaise bis zur Crema catalana – seien auch für Nicht-Profis geeignet, drum auch der Untertitel «einfach gekocht & genial präsentiert». Tatsächlich: Wer wagt gewinnt!

Mario Garcia: «einfach genial, einfach gekocht & genial präsentiert», Foto Plus. Im Handel oder für Fr. 52.– www.coopzeitung.ch/shop.

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Regula Bättig

Redaktorin

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Regula Bättig
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Regula Bättig
Veröffentlicht:
Dienstag 25.11.2014, 00:00 Uhr

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