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Matthias Zehnder
schreibt am 22.11.2011 in Editorial


Lassen Sie sich nicht behindern

«Das geht nicht.» Oder: «Das kann ich doch nicht.» Kennen wir alle. Wir stehen immer mal wieder vor einer Wand. Oder einem Graben. Wissen nicht weiter und sagen: «Geht nicht.» und «Kann ich nicht.» Klar: Es gibt immer viele Gründe, warum etwas nicht geht. Ist ja verständlich. Schon in Ordnung. Und dann fällt Ihnen vielleicht die Coopzeitung in die Hände, Sie schlagen die Seite 150 auf und stutzen. Auf dem Bild sehen Sie Christian Lohr, frischgebackener Thurgauer CVP-Nationalrat. Lohr war eines der letzten Contergankinder: Er ist ohne Arme und mit verstümmelten Beinen zur Welt gekommen. Jetzt ist er Nationalrat und damit nach dem Berner Marc F. Suter der zweite Volksvertreter im Rollstuhl überhaupt. Von sich selbst sagt er, er sei ein Mann, der sich nicht behindern lasse. Schon als Kind wollte er Sportreporter werden. Mit 14 schrieb er den ersten Artikel über Handball. Heute arbeitet er als Journalist und Dozent. Er verdient seinen Lebensunterhalt selbst und bezieht keine IV-Rente. Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Sie schauen sich das Bild von Christian Lohr an und schämen sich dafür, dass Sie das letzte Mal, als Sie vor einer Wand oder vor einem Graben standen, so schnell aufgegeben haben.


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