Ein Gesicht aus dem 3-D-Drucker – präsentiert in einem 3-D-Demo-Studio von «Inition» in London.

3-D: Lebensecht aus dem Drucker

3-D-Drucker erobern immer neue Einsatzgebiete. Künftig sollen ganze Häuser aus dem Drucker kommen und Gesichter mittels Genanalysen per Druck reproduziert werden können.

Ambitionierten Amateuren gelang es bereits, mit 3-D-Druck-Technologie einsatzfähige Schusswaffen zu produzieren, die leicht zerlegt und von Sicherheitsdiensten nur schwer entdeckt werden können. Doch es geht auch anders. Mithilfe von 3-D-Druckern kann man bald alle möglichen Gegenstände vor Ort erzeugen. Statt Tinte kommen Kunststoffe, Kunstharze, Keramik oder Metalle aus den Düsen. Allein der Hersteller Objet bietet 107 Materialien an. Sie werden Schicht um Schicht aufgetragen, bis das Objekt fertig ist. Als Vorlage dienen Pläne aus dem Internet oder Fotos ab USB-Stick.

Während professionelle 3-D-Drucker in der Wirtschaft derzeit vor allem für Modelle und Prototypen verwendet werden, sind die Einsatzmöglichkeiten bald noch näher an den Endkonsumenten. Der italienische Lebensmittel-Hersteller Barilla entwickelt mit einem niederländischen Institut Geräte, die an Restaurant-Besitzer verkauft werden sollen. Mit diesen könnten Wirte für ihre Gäste individuelle Pasta direkt vor Ort produzieren: Dem Sprössling zaubern sie Disney-Figuren auf den Teller, während die Liebste mit einer Rose aus Pastateig überrascht wird. Der Hersteller liefert nur noch die Teigpatronen. Originelle Vorlagen erstellt der Gastwirt oder lädt sie aus dem Internet herunter. Die Gäste könnten auch eigene Entwürfe auf dem USB-Stick mitbringen.

Spektakulär ist eine Idee des Teams um Behrokh Khoshnevis, Professor an der University of Southern California. Mithilfe eines riesigen Flüssigbeton-Druckers möchte er künftig ganze Häuser bauen lassen. Ist erst einmal die gigantische Plattform für den Aufbau des Geräts gebaut, soll der Rohbau laut dem Internetmagazin www.rt.com innert 24 Stunden stehen. Das ist allerdings  Zukunftsmusik.

Die Kunststoff-Nachbildung eines Schädels, die Forscher der Neurochirurgie der Universität Malaya (Malaysia) entwickelten, ist bereits gedruckt worden. Am 3-D-Modell aus dem Drucker können Ärzte unter nahezu realistischen Bedingungen neue OP-Methoden testen und der medizinische Nachwuchs kann Eingriffe üben. Das Schädel-Modell besteht aus vielen unterschiedlichen Werkstoffen, um nicht nur Knochen, sondern auch Gehirn und Blut überzeugend nachzubilden.

Einen gesellschaftskritischen Hintergrund hat die Arbeit der US-Künstlerin Heather Dewey-Hagborg. Sie sammelte menschliches Genmaterial von Haaren, weggeworfenen Kaugummis oder Zigarettenstummeln und extrahierte davon in den Labors der New Yorker Universität relevante DNA-Sequenzen. Diese liess sie von Wissenschaftlern auswerten und bekam dann Dateien mit äusseren Merkmalen von Menschen zurück. Daraus fertigte sie lebensechte Porträt-Masken. Die Gesichter sind laut der Künstlerin nicht identisch mit ihren menschlichen Pendants, sondern eher «wie ein möglicher Cousin.» «Schade», wird mancher Kriminalbeamte sagen. Dewey-Hagborg wollte mit ihrem Projekt «Stranger Visions» aber keine Werbung für 3-D-Drucker machen, sondern vielmehr auf Gefahren der genetischen Überwachung hinweisen.

Kurz-Dokumentation über Heather Dewey-Hagborgs Projekt «DNA Portrait»

(von Kari Mulholland, TED)

SRF-Sendung «Einstein» über Fleisch aus dem 3-D-Drucker

3-D-All-in-One-Gerät von Zeus

Inzwischen ist die Forschung schon wieder einen Schritt weiter. Und zwar in Richtung Organe aus dem 3-D-Drucker. Die Zeitschrift Technology Review berichtet über den aktuellen Forschungsstand.

Grossformat-Drucker All-in-One

Der All-In-One-Grossformatdrucker von Hewlett-Packard druckt professionelles Marketingmaterial von Postkartengrösse bis zu A-3-Format. Er kann auch A3 scannen und kopieren. Der Office Jet 7610 druckt bis zu 4800 x 1200 dpi und scannt mit einer Auflösung von 1200 x 1200 dpi. Vorlagen können beispielsweise ab PC kommen – das Gerät verarbeitet auch Fotos und Dokumente ab USB-Stick, Smartphone oder Tablet-PC. Zudem wird der Office Jet per WLAN oder LAN ins Heimnetzwerk eingebunden. Im Betrieb ist er verhältnismässig günstig, laut Hersteller HP sind die Kosten pro Seite 50 Prozent günstiger als bei vergleichbaren Laserdruckern. Die automatische Papierzufuhr kann bis zu 250 Seiten einziehen, der Besitzer muss also nicht dauernd Papier nachfüllen.

Der HP Office Jet 7610 ist unter anderem bei Fust für Fr. 239.90 erhältlich.

Zum Produkt bei Fust

Touch-optimierter Kalender

Der «Touch Calendar» bietet einen guten Überblick über den gesamten Kalender. Dabei muss nicht ständig zwischen verschiedenen Anzeigen umgeschaltet werden, denn diese App bietet eine einzige Ansicht, die mit Blättern und Zoomen verändert werden kann. Zur besseren Übersicht sind die Monate farblich voneinander abgesetzt. Der «Touch Calendar» funktioniert mit Google Calendar und sämtlichen vom Telefon unterstützten Kalendern als Basis. Diverse Einstellungen helfen bei der Individualisierung, beispielsweise lassen sich Farben beliebig festlegen und die Schriftgrösse ist ebenfalls veränderbar.

Die App «Touch Calendar Free» ist kostenlos im Google Play Store erhältlich. Wer mehr Komfort möchte, sollte die Pro-Version «Touch Calendar» wählen. Sie kostet Fr. 3.53 und bietet diverse Widgets, die auf dem Home-Bildschirm eingebettet werden können.

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Text: Michael Benzing

Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Montag 03.02.2014, 09:00 Uhr

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