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Leichtfuss: Flink und wendig

Gegen den Trend ist der neue Swift kürzer – der Platz aber geschickt genutzt.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist

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Autos werden immer grösser. Mit jeder neuen Generation legt ein Modell an Länge und Breite zu, und wenn sich sein Hersteller nicht dem Leichtbau verschrieben hat, auch an Gewicht. Was man beim Fahren bemerkt und auch an der Tankstelle.

Mit der neuen Generation des Swift stellt sich Suzuki gegen diesen Trend. Seit 13 Jahren wird der Kompaktwagen angeboten. Neu nun ein wenig kürzer und ein wenig breiter. Beim Parkieren stört Letzteres nicht wirklich, weil der Kleine noch immer locker in die Lücke passt. Dafür verbessert sich aber die Fahrstabilität. Und man spürt deutlich, dass der Fünfplätzer nur noch 915 Kilogramm wiegt – über 100 weniger. Der Basisbenziner, ein 1,2-Liter-Vierzylinder, leistet wie im Vorgänger 90 PS, doch der Swift wirkt jetzt viel lebendiger und leichtfüssiger. Seinem Namen – englisch für flott – macht er so alle Ehre.

Weil leichte Autos bei der Berechnung der Energieeffizienz benachteiligt sind, reicht es ihm bei einem Werksverbrauch von 4,3 l/100 km nur zur Kategorie D.

Sparsam dank Hybridtechnik

Der modernere und antrittsstärkere Turbo-Benziner mit drei Zylindern und 111 PS liegt bei 4,6 l/100 km und kommt auf ein E. Für 2000 Franken Aufpreis lässt sich aber ein Hybridmodul ordern: Der verstärkte Anlasser treibt ein wenig mit, speist aber vor allem die Bremsenergie zurück in den Lithium-Ionen-Akku – so bekommt der Swift ein C auf der Energieetikette. Beim Vierzylinder ist auch Allradantrieb verfügbar, der das Gewicht zwar um 110 Kilogramm anhebt, den Swift aber zu einem der kleinsten, günstigsten und sparsamsten 4 x 4-Modelle macht.

Am meisten überrascht hat mich das Interieur. Bei kleinen Autos knausern kostensensible Hersteller ja oft beim Interieur, das dann mit spür- und sichtbar günstigem Hartplastik verkleidet wird. Das findet sich auch im neuen Swift, aber man bemerkt es erst auf den zweiten Blick. Ich sitze sogar in der zweiten Reihe bequemer als im Vorgänger, obwohl ein Zentimeter an der Länge fehlt – im Swift wird der knappe Raum überzeugend ausgenutzt. Auch im Kofferraum, der von 265 bis fast 1000 Liter bei dachhoher Beladung fasst.

Gute Ausstattung

Drei Versionen sind lieferbar – vom spartanischen Unico ab 15 990 Franken über Compact+ bis zum Topmodell Compact Top. Rückfahrkamera und DAB+-Radio sind ab mittlerem Niveau an Bord; in der höchsten Stufe kommen noch Navi, LED-Scheinwerfer und zwei zusätzliche Lautsprecher dazu.
Auch wenn er in den technischen Daten ein wenig kürzer geworden ist – optisch wirkt der Swift grösser als der Vorgänger. Sein wie freischwebendes Dach streckt das Auto – toller Trick!

Zusammenfassung

Platzangebot ★★
Komfort ★★★★
Kosten/Nutzen ★★

Motor und Antrieb

  • 3-Zylinder Turbobenziner mit Hybrid-Modul 
  • 1,0 Liter, 82 kW/111 PS 
  • manuelles Fünfgang-Getriebe, Frontantrieb

Verbrauch und CO2

  • 4,3 l/100 km, 97 g/km CO2 

  • Euro 6, Energieetikette C

Preis

ab 19'990 Franken

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zVg
Veröffentlicht:
Montag 09.10.2017, 10:00 Uhr

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