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Stefanie Anderegg
schreibt am 06.03.2012


Letzte Tage in unserem kleinen Paradies

In Laikipia haben wir mit der Ol Malo Lodge einen paradiesischen Flecken Erde gefunden!

Andrew, seine Frau Chyulu, die Eltern Collin und Rocky, unsere Samburu-Guides Hussein und Luia, der umsorgenden George und alle die anderen guten Seelen hier machen mit ihrer ausserordentlichen Gastfreundschaft unseren Aufenthalt unvergesslich. Immer wird der early morning tea serviert, dann das Frühstück beim Pool, worauf neue Abenteuer und überraschende Begegnungen in den gewaltigen Weiten des umliegenden Buschlands locken – zu Fuss über Stock und Stein (und durch den „Elefanten-Highway“) oder hoch zu Kamel. Unsere kleine Karawane macht sich in Richtung Fluss auf, wo wir an einem herrlichen Plätzchen den „Sundowner“ und das BBQ beim Lagerfeuer geniessen und für eine Nacht unter dem wunderbaren afrikanischen Sternenhimmel campieren.

Ein "kurzer" Morgenspaziergang (für Samburus 10 Minuten, für uns rund eine halbe Stunde zu Fuss) bringt uns zur nächstgelegen Schule, wo die Kleinen im Reigen mit Tanzen und Singen auf den Unterricht eingestimmt werden. Man sieht es den Kindern und der Schule an, dass sie mit viel Herzblut geführt wird. Julia, die ebenfalls zur Besitzerfamilie der Ol Malo gehört, lebt für die Samburus und setzt ihre ganze Energie und ihre Mittel für verschiedene Projekte zugunsten der einheimischen Bevölkerung ein. In ihrer mobilen Augenklinik werden wir Zeugen eines chirurgischen Eingriffs bei einer halbblinden Frau: Im Zelt-OP kommentiert der Chirurg für uns die Operation, die das verbleibende Augenlicht erhält und die Lebensqualität erheblich erhöht. Wir sind zutiefst beeindruckt, was hier mit einfachen Mitteln auf die Beine gestellt wurde, was alles bewirkt wird und wie ausserordentlich gut Julia auf die Bedürfnisse der Einheimischen einzugehen vermag.

Mit diesen bleibenden Eindrücken machen wir uns auf den Weg zum Dienstagsmarkt, wo sich die jungen Männer herausgeputzt haben und sich mit ihrem schönsten Schmuck, mit Federn, Perlen, Hennahaar und Speeren wie stolze, farbenprächtige Pfauen präsentieren. Im „Kino“ des Städtchens wird um die Mittagszeit „Rambo“ gespielt und wir staunen nicht schlecht, als das flackernde Licht des Fernsehers im Raum Schweizer Fähnchen und ein Bild vom Schoss Chillon beleuchtet und wir einen rot-weiss gekleideten Samburu-Mann mit Schweizer Uhr und Mütze mit blinkendem Schweizerkreuz entdecken. Eine eigenartige Erscheinung!

Heute Abend sitzen wir jetzt also ein letztes Mal gemütlich zusammen in unserem kleinen Paradies und lauschen den Geräuschen der Nacht. Der Mini-Leopard (eine Ginsterkatze, wie wir gerade gegoogelt haben) leistet uns beim nächtlichen Bloggen Gesellschaft, verschwindet aber gleich wieder unter dem Dach, bevor die Kamera gezückt ist. Beim Packen tönte es vorhin plötzlich aus dem Rucksack und nach einigem Schütteln kam eine zirpende Grille als blinder Passagier zum Vorschein. Und nun lassen wir uns überraschen, bei wem morgen früh das schöne Nashornvogel-Pärchen zu Besuch ist, das im Turnus ans Fenster unserer traumhaften Zimmer klopft…


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