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Silvan Grütter
schreibt am 30.07.2018


Lieber Wilhelm Tell

Mit Patriotismus habe ich es nicht so. Unsere Nationalhymne kann ich nicht besser als Shaqiri und Xhaka – also bestenfalls mitsummen.

Und wenn ich die Wahl zwischen einem Thai-Curry und einem Züri-Gschnätzletem habe, dann
entscheide ich mich immer für das Curry.

Und trotzdem stelle ich mir jetzt, kurz vor dem 1. August, die Frage: Wie würdest Du, lieber Wilhelm Tell, die Schweiz heute sehen? Auffallen würdest Du ja nicht: Mit dem Rauschebart, dem Kapuzen-Shirt und den Sandalen, wie Du sie beim Denkmal von Altdorf trägst, gehst Du locker als Hipster durch. Und die Armbrust auf der Schulter – keine Sorge – die hält man heute für ein Kickboard.

Was Dir auffallen würde: Wir Schweizer müssen nicht mehr in den Himmel hoch zu Gesslers Hut schauen. Die Blicke sind heute gesenkt. Aufs Handy – die Geissel nach Gessler. Was Dich aber freuen würde: Dein Einsatz für das Vaterland hat sich gelohnt. Wir leben in Freiheit und Sicherheit. Und wir teilen diese Freiheit und Sicherheit mit all denen, die sie bei uns suchen. Wie Tadesse Abraham, geboren und aufgewachsen in Eritrea, heute der schnellste Marathonläufer der Schweiz. Seine Geschichte, lieber Wilhelm Tell, liest Du bei uns hier. Und gute Äpfel, lieber Tell, gibt es in jeder Filiale von Coop. In Bio-Qualität, wie damals vor 700 Jahren.

Lieber Wilhelm Tell

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