Mit dem Schenken einer Rose stärken Sie Ihre Partnerschaft – ist sie fair gehandelt, auch die RosenarbeiterIn.

Liebesbeweis: Schenken Sie Freude, doppelt und dreifach

Wer seine Liebsten am Valentinstag mit Fairtrade-Rosen verwöhnt, belohnt auch die Rosenarbeiterinnen in Kenia.

Die Welthauptstadt der Rosen liegt im Westen Kenias und heisst Naivasha. Das gleichmässig warme Klima in diesem Teil Ostafrikas bietet Rosen ideale Bedingungen. Vor dem Valentinstag herrscht hier Hochbetrieb: Tausende von Angestellten schneiden, sortieren und verpacken die schönen Schnittblumen, die rechtzeitig nach Europa und in die Schweiz gelangen sollen. Noch sind nicht alle Rosenfarmen rund um Naivasha und den gleichnamigen See Fairtrade-zertifiziert – aber immer mehr. Und Rosen, die Sie bei Coop kaufen, tragen zu fast 100 Prozent das Gütesiegel von Fairtrade Max Havelaar. Dieses garantiert den Beschäftigten Mutterschutz, geregelte Arbeitsbedingungen und verbesserten Gesundheitsschutz. Mit der Fairtrade-Prämie werden zudem soziale Projekte umgesetzt.

Rosen der Nini Group

Der Naivashasee liegt im Rift Valley, das ist der grosse afrikanische Grabenbruch, der Kenia durchzieht. Die Farm Nini Limited an der Südküste des Sees produziert mit 540 Angestellten jährlich 46 Millionen Rosenstiele. Seit Herbst 2016 bezieht Coop von Nini Fairtrade-Rosen. Der für Blumeneinkäufe zuständige Dieter Müri (51) konnte sich vor Ort davon überzeugen, dass die Nini-Farm vorbildlich geführt ist. «Es gibt zwar Betriebe, die das Max-Havelaar-Gütesiegel schon länger haben», sagt Müri, «aber keine Farm hat die Fairtrade-Vorgaben in so kurzer Zeit so beispielhaft umgesetzt wie Nini-Chef Philip Kuria und sein Team.»
Die Fairtrade-Prämie beträgt generell zehn Prozent des Exportwerts der Rosen. Nini-Manager Philip Kuria (44) liegt viel daran, dass diese Prämie die Arbeiterinnen und Arbeiter direkt und konkret stärkt.

Solarpanel oder Zement?

«Bevor wir 2013 mit der Fairtrade-Prämie das erste Projekt finanzierten, konnte die Hälfte unserer Angestellten weder Auto fahren noch einen Computer oder eine Nähmaschine bedienen», erklärt der Kenianer. Seither gab es bei Nini zahlreiche Kurse, die den Angestellten das Alltagsleben vereinfachen helfen. Auch zur Verbesserung der Wohnsituation wird die Fairtrade-Prämie gern eingesetzt. «Die Arbeiter konnten entscheiden, ob sie für ihr Haus Zement, Eisenblech oder eine Solaranlage möchten», sagt Philip Kuria.

Hilfe für die ganz Armen

Über die Verwendung der Prämien entscheidet bei der Nini Group das «Fairtrade Premium Komitee». Besonders lobenswert ist dessen Entscheid,  behinderte und kranke Mitglieder der Arbeiterfamilien zu unterstützen. Das sind Menschen, die nicht arbeiten und für sich selber sorgen können. «Dass mit der Fairtrade-Prämie Kurse oder Schulen für die Arbeiterkinder finanziert werden, ist üblich», sagt dazu Dieter Müri. Aber dass damit die Ärmsten der Armen unterstützt werden, findet er aus-
sergewöhnlich. Und es ist klar ein Grund mehr, beim Kauf von Rosen darauf zu achten, dass sie das kleine, aber wertvolle Max-Havelaar-Gütesiegel tragen.

Hier finden Sie die Tat Nr. 27
Hier finden Sie alle Taten auf einen Blick

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.










Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Eva Nydegger

Redaktorin der Coopzeitung

Foto:
Fotolia, Batian Flowers Ltd.
Veröffentlicht:
Montag 12.02.2018, 09:48 Uhr

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?