Grosse Dipladenien verwandeln jeden Balkon in ein Blütenparadies.

Liebesfrüchte – Pflanzen aus dem Süden

Manch südländische Fruchtpflanze gedeiht auf einem sonnigen Balkon hierzulande prächtig. So können eigene Passionsfrüchte, Kiwi und Feigen geerntet werden.

Die Passionsfrüchte (Passiflora) tragen die Leidenschaft schon im Namen. Wir kennen hier vor allem ihre auffälligen, rädchenartigen, meist blau-weissen Blüten. Mit etwas Glück bilden manche Sorten im Herbst essbare Früchte. Dafür muss man eine geeignete Sorte auswählen (das sollte auf dem Pflanzenschildchen stehen), und vor allem muss man der Passiflora den wärmsten und sonnigsten aller möglichen Standorte geben. Wachsen sie im Kübel brauchen die meisten der auf spektakuläre Blüten gezüchteten Sorten ein frostfreies Winterquartier. Manche Passifloras überstehen einen nicht zu kalten Winter aber auch draussen. (Auch diese Information sollte auf dem Züchterschild stehen.) Die einigermassen winterharten Passionsblumen frieren im Winter komplett zurück, treiben aber im nächsten Frühjahr meistens wieder aus.

Es braucht jedoch Geduld, denn Passionsblumen sind clever: Vor den Eisheiligen im Mai zeigen sie kein Lebenszeichen. Mitunter warten sie gar bis Anfang Juni und bilden erst dann neue Blätter. Im Sommer blühen sie zuverlässig, und wenn das Wetter ihnen wohlgesonnen ist, können ab September Früchte heranreifen. Diese haben den typischen süss-säuerlichen Maracuja-Geschmack – eine Verführung sondergleichen!

Immer zu zweit

Für sicheren Ertrag kauft man Kiwis am besten immer gleich paarweise.

Für sicheren Ertrag kauft man Kiwis am besten immer gleich paarweise.
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Um eigene Kiwifrüchte ernten zu können, braucht es zwei Pflanzen: ein Männchen und ein Weibchen. Das klassische Kiwi-Traumpaar sind Hayward (weiblich) und Tomuri, aber es gibt auch andere aufeinander abgestimmte Sorten. Inzwischen sind auch sogenannte selbstfruchtbare Kiwizüchtungen erhältlich, die alleine Früchte bilden. Da sie diese ohne Befruchtung ansetzen, bleiben sie recht klein und bilden sich nicht jedes Jahr zuverlässig. Weil Kiwibäume viel Platz brauchen, empfiehlt es sich, immer ein Pärchen zu kaufen und auszupflanzen. Das ergibt mehr und regelmässigeren Ertrag, und wahrscheinlich werden die Kiwi zu zweit auch glücklicher und wachsen sogar besser.

Die süssen Schluckspechte

Feigen sind einfach zu kultivieren und kommen gut alleine zurecht. Sie lieben warmes Klima, am besten gedeihen sie in Weinbau-Gebieten. Trotzdem sind sie winterhart (bis -15 Grad). Junge Pflanzen sollten im Winter mit Vlies geschützt werden. Während die Feigenbäume im Mittelmeerraum von Wespen befruchtet werden, die hier nicht vorkommen, sind die hier erhältlichen Kulturfeigenbäume selbstfruchtbar, ihre Früchte sind reich an gesunden Mineral- und Ballaststoffen. Wichtig ist einfach, dass sie an einem windgeschützten, sonnigen Standort wachsen. Zudem brauchen Feigen jede Menge Wasser! Da ihre grossen Blätter viel Feuchtigkeit verdunsten, sind sie die reinsten Schluckspechte.

Das richtige Substrat
Passionsfrüchte und Feigen im Topf brauchen gut durchlässige Kübelpflanzenerde. Ab und zu düngen ist gut.

Nur die Kleinen im Topf
Kiwi werden gross, deshalb pflanzt man sie am besten direkt in den Gartenboden (ausser die Traubenkiwi).

Achtung Spätzünder!
Winterharte Passionsfrüchte treiben sehr spät aus. Obwohl sie tot wirken, sollte man sie nicht zu früh wegtun!

  

Pflanzenerde

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Am besten Bio
Zum Füllen von grossvolumigen Töpfen eignet sich die Coop Oecoplan Kübelpflanzenerde besonders gut. Pflanzen wie die hier erwähnten Feigen und Passionsfrüchte, aber auch Palmen, Buchs und Bambus, gedeihen in dieser torffreien, leicht alkalischen Erde gut. 25 Liter sind für Fr. 8.50 erhältlich, und zwar in grösseren Coop-Verkaufsstellen und bei Coop Bau + Hobby. Zuzüglich Versandkosten nach Hause lieferbar. Bestellen Sie hier.

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Keystone, zVg
Veröffentlicht:
Montag 07.08.2017, 09:00 Uhr

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