Lohnt es sich, auf den Rappen zu schauen?

Er:

Nein. Es lohnt sich nicht, auf den Rappen zu schauen! Beim Wegschmeissen spart Schreiber zwar mit Verve, genauso aber bei Sonderangeboten, wenn sie Dinge kauft, die wir gar nicht brauchen. Wie vor kurzem etwa einen Paninitoaster. Die Styroporverpackung vermüllte die halbe Küche! Wenn ich hingegen normal gefüllte Abfallsäcke rausstelle, und damit meine ich, dass so viel drin ist, wie Platz hat und nicht mehr, wie bei Schreiber, verbrauche ich übers Jahr vielleicht einige Gebührensäcke mehr. Dafür kaufe ich aber auch keine Küchengeräte, die wir nicht brauchen.

Sie:

Schneider versteht mal wieder alles falsch. Es geht nicht um Rappen, sondern um eine Haltung. Am besten ist natürlich, so zu leben, dass man keinen Müll produziert. Weil das eher schwierig ist, geht es eben darum, verantwortungsvoll mit Abfall umzugehen. Sich damit auseinandersetzen. Sich dem Müll nicht kampflos ergeben. Das nenne ich Effizienz. Einen Gebührensack nur zu drei Vierteln zu füllen und dann den nächsten zu nehmen, ist hingegen ein Zeichen von Gleichgültigkeit. Oder die Kapitulation vor unseren täglich produzierten Abfallbergen.

 

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Er:

Schreiber dreht das Ganze jetzt auf Ideologie. Aber wir reduzieren das Abfallproblem ja nicht dadurch, dass wir Gebührensäcke besser füllen. Am Schluss ist es immer gleich viel Müll, ob wir diesen auf einen oder zwei Säcke verteilen! Mir erscheint ihre Haltung ein wenig wie des Autofahrers, der 40 Kilometer zu einer Tankstelle fährt, weil das Benzin dort drei Rappen günstiger ist als vor seiner Haustüre. Oder wie jemand, der ebenso weit zum nächsten schwedisches Möbelhaus reist, um dort billig Teelichter und Servietten zu kaufen. Kosten sind relativ. Aber daran denkt Schreiber nicht.

Sie:

Er sagt es ganz richtig: Ich spare auch beim Einkaufen. Ob etwas notwendig ist oder nicht, kann er gar nicht beurteilen, denn er würde ewig in den gleichen Hemden und Schuhen herumlaufen. Da er so gesehen nichts kauft, verpasst er also Sonderangebote, Aktionen, Rabatte und so weiter. Er schmeisst zudem mit jedem zusätzlichen Gebührensack unser Geld gewissermassen in den Schlund eines Kehrrichtwagens. Von daher kann er durchaus froh sein, mit einer Optimierungskünstlerin zusammen zu sein, die Geld spart, während sie einkauft.

Wer konnte Sie überzeugen?

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