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Autonomes Fahren:Die am Autosalon in Genf gezeigte Studie Rinspeed «Budii» mit der Technik von morgen.

Ein multifunktionales Display warnt den Lenker vor Gefahren und Übermüdung.

Extravagante Studie: Der selbstfahrende Mercedes F 015.

Wie bei James Bond: Der BMW i3 mit Valet-Parking-Funktion fährt in der Tiefgarage von alleine vor.

Mehr Sicherheit: Sensoren und Software im Auto

Assistenzsysteme Sie erhöhen den Komfort und senken das Unfallrisiko. Aber sie ersetzen nicht die Aufmerksamkeit des Lenkers.

Pilotiertes Fahren: Audi A7 auf Testfahrt vom Silicon Valley nach Las Vegas.

Pilotiertes Fahren: Audi A7 auf Testfahrt vom Silicon Valley nach Las Vegas.
Pilotiertes Fahren: Audi A7 auf Testfahrt vom Silicon Valley nach Las Vegas.

Der Morgenverkehr ist dicht wie immer, aber es läuft auf allen Spuren ganz zügig. Da leuchtet es weiter vorn rot auf. Wenn der Lenker dies zu spät bemerkt, kann es gefährlich werden. Doch ohne dass er die Bremse tritt, verlangsamt sich nun sein Wagen und passt das Tempo dem vorausfahrenden Fahrzeug an. Dieser Lenker hat in seinem Auto moderne Fahrerassistenzsysteme an Bord: Dank Tempomat mit Abstandsregelung und Notbremsassistent lassen sich kritische Situationen vermeiden. Dazu sind solche Fahrzeuge mit Kameras und Sensoren ausgestattet, die das Verkehrsgeschehen rundum überwachen und bei Gefahr den Fahrer alarmieren oder selbstständig reagieren.

Vom digitalen Kopiloten …
Die Technik zur Entlastung des Fahrers ist nicht erst mit den Computern ins Auto gekommen – Servolenkung und Bremskraftverstärker etwa helfen schon seit Langem. Doch erst mit der Digitaltechnik und der Miniaturisierung der Bauteile wurden komplexe Assistenzsysteme möglich, die Verkehrsschilder auswerten und die schmale Silhouette von Fussgängern und Radfahrern sicher erkennen können, die vor dem unbeabsichtigten Überfahren der Fahrbahnbegrenzung warnen oder beim Herannahen eines Fahrzeugs von hinten auf der Nebenspur. Inzwischen ist die Vernetzung so weit fortgeschritten, dass sich Autos im Stau sogar bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit selbstständig fortbewegen können. Das schont nicht nur die Nerven, sondern spart erst noch Sprit. Dasselbe gilt auch für Parkassistenten, die ein Auto auf Knopfdruck in die per Kamera erkannte Parklücke manövrieren. Und diese Dienste sind längst nicht mehr nur der automobilen Oberklasse vorbehalten. Die fortschreitende Popularisierung der Fahrerassistenzsysteme zeigt sich an Modellen wie dem VW Passat, und sie wird nach der Mittelklasse bald auch die Kompaktfahrzeuge erreichen.

«

Wir werden nicht mehr Auto fahren, sondern vom Auto gefahren.»

Ulrich Hackenberg, Technik-Vorstand bei Audi

Das Team um Ulrich Hackenberg (mit der deutschen Flagge) feiert den Erfolg beim Langstreckentest.

Das Team um Ulrich Hackenberg (mit der deutschen Flagge) feiert den Erfolg beim Langstreckentest.
Das Team um Ulrich Hackenberg (mit der deutschen Flagge) feiert den Erfolg beim Langstreckentest.

… zum «Autonomobil»
Wenn Assistenzsysteme den Lenker entlasten, bedeutet dies aber nicht, dass es weniger Aufmerksamkeit braucht. Denn auch diese Technik ist nicht unfehlbar, und wenn es zu einem Unfall kommt, wird letztlich immer der Lenker zur Verantwortung gezogen.
Wie die Zukunft des Autofahrens aussehen wird, hatte Ulrich Hackenberg, heute im Audi-Vorstand für technische Entwicklung zuständig, schon vor einigen Jahren bei einer Medienkonferenz des Schweizer Importeurs Amag vorhergesagt: «Wir werden nicht mehr Auto fahren, sondern vom Auto gefahren.» Was da noch wie ferne Zukunftsmusik klang, ist inzwischen zum Greifen nahe. Nicht nur Forschungsfahrzeuge wie der selbstfahrende Mercedes F 015 kommen ganz ohne Lenker aus. Auch der Internet-Gigant Google hat ein autonom fahrendes Auto für die City entwickelt und bereits im normalen Strassenverkehr getestet. Audi demonstrierte im vergangenen Jahr beim DTM-Finale in Hockenheim das computergesteuerte Fahren am Limit. Und vor fünf Monaten  konnte Ulrich Hackenberg mit seinem Team in den USA die erfolgreiche Testfahrt eines Versuchsfahrzeugs auf Basis des Audi A7 feiern: Der Wagen hatte die 560 Meilen vom Silicon Valley nach Las Vegas ohne Probleme zurückgelegt – weitgehend ohne Eingriffe des Lenkers.

Schlaue Autos

Die meisten Unfälle gehen auf menschliches Versagen zurück. Fahrerassistenzsysteme können dazu beitragen, diese Zahlen zu reduzieren. Innovative Technologien informieren den Fahrer frühzeitig über Gefahrensituationen, so dass dieser schnell und sicher reagieren kann, noch bevor ein Unfall passiert. Die Website des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR) erklärt die Funktionsweise der einzelnen Assistenzsysteme in anschaulichen Videos und mit einem umfangreichen Lexikon.

Weiter zur DVR-Website »

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Martin Winkel

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 01.06.2015, 19:41 Uhr

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