Für schnelle Serienaufnahmen braucht es die richtige Karte in der Kamera.

Messenger-Geflüster

«WhatsApp» und Messenger kommen mit neuen Features, Google startet gleich mit zwei neuen Apps durch.

Beliebteste Kurznachrichten-Anwendung der Schweizer mit weltweit über einer Milliarde Downloads ist derzeit «WhatsApp». Das Programm soll in Bälde mit einer Tagging-Funktion ausgerüstet werden, die Nutzer zu Reaktionen auf Messages anregen soll, in denen sie markiert wurden.

«WhatsApp» und Facebook

Was die Nutzerzahl betrifft, hat selbst Facebook gegenüber «WhatsApp» das Nachsehen, obwohl es für seine Mobilnutzer fast einen Zwang zur Installation seiner Messenger-App einführte und so zahlreiche Neuinstallationen generierte. Noch lässt sich der «App-Zwang» unter Android umgehen, wenn man sich die Nachrichten im mobilen Browser im Desktop-Modus anzeigen lässt.
Die beiden Messenger sind zwar unter dem Firmendach von Facebook vereint. Sie betonen jedoch, ihre Apps trotzdem weiterhin unabhängig voneinander betreiben zu wollen.
Während «WhatsApp» auf Werbung verzichten will, setzt Facebook voll auf die Vermarktung seiner App mit möglichst grossem Nutzen für Unternehmenskunden. So stellte Facebook ein Szenario mit Chatbots von Drittanbietern in Aussicht, das es den Nutzern des Messengers erleichtern soll, via App Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen; ein Chatbot ist ein Programm, das Schlagworte und Fragen in den Nachrichten identifiziert und darauf möglichst passende Reaktionen bereithält.

Google mit zwei neuen Apps

Ebenfalls auf künstliche Intelligenz im Chatroom setzt Hauptkonkurrent Google. Das kalifornische Unternehmen stellte kürzlich zwei neue mobile Messenger vor: Im Messenger Allo liest ein Chatbot mit und unterbreitet laufend Antwortvorschläge, und er analysiert Bilder und schlägt passende Kommentare vor. Fragt sich, wie persönlich und einzigartig sich eine derartige Unterhaltung dann noch gestaltet. Die einzige Möglichkeit, ohne das Bot zu chatten, ist eine Unterhaltung im Inkognito-Modus, wie man ihn schon von Web-Browsern kennt; in diesem Modus soll eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Unterhaltung möglich sein, wie sie «WhatsApp» bereits beinhaltet. Der zweite neue Google-Messenger, Duo, setzt ganz auf eine Videokonferenz-Funktion mit zwei Teilnehmern. Die Messenger sollen im Laufe des Sommers für Android und iOS erhältlich sein.

Demonstration von Allo (Englisch, auf Youtube von «GolemDE»)

Aus für den Oldie?

Wie lange es der bei vielen Android-Phones zwangsinstallierte Nachrichtendienst Hangouts noch macht, sei dahingestellt. Google meint zwar, dass nicht geplant ist, ihn einzumotten. Allerdings werden wohl die zwei neuen Messenger – vor allem Allo mit integrierter AI – den Multifunktionsmessenger auf Dauer ersetzen. Mit Allo ist dem Datenkraken ein Geniestreich gelungen, um an mehr Nutzerdaten zu gelangen, denn es werden kaum alle dauerhaft im Inkognito-Modus chatten. So lässt sich gezielter Geld verdienen mit zielgruppenorientierten Vorschlägen und Angeboten. Die Verschüsselung im Inkognito-Modus spielt sicher dennoch eine tragende Rolle – denn viele Nachrichtenschreiber legen heute Wert auf Sicherheit.

Verschlüsselt chatten mit Schweizer Anbieter

Um einen wichtigen Akteur in der Schweizer Messenger-Szene wird es nach dem Gescheiterten Referendum gegen eine Revision des Bundesgesetzes zur Überwachung der Post und des Fernmeldeverkehrs (BÜPF) spannend: Threema ist ein verschlüsselter Schweizer Messengerdienst mit Servern in der Schweiz. Lanciert im Dezember 2012, steigerte Threema seine Nutzerzahl von 250'000 (Juni 2013) auf über 3,7 Millionen (Juni 2015). Die Gesetzesrevision sieht eine Vorratsdatenspeicherung von rund sechs Monaten ohne begründeten Verdacht vor. Das tangiert natürlich die Privatsphäre von Nutzern erheblich und widerspricht Threemas Grundprinzipien, diese zu schützen. Threema lässt verlauten: «Als Unternehmen werden wir die Lage genauestens analysieren und zu gegebener Zeit unsere Schlüsse ziehen.» Aktuell ändere sich für den Messenger-Anbieter nichts. «Ob und in welcher Form Threema schliesslich durch das neue Gesetz und die Verordnung tangiert wird, wird sich erst noch weisen. Bis es soweit ist, kann noch einiges passieren», schreibt der Messenger-Anbieter in einer Stellungnahme.

Mit scharfer Kurve

Auf rund 86 Zentimeter Diagonale bringt es der Predator-X34-Bildschirm von Acer im curved Design. Predator ist die aktuelle High-End-Linie für Gamer des taiwanesischen Herstellers. Im Monitor sind zwei 7-Watt-DTS-Lautsprecher integriert. Er hat ein 21:9-Format und ist somit extra breit. Der Predator X34 bringt es im Übertaktungsmodus auf 100? Hz bei einer Auflösung von 3440??1440 (60?Hz im Normalmodus). Laut Hersteller hat er eine G-to-G-Reaktionszeit von vier Millisekunden, womit er Gaming-tauglich ist. Er hat einen Blickwinkel von 172 Grad horizontal und 178 Grad vertikal.

Der Predator X34 von Acer ist für Fr.1104.15 bei Interdiscount erhältlich (Preis gültig bis 16. Juli 2016).

Zum Produkt bei Interdiscount

Bildung online

«edX» ist ein Projekt der Harvard University und des MIT (Massachusetts Institute of Technology). Es bietet zahlreiche kostenlose Online-Kurse von Unis an. Gewisse  Kurse lassen sich mit einem Zertifikat abschliessen, wofür dann eine Gebühr anfällt. Um loszulegen, muss man sich registrieren. Es gibt naturwissenschaftliche Inhalte, aber auch Kurse in Computerwissenschaften, Kunst, Sozialwissenschaften, Sprachen, Wirtschaft und Hunderte weitere. Die Kurssprache legt die anbietende Uni fest. Es gibt teils Vorlesungsvideos und Kursunterlagen sowie Online-Foren und mehr. Die App eignet sich eher fürs Tablet. Oder man nutzt die Website am PC/Mac.

«edX» ist gratis für Android und iOS und richtet sich vorgängig an Erwachsene.

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Colourbox, zvg
Veröffentlicht:
Montag 11.07.2016, 15:00 Uhr

Weiterempfehlen:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?