Er:

Ich profitiere rein arbeitstechnisch davon, dass Schreiber unser Auto wartet. Aber trotzdem stört es mich, wenn sie Männerwelten für ihren Auftritt nutzt. Als ich einmal meine Kumpels zum Männerabend eingeladen habe, da wollte doch Schreiber tatsächlich für uns Männer kochen und mitessen. Ich erklärte nochmals, das sei ein Männerabend. Sie zuckte mit den Schultern und meinte: «Na, und, mit mir wird es noch lustiger.» Ja, vielleicht für die anderen, aber nicht für mich. Es bereichert, sich in verschiedenen Welten zu bewegen. Und davon profitiere ich deutlich mehr, als wenn ich immer alles mit Schreiber gemeinsam machen muss.

Sie:

In Männerwelten müssten sich Männer nicht dauernd rechtfertigen, behauptet Schneider. Dann ist eine Männerwelt für ihn also eine Welt, in der keine Fragen gestellt werden, in der man vor sich hin werkeln kann, ohne je gestört zu werden. Das klingt gemütlich, aber auch langweilig. Denn eine Welt wird dann spannend, wenn sie mit Störungen umgehen kann. Und wenn eine Frau in einer Autowerkstatt für Schneider bereits die Männerwelt aus den Fugen stemmt, dann ist mir das nur Recht. Denn wäre ich nicht bereit, meine Welt mit seiner Welt zu mischen, sähe unser Auto wie ein Schrotthaufen aus.

Wer konnte Sie überzeugen?

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