Sie:

Schneider findet, in Geschichten sollte eine Logik erkennbar sein. Das sagt er auch öfters zu mir, meist mit dem Zusatz, dass er in meinem Denken und Tun einfach keine Logik erkennen könnte. Tja, da stellt sich mir nun diese Frage: Wessen Problem ist das? Muss Kunst so simpel sein, damit der Betrachter, in diesem Fall Schneider, sie verstehen kann? Ich finde: Nein. Die Faszination des Rätselhaften macht Kunst – und auch eine Beziehung – spannend. So gesehen bin ich gerne kompliziert und unlogisch, wie Schneider behauptet. Aber dafür wenigstens ganz bestimmt nicht langweilig. Und das darf weder die Kunst noch eine Beziehung sein.

Er:

Kunst soll Fragen stellen... Ja, ja, das höre und lese ich immer wieder. Meine Ansicht läuft dem zuwider. Ich finde: Kunst soll Fragen beantworten. Fragen stellen erscheint mir nämlich viel einfacher, als Antworten zu finden. Und wenn etwas, das handwerklich durchaus grossartig ist, irgendwo im Universum verläuft, ganz ohne konkretes Ziel, ja, dann glaube ich, dass die Künstlerin oder der Künstler einfach keine Ahnung hat, wohin der Weg führt. So gesehen, denke ich manchmal, hat auch Schreiber durchaus das Zeug zur Künstlerin.

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