Natürliche Pflege

Gepflegt Kosmetik auf natürlicher Basis ist gefragt wie nie. Doch was ist eigentlich in der Naturkosmetik drin?

Zitrone

Kaum eine andere Frucht enthält so viel Vitamin C wie die Zitrone. Das aus deren Schale gewonnene ätherische Öl wirkt nicht nur erfrischend, sondern vitalisiert auch die Zellen und hilft, die Haut zu straffen. Zudem wirkt es antiseptisch, antibakteriell und antiviral. Zitronenöl eignet sich auch zur Behandlung von Akne und Hautirritationen.

 
 

Granatapfel-Extrakt

Granatapfel-Extrakt ist reich an Natrium, Kalium und Phosphor. Zudem enthält er Tannin – ein natürliches Antioxidans, das freie Radikale abfängt, die beispielsweise durch UV-Strahlung entstehen können. Weiterhin stimuliert Granatapfel-Extrakt die Regeneration der Hautzellen.

 
 

Avocado-Öl

Avocadoöl enthält Öl-und Linolsäure und ist reich an Vitamin A und D. Die darin enthaltenen rund 10 Prozent Linolsäure haben einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 3–4. Avocadoöl gilt als sehr hautpflegend. Es wird schnell aufgenommen und ist in der Lage, auch in die tiefer liegenden Hautschichten einzudringen.

 
 

Kamillenblüten

Die Kamille ist eine uralte Heilpflanze und gilt als entzündungshemmend und wundheilend. In der Naturkosmetik ist sie wegen ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung in vielen Produkten enthalten, die zumeist auch für besonders empfindliche Haut empfohlen werden.

 
 

Aloe-Vera-Extrakt

Aloe-Extrakt ist ein grosser Feuchtigkeitsspender, der auch antibakterielle Eigenschaften hat. Aloe fördert die Regenera-tion und Heilung von strapazier-ter, angegriffener Haut und hilft, deren Elastizität zu erhalten. Zudem wird Aloe sehr schnell von der Haut resorbiert.

 
 

Bienenwachs

Bienenwachs wird in den Bienenstöcken produziert. Er gilt als ausgesprochen gut verträgliche Fettkomponente in Kosmetikprodukten und wird vorwiegend als Konsistenzgeber und Emulgator eingesetzt. Bienenwachs bildet einen zarten Schutzfilm auf der Haut, was besonders trockener, spröder und auch gereizter Haut entgegenkommt.

 
 

Panthenol

Panthenol, auch bekannt unter Dexpanthenol, gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist wesentlich an den regenerativen Stoffwechselprozessen der Haut beteiligt. Es wirkt feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend, regenerierend und wundheilend. Es verstärkt die Barrierefunktion der Haut und verbessert ihre Elastizität.

 
 

Sanddorn

Das Öl der Sanddornbeeren enthält viel Vitamin C und auch Mineralien, Kalzium und hohe Mengen an Beta-Karotin. Ausserdem ist der orange Farbstoff der Beere ein Radikalfänger, welcher der Haut hilft, sich gegen schädliche Umwelteinflüsse zu wehren. Zudem wirkt Sanddorn hautausgleichend, reizlindernd und regenerierend.

 
 

Olivenöl

In der Naturkosmetik ist Olivenöl ein Klassiker. Aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin E und seiner Fähigkeit, schnell aufgenommen zu werden, eignet es sich zur Pflege von trockener Haut und Haaren. Durch den hohen Gehalt an Polyphenolen, starke Radikalfänger, welche die Zellen schützen, weist Olivenöl eine stark antioxidative Wirkung auf.

Ringelblume

Die zur Familie der Korbblütler gehörende Ringelblume oder auch Calendula genannt, weist pharmazeutisch relevante Inhaltstoffe wie Flavonoide und Carotinoide auf. Ihre wundheilende und ausgleichende Wirkung bei Irritationen oder Entzündungen der Haut machen sie zu einem wertvollen Inhaltstoff in der Naturkosmetik.

Rosmarin

Rosmarin wird nicht nur in der Küche gerne gesehen, sondern auch in der Naturkosmetik. Er stellt den natürlichen pH-Wert der Haut wieder her und wirkt entspannend und beruhigend. Er ist leicht adstringierend, das heisst austrocknend, blutstillend und entzündungshemmend. Er stärkt auch die Haarfollikel und bringt stumpfes Haar zum Strahlen.

Jojobaöl

Jojobaöl ist ausgesprochen oxidationsstabil und enthält Pro-vitamin A und Vitamin E. Durch seine vorteilhafte Zusammensetzung der Fettsäuren ist es für alle Hauttypen geeignet. Es erhöht die Elastizität der Haut und schützt sie vor Feuchtigkeitsverlust. Jojobaöl hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor und wird oft als Basisöl für Sonnenschutzöle verwendet.

Sheabutter

Bei der Sheabutter handelt es sich um das Fett aus den Nusskernen des Sheabaums. Sie weist einen besonders hohen Gehalt an kosmetisch wertvollen Inhaltstoffen auf und wirkt stark rückfettend, beruhigend und glättend. Sheabutter eignet sich für die Pflege von trockener und neurodermitischer Haut. Sie gilt als gut verträglich und entspannt gereizte Haut.

Lavendelöl

Lavendelöl wird aus den Blüten der Pflanze gewonnen. Lavendel wirkt beruhigend. Zudem werden ihm Effekte gegen Entzündungen, Bakterien und Pilze nachgesagt. Beliebt beim Lavendel ist vor allem sein sinnliches Aroma. Zudem wirkt er beruhigend, weshalb er oft auch in entspannenden Badezusätzen zu finden ist.

Weizenkeimöl

Weizenkeimöl ist reich an den Vitaminen E, A, D und F. Es eignet sich besonders für die Behandlung reifer Haut. Zudem ist es reich an ungesättigten Fettsäuren und unterstützt die Elastizität der Haut, da es die Regeneration der Hautzellen stimuliert. Das stark nährende Weizenkeimöl findet aber auch in der Haarpflege häufig Verwendung.

Natürliche Tenside

Tenside sind waschaktive Substanzen, die nicht nur in Waschmitteln, sondern auch in Duschprodukten oder Shampoos enthalten sind. Die Rohstoffe für die in Naturkosmetik verwendeten Tenside basieren auf Pflanzenrohstoffen und sind biologisch schnell abbaubar und zudem besonders gut hautverträglich.

 

Pflege ohne Nebentöne

Naturkosmetik liegt im Trend und verzeichnete in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten. Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold. Viele Hersteller herkömmlicher Kosmetika werben für ihre Produkte mit pflanzlichen Inhaltstoffen und suggerieren damit natürliche Kosmetika. Nur, machen ein paar Tropfen Jojoba-Öl aus einer konventionellen Pflegecreme bereits Naturkosmetik? Und was sind eigentlich die gängigsten Inhaltstoffe von Naturkosmetik?

Die Natur hält alles bereit

Wir fragten Daniel Müller, Importeur führender Naturkosmetik-Marken wie etwa Logona und Sante und ausgewiesener Spezialist der Materie. Was echte Naturkosmetik ausmacht, sind für ihn nicht nur hochwertige und natürliche Inhaltstoffe, sondern vor allem das, was bei Naturkosmetik eben nicht drin ist. «Synthetische Duft- und Konservierungsstoffe, die sich im Körper ablagern können, haben in Naturkosmetik genauso wenig verloren wie etwa Parabene (Konservierungsmittel), Silikone (Füllstoffe, oft als «Hautglätter» verwendet) und noch so einiges anderes», erklärt er. «Ich jedenfalls würde mir nicht eine Creme ins Gesicht streichen, die synthetische Weichmacher enthält und die Haut mittels Produkten aus der Erdölindustrie geschmeidig machen soll.»

Dies muss in den Augen des Fachmannes auch nicht sein. Schliesslich halte die Natur wertvolle pflanzliche Stoffe bereit, die sich die Menschen, je nach Ort und Herkunft, schon seit Jahrtausenden zur Pflege zu eigen machten. Sei das etwa die Aloe Vera in den südlichen Ländern oder die Kamille in unseren Breitengraden. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Naturkosmetik, im Gegensatz zu früher, wo man sich mit selbst gemachten Auszügen aus Pflanzen pflegte, heute durchaus veritable Hightech-Produkte sind. «Aber rein natürliche», wie der Fachmann betont. Sprich: Mit esoterisch angehauchtem «Cremchenmischen» hat die moderne Naturkosmetik nichts zu tun. Hersteller wie etwa Weleda, Logona, Sante oder Naturaline investieren viel in die Forschung, um ihre Pflegeprodukte ständig zu verbessern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten finden in der Naturkosmetik allerdings nur natürliche Zutaten Verwendung. Also beispielsweise Pflanzenöle und -extrakte. Deren Wirkstoffkomplexe regen die Haut zur Selbstregeneration an und versorgen sie mit hochwertigen, pflegenden Substanzen.

Im Gegensatz zu konventionellen Kosmetika, deren Inhaltstoffe sich dem Durchschnittskonsumenten kaum erschliessen, wenn er nicht gerade Chemie studiert hat, arbeitet die Naturkosmetik mit Zutaten, von denen jeder zumindest schon mal gehört hat. Wofür diese Stoffe allerdings stehen respektive, was sie bewirken, wissen jedoch nur wenige. Wir haben deshalb Daniel Müller gebeten, uns die gängigsten Inhaltstoffe der Naturkosmetik und deren Wirkung kurz zu erklären.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Dienstag 15.09.2015, 00:00 Uhr

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