Draussen sein tut ihm gut: Nik Hartmann auf dem Rooterberg an der Kapelle Michaelskreuz.

Nik Hartmann: «Ein Fenster in die Welt der Berge»

Wegweiser Wenn er wandert, ist er in seinem Element, das TV-Publikum folgt ihm in Scharen. Nun bringt er diese Leidenschaft auch auf die Bühne.

Seine Radiostimme ist unverkennbar und im TV ist er seit 2007 das Gesicht der Sendereihe «SRF bi de Lüt». Was er bei den Wanderungen durch die bunte Vielfalt der Schweiz erlebt und entdeckt hat, präsentiert Nik Hartmann (43) ab März in einem Solo-Bühnenprogramm, mit Musik und mit Coop als Sponsor. Zuvor trafen wir ihn auf seinem Hausberg am Michaelskreuz ob Root LU.

 
Jede Woche die neusten Themen im Newsletter! Hier abonnieren »
 

Was hat Sie dazu getrieben, das Wandern auf die Bühne zu verlegen?
Ich muss mich selber immer wieder einmal ein wenig herausfordern. Den direkten Kontakt zum Publikum zu haben, spontan sein zu können – das hat einen grossen Reiz. Die Idee dazu gab es schon lange, aber nun springe ich halt in den Teich – keine Ahnung, ob das Wasser schön wohlig warm ist oder eiskalt.

Der Legende nach ging einst von hier die Christianisierung der Region aus – haben Sie auch etwas Missionarisches an sich?
Wandern kann durchaus spirituell sein, oder sagen wir: inspirierend. Landschaften können Gefühle auslösen, Erinnerungen schaffen. Man verbindet sie mit Erlebnissen. Ich habe das Privileg, dass ich in all den Jahren zeigen konnte, wie schön das ist. Aber daran ist überhaupt nichts Missionarisches. Ich muss den Leuten nicht irgendetwas aufdrücken – es ist mehr das Wecken von Dingen, um die sie schon lange wissen: die einzigartige Vielseitigkeit und Tiefe der Landschaft, der Kultur oder auch der Dialekte, die wir hier haben. Darauf stolz zu sein, ist manchmal ein wenig peinlich, aber wenn man seinen Stolz der Landschaft delegieren kann, ist es okay.

Er übt fleissig Schwyzerörgeli und …

Er übt fleissig Schwyzerörgeli und …
Er übt fleissig Schwyzerörgeli und …

Wie erklären Sie sich die Faszination des Publikums für das Wandern?
Es hat sicher auch etwas mit dem Alter zu tun. Ich mag mich noch erinnern, wenn meine Eltern sagten, «Lueg emal wie schön» – das hat doch damals keinen von uns Kindern interessiert. Ich verstand nicht, dass meine Eltern Freude und Tränen in den Augen hatten wegen einer schönen Landschaft. Mittlerweise weiss ich genau, warum. Je älter man wird, umso mehr hat man ein Auge für solche Dinge.

Geht Ihnen das mit Ihren Kindern auch so?
Bei aller Pubertät und bei allen anderen Interessen, die unsere Kinder haben: Wenn ich sage «Kommt, wir gehen in die Berge» oder wir gehen Ski fahren oder am Sonntagnachmittag in den Wald, gibt es keine Widerrede. Das ist bei meinen Söhnen wohl im Erbgut angelegt: die Lust, draussen etwas zu machen. Dass es guttut und nicht nur eine Farce ist. Zudem mussten sie niemals laufen – es war immer ein Dürfen.

Da hat so mancher andere Erfahrungen. Wieso hört man Ihnen dennoch zu?
Das hat verschiedene Gründe. Mit mir kann man wandern, ohne die Beine zu bewegen – das ist die erste Kategorie und vielleicht die grösste. Aber nicht viel kleiner ist die Gemeinschaft derer, die das tagtäglich macht und dasselbe erlebt wie ich. Der dritte Teil sind Leute, die gerne Wandern würden, aber es nicht können, weil sie rein körperlich, altersmässig oder in anderer Weise eingeschränkt sind. Ich war mir immer bewusst, dass ich diesen Menschen ein Fenster biete in die Welt des Wanderns und der Berge, von der sie vielleicht auch fasziniert sind, die ihnen aber verschlossen ist.

… hält jede Begegnung fest.

… hält jede Begegnung fest.
… hält jede Begegnung fest.

Neben Anekdoten geben Sie auch Musik zum Besten – wie kommt das?
Da meine Mutter Primarlehrerin war, machte ich von klein auf Musik – erst Querflöte, später Saxofon, E-Bass und andere Instrumente. Nach der Matura hätte ich sogar beinahe die Musik zum Beruf gemacht. Das Schwyzerörgeli bekam ich zu meinem 30. Geburtstag und fand nun, dass es ganz gut zu meinem Programm passen würde. Jetzt übe ich intensiv Stücke von Rees Gwerder, einer Innerschweizer Schwyzerörgeli-Legende.

Haben Sie noch andere grosse Ziele vor Augen?
Ich bin noch nicht in dem Alter, dass ich mir selbst etwas beweisen muss. Ich bin extrem zufrieden, wenn ich eine halbe Stunde üben kann, mit den Jungs Playstation spielen oder mit meiner Frau Znacht essen – das ist mir Bestätigung genug. Ich bin nicht so sehr der kompetitive Typ.

Auch nicht beim Kochen?
Nein, wenn ich zuhause bin, koche ich gerne, auch wenn wir Besuch haben. Aber ich muss meine Gäste nicht verblüffen – es muss einfach fein sein. Ich selber esse relativ simpel, und oft muss es schnell gehen. Dennoch hat Essen bei uns einen hohen Stellenwert. Inzwischen macht auch unser Ältester –  Constantin ist 13 – schon wunderbare Gemüsecurrys, und die Küche sieht hinterher auch okay aus. Mehr oder weniger.

Vier Daten im Leben von Nik Hartmann

1996 Er startet als Moderator beim Zürcher Radio 24.
1999 Vom Privatradio wechselt er zu DRS 3, dem heutigen SRF 3.
2005 Erste TV-Erfahrung als Moderator im «Fensterplatz» des Schweizer Fernsehens.
2007 Als Moderator von «SRF bi de Lüt» präsentiert er Schweizer Volkskultur.

Nik Hartmann live

Ab dem 8. März 2016 geht «Nik Hartmann live» auf Tournee durch die ganze Deutschschweiz, unterstützt von Coop als Presenting Sponsor. Profitieren Sie mit der Coop Supercard von 20 Prozent Rabatt auf allen Vorstellungen.
Das Angebot ist limitiert und nur im Vorverkauf gültig!

Vorstellungen «DAS ZELT»:
 - Zürich, 2.4.2016
 - Basel, 2.6.2016
 - St. Gallen, 18.6.2016
 - Brig, 17.9.2016
 - Aarau, 22.10.2016
 - Luzern, 20.11.2016
 - Bern, 18.12.2016
Tickets gibt es bei allen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen, bei Coop City am Kundendienst, über die Ticket-Hotline 0900 800 800 (Fr. 1.19/Min.) oder unter www.ticketcorner.ch. Für den Bezug der Tickets ist die Angabe der Supercard-Nummer (blaue Seite der Karte) erforderlich.

Alle weiteren Vorstellungen:
 - Cham, 8.3. bis 10.3.2016
 - Baden, 8.4.2016
 - Landquart, 9.4.2016
 - Hochdorf, 15.4.2016
 - Uster, 27.5.2016
 - Olten, 29.10.2016
 - Wil, 3.11.2016
 - Winterthur, 4.11.2016
 - Reinach AG, 11.11.2016
 - Thun, 12.11.2016
Tickets gibt es bei allen Starticket-Vorverkaufsstellen, bei Coop City am Kundendienst, über die Ticket-Hotline 0900 325 325 (Fr. 1.19/Min.) oder unter www.starticket.ch. Bitte geben Sie beim Bezug der Tickets die ersten 5 Ziffern Ihrer Coop Supercard ein.

Mehr über «Nik Hartmann live» mit Coop als Presenting Sponsor »

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Martin Winkel

Redaktor

Foto:
Roberto Ceccarelli, zVg
Veröffentlicht:
Montag 22.02.2016, 17:01 Uhr

Weiterempfehlen:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?