Nordmanntanne, Rotfichte oder Plastikbaum, dicht, wohlduftend oder immergrün – welcher Christbaum soll es sein? Kleine Übersicht, damit die Wahl leichter fällt.

O Tannenbaum

Nordmanntanne, Rotfichte oder Plastikbaum, dicht, wohlduftend oder immergrün – welcher Christbaum soll es sein? Kleine Übersicht, damit die Wahl leichter fällt.

Kein Baum, ein Baum, welcher Baum? Diese Fragen führen  in der Vorweihnachtszeit immer wieder zu Diskussionen in der Familie. Früher stand die Rotfichte in den meisten Schweizer Stuben. Dann, in den 80er-Jahren, hielt die Nordmanntanne Einzug ins Wohnzimmer. Seither hält sie aufgrund ihrer guten Eigenschaften unangefochten die Spitzenstellung. Gemäss Schätzungen der IG Suisse Christbaum werden in der Schweiz rund 1,2 bis 1,4 Millionen Bäume verkauft, zwei Drittel davon entfallen auf die Nordmanntanne.

Ob die Wahl auf Rot, Weiss, Blau oder auf jene von Herrn Nordmann fällt, hängt von der persönlichen Vorliebe ab. Wenn der Wunschbaum fürs Fest gefunden ist, stellt sich dann nur noch die Frage: Wie soll der Baum geschmückt werden?

Rotfichte

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(Rottanne, Gemeine Fichte)
Ursprungsgebiet: Mittel- und Nordeuropa
Vorteil: preisgünstig.  
Nachteile: schlechte Haltbarkeit, in warmen Räumen nadelt sie schon nach wenigen Tagen, geht schneller in Flammen auf als andere Arten.
Eigenschaften: Die feingliedrige Rotfichte war bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts der unangefochtene Christbaum, verlor aber mit zunehmender Kaufkraft und erhöhten Ansprüchen der Konsumenten an Attraktivität. Baum mit eher lichtem Wuchs und dünnen Ästen. Grüne bis hellgrüne, steife Nadeln, die leicht stechen und meist rings um die Zweige angeordnet sind. Leichter Tannenduft.

Blaufichte

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(Stechfichte)
Ursprungsgebiet: Nordamerika
Vorteile: stabile Zweige, daher geeignet für schweren Baumschmuck. Die spitzen Nadeln halten Haustiere wie Katzen oder Hunde vom Spielen mit dem Schmuck ab, mittlere Haltbarkeit (circa bis zum Dreikönigstag).
Nachteile: teuer, Nadeln stechen
extrem (beim Transport oder Schmücken Handschuhe anziehen!).
Eigenschaften: gleichmässiger, relativ dichter Wuchs. Die harten Nadeln schimmern – je nach Züchtung – blaugrün bis stahlblau. Durch die Absonderung von ätherischen Ölen verströmt sie einen angenehmen Geruch, daher auch der Übername «Duftkönigin».

Nordmanntanne

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Ursprungsgebiet: Georgien, Kaukasus
Vorteile: lange Haltbarkeit (bis zu fünf Wochen), schöne Optik. Dank der weichen Nadeln ein idealer Familienbaum, auch Kinder können beim Schmücken mithelfen.
Nachteil: relativ teuer (die Tanne wächst im Vergleich zu anderen Arten langsamer, daher der höhere Preis).
Eigenschaften: Die vom finnischen Botaniker Alexander von Nordmann im Jahr 1838 im Kaukasus entdeckte Baumart zeichnet sich durch einen regelmässigen, breiten kegelförmigen Wuchs aus. Sie hat glänzende, tiefgrüne und weiche Nadeln, die fest am Zweig halten und an der Spitze abgerundet sind. Nicht harzende Zweige.

Nobilistanne

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(Pazifische Edeltanne oder Silbertanne)
Ursprungsgebiet: Nordwestamerika
Vorteile: hervorragende, wochenlange Haltbarkeit, so gut wie 100 Prozent nadelfest.
Nachteile: im Preissegment der Nordmanntanne, manchmal etwas schief gewachsen.
Eigenschaften: robuster, schöner Baum (gilt als Königin unter den Weihnachtsbäumen) mit kräftigen Ästen, Zweige etagenförmig angeordnet. Die dichten, nach oben gebogenen Nadeln sind weich und blaugrün, auf der Unterseite silbrig gefärbt. Intensiver Duft.

Weisstanne

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Ursprungsgebiet: Europa
Vorteil: kostengünstig (preislich zwischen Rottanne und Nordmanntanne).
Nachteile: kurze bis mittlere Haltbarkeit, meist grosser Astabstand, daher nicht für viel Baumschmuck geeignet.
Eigenschaften: relativ schwache, eher wenige Äste. Feine, dunkelgrüne Nadeln, die auf der Unterseite weiss sind. Die nicht stechenden Nadeln sind flach und haben eine stumpfe Spitze.

Kunstbaum*

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Ursprungsgebiet: Fernost
Vorteile: anspruchslos in der Pflege, nadelt nicht, hält und hält und …
Nachteil: duftet nicht, Modelle, die täuschend echt aussehen, haben ihren Preis.
Eigenschaften: immergrün, symmetrischer Wuchs, feuerfest.

* erhältlich in ausgewählten Coop-Läden, Coop-City-Warenhäusern und
Coop Bau + Hobby-Filialen.

  

Naturprodukt

Schweizer Baum

Immer mehr Schweizer entscheiden sich bewusst für einen Weihnachtsbaum aus der Schweiz oder aus der Region. Bereits rund 80 Prozent der Coop-Weihnachtsbäume stammen aus einheimischem Anbau. Eine langjährige Zusammenarbeit mit der IG Suisse Christbaum und den Schweizer Lieferanten ermöglicht einen kontinuierlichen Ausbau des Angebots. Die Produzenten halten dabei strenge Richtlinien zur Minimierung von Pestiziden in der Produktion ein. Wer seinen Baum umweltbewusst kaufen möchte, sollte auf das Label Oecoplan achten, das Bio-Suisse-zertifizierte Tannen auszeichnet.

Eine grosse Auswahl an Weihnachtsbäumen gibt es in grösseren Coop-Läden und bei Coop Bau + Hobby im Laden oder online.

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Yvonne Pini-Fertsch

Redaktorin

Foto:
Illustrationen: Anja Denz
Veröffentlicht:
Montag 04.12.2017, 19:55 Uhr

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