1 von 4





Oldschool: Auto ohne Schnickschnack

Statt auf Trends setzt Mazda auf optimierte konventionelle Technik.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist
http://www.coopzeitung.ch/Oldschool_+Auto+ohne+Schnickschnack Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist

Mazda ist wohl der unkonventionellste Autobauer überhaupt. Die Mitbewerber investieren in Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle, in kleine Turbomotoren mit niedrigen Verbrauchswerten – im Prüfzyklus laufen sie nie bei höheren Drehzahlen – und in Karosserien mit Alu- und Carbon-Anteilen.
Und Mazda? Sagt «Nein, Dankeschön» und gibt sein Geld für die Optimierung konventioneller, aber längst nicht ausgereizter Technik aus. Zum Beispiel für Dieselmotoren mit geringer Reibung und niedriger Verdichtung, wie im Mazda CX-5. Weil der Diesel dann besonders sauber verbrennt und wenig Schadstoffe entstehen. Oder für Karosserien aus Stahl, die dennoch leichter als bei vielen Konkurrenten sind – je nach Modell um bis zu 100 Kilogramm. Natürlich wird auch Mazda nicht um die Elektrifizierung herumkommen, aber vorerst scheint das Geld so gut angelegt.
Zumal auch noch hübsche Autos dabei herauskommen. Komplett neu entwickelt wurde der CX-5, aber an welchen Stellen er anders ausschaut, habe ich erst beim Vergleich mit dem direkten Vorgänger bemerkt.

Ein ehrliches Auto

Mir gefällt vor allem die Front, weil die Motorhaube aussieht, als ob sie über den Scheinwerfern schweben würde. Keine Extravanganzen im Interieur – man findet sich direkt zurecht. Statt alle Funktionen per Touchscreen zu bedienen, gibt es noch Tasten für die Klimaanlage. Das Cockpit wirkt angenehm schlank. Ein wenig grösser dürfte der Navi-Monitor aber schon sein. Platz hat man auch in der zweiten Sitzreihe genug und in den Kofferraum passen zwischen 506 und 1620 Liter Gepäck.
Zwei Turbodiesel sind lieferbar mit 150 und 175 PS, und schon der kleinere mit Frontantrieb macht seine Sache gut. Der CX-5 fühlt sich sehr handlich an und er ist ein ehrliches Auto, ohne Fahrprogramme und verstellbares Fahrwerk. Alternativ gäbe es auch Allradantrieb und Benziner zwischen 160 und 194 PS – und zwar ohne Turboaufladung. Aber die Diesel bieten das höhere Drehmoment bei geringerem Verbrauch. Schweizerinnen und Schweizer lieben zwar Automatikgetriebe, aber das manuelle Getriebe passt mir viel besser: leichtgängig, kurze Schaltwege, präzise Führung – fast wie in einem Sportwagen. Und es spart auch noch Sprit.

Wenig Wahlmöglichkeiten

Wenn man sich für eine der drei Ausstattungen entschieden hat, gibt es nur wenige Möglichkeiten zur Aufrüstung. Schade, dass manche Assistenzsysteme so den teureren Versionen vorbehalten bleiben. Für die Basisversion sind nur Metallic-Lack und eine Garantieverlängerung zusätzlich lieferbar. Immerhin: Winterpneus gibt es immer dazu. Das ist auch ziemlich unkonventionell.

Zusammenfassung

Platzangebot ★★
Komfort ★★★★★
Kosten/Nutzen ★★★

Motor und Antrieb

  • 4-Zylinder Turbodiesel
  • 2,2 Liter, 110 kW/150 PS
  • manuelles Sechsganggetriebe, Frontantrieb

Verbrauch und CO2

  • 5,0 l/100 km, 132 g/km CO2 

  • Euro 6, Energieetikette D

Preis

ab 32 100 Franken

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.










Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 03.07.2017, 10:00 Uhr

Weiterempfehlen:




Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?