Phalaenopsis haben langlebige, perfekt geformte Blüten.

Orchideen: Die robusten Dauerblüher

Schmetterlingsorchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. An Feiertagen haben sie ihren grossen Auftritt: Sie eignen sich sehr als Geschenk.

Es gibt ja Zimmerpflanzen, die einem weniger am Herzen liegen als andere. Nun kann es durchaus vorkommen, dass einem genau eine solche geschenkt wird. Und zwar von einer Person, die einem lieb ist. Ich staune manchmal, wie wenig gewisse Leute, die einem nahestehen, dann doch über einen wissen. Anderseits, wann habe ich jemals gesagt, dass ich Schmetterlingsorchideen nicht mag? Eben.
Und so steht sie nun bei mir auf dem Küchentisch, die geschenkte Phalaenopsis, mit Blüten so perfekt und wächsern, als wären sie aus Kunststoff. Von zwei langen Stielen herab guckt sie mich vorwurfsvoll an, was, du magst mich nicht? «Ich weiss, dass dich alle anderen schön finden», sage ich zu ihr. «Du kannst nichts dafür, dass du mir nicht gefällst. Keine Sorge, ich werde nett sein zu dir». Sie scheint mir zuzuzwinkern mit ihren makellos weissen Blütengesichtern.

Genügsame Regenwaldpflanze

Die nächste Zeit versuche ich, mich mit der geschenkten Orchidee anzufreunden. Ich besprühe ihre Blätter und die Holzstückchen, in denen sie wächst, jeden Morgen mit kalkfreiem Wasser. Ich tauche ihren Topf einmal pro Woche in zimmerwarmes, kalkfreies Wasser. Ich kaufe sogar einen speziellen Orchideendünger, von dem ich ein paar Tropfen ins Tauchbecken gebe. In der Natur leben Schmetterlingsorchideen sehr sparsam in den Astgabeln von Regelwaldbäumen in Südostasien, wo sie nur etwas vermoderndes Laub als Nahrung finden. Auf zu stark dosierte Düngersalze reagieren ihre fleischigen Wurzeln sehr sensibel. Darum darf man sie nur sparsam düngen. Auch sonst sind sie äusserst bescheiden. Zudem werden sie auf Blühfreudigkeit und Robustheit gezüchtet und können heute im Labor günstig aus Gewerbekulturen vermehrt werden. Das sind die Gründe, warum sie millionenfach gekauft werden und bei jedem Zahnarzt auf dem Tresen stehen.

Fleissig am Blühen

Mit jedem Tag wird meine Phalaenopsis lebendiger. Die Stiele biegen sich, die oberen Knospen beginnen sich zu öffnen. Am Morgen schaue ich als Erstes, wie es meiner Schmetterlingsorchidee geht. Als der erste Stiel verblüht, bilden sich an der Basis schon neue Knospen. Ich warte also ab mit Zurückschneiden. Erst als der Stiel vertrocknet ist, kürze ich ihn. Und dann öffnen sich auch schon die nächsten Blüten – so eine Schmetterlingsorchidee ist ein pflanzliches Perpetuum mobile! Ich würde immer noch nicht behaupten, die Phalaenopsis sei meine Lieblingspflanze. Aber inzwischen habe ich mit ihr so viele Gespräche am Küchentisch geführt, dass ich sie, sagen wir mal, ganz o.k. finde. Und wer weiss, vielleicht verschenke ich bald selber die eine oder andere Schmetterlingsorchidee …

  

Mitbringsel

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Dschungelschönheit

Ob mit oder ohne Verzierung, Schmetterlingsorchideen machen fast endlos lange immer und immer wieder Freude. Die gezeigte Silvester-Phalaenopsis kostet bis 31. Dezember Fr. 24.95 (statt Fr. 29.95). Wer es noch etwas üppiger will, findet ähnliche, ebenfalls dekorierte Orchideen im runden Keramikübertopf für Fr. 34.95.

Die Auswahl an Schmetterlingsorchideen ist in grösseren Coop-Verkaufsstellen das ganze Jahr hindurch riesig.

Drei Tipps zur Phalaenopsis

Keine Sonne bitte!
Alle Orchideen brauchen einen hellen Standort, aber  direkte Sonneneinstrahlung mögen sie gar nicht. 

Mit Wasser besprühen
Sie mögen es feucht, vertragen aber keinerlei Staunässe. Zum Giessen eintauchen und abtropfen lassen.

Dekorationstipp
Mit Tannzapfen, Ästen oder Glaskugeln kann man Orchideen sehr schön in Schalen arrangieren.

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Fotolia, Beatrice Thommen-Stöckli
Veröffentlicht:
Dienstag 26.12.2017, 09:46 Uhr

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