USB-Sticks aus fremder Quelle sind ein potenzieller Gefahrenherd.

Sicherheit: So begegnen Sie Gefahren aus dem Internet

Unvorsichtiges Verhalten der Computernutzer macht den Internet-Kriminellen das Leben leicht. Eine neue Gefahr geht laut deutschen Forschern von USB-Sticks aus.

Der Schreck ist gross: Unbekannte haben Ihr Konto gekapert und auf Ihren Namen Waren bei einem Onlinehändler bestellt. Vorher wurde natürlich die gefälschte Adresse des Empfängers geändert. Mit der wachsenden Verbreitung sowie dem verbesserten Zugang zu neuen Medien steigt auch die Internetkriminalität. Wer jedoch einige Verhaltensregeln befolgt, erhöht die Sicherheit erheblich.

Gefährliche Sticks

Man sollte sich genau überlegen, von wem man einen USB-Stick annimmt, den man an den Rechner anschliesst. Ist der Stick mit Viren oder Trojanern verseucht und kein Schutz auf dem Computer vorhanden, können Hacker voll auf das System zugreifen. Noch beunruhigender ist, was deutsche Forscher der Security Research Labs jetzt herausgefunden haben: Via Software verwandelten sie einen USB-Stick in ein Trojanisches Pferd. Der Trick: Er meldet sich am Computer nicht als Stick, sondern als Tastatur oder Maus an. Tastatur und Maus befehlen dem Computer. So kann der Trojaner jedes System infizieren, mit dem er künftig in Verbindung kommt. Auch Linux- oder iOS-Geräte können attackiert werden, ohne dass Firewall  oder Virenscanner etwas bemerken. An zuverlässigen Lösungen wird gearbeitet.

Surfen in bedrohlichen Gefilden

Ein beliebtes Angriffsziel ist der Internet-Browser. Viele Nutzer surfen von Seite zu Seite, ohne sich Gedanken über deren Sicherheit zu machen. Alleine durch den Besuch einer Website kann Schadsoftware heruntergeladen werden.  Schutz bieten Scriptblocker wie die Firefox-Erweiterung «NoScript». Für Chrome gibt es alternativ «Scriptblock», Nutzer des Internet Explorers können die Sicherheit in den Einstellungen erhöhen: Mindestens der «SmartScreen» und der «ActiveX-Filter» sollten aktiviert sein. Lassen Sie sich nie von Fremden, etwa in sozialen Medien oder Chats, auf unbekannte Seiten locken.

Passwortfalle

Zugangsdaten wie Benutzername oder Passwort auf keinen Fall herausgeben! Zwar fälschen Kriminelle vermeintliche Mails von der Bank immer besser, doch kein seriöses Institut würde diese Daten von seinen Kunden verlangen.

ZUSÄTZLICHE TIPPS

Browser-Cache leeren

Die wachsende Zahl von Onlineshoppern macht diesen Bereich für Ganoven interessant. Während die Kunden im realen Umfeld zumeist einen gesunden Menschenverstand an den Tag legen, verhalten sich viele im virtuellen Raum deutlich leichtsinniger. Ein vermeintliches Superschnäppchen erstickt oft jegliches Misstrauen im Keim. Das kann den Einkäufer teuer zu stehen kommen, denn die mit Kreditkarte bezahlte Ware kommt unter Umständen  nie an oder – noch schlimmer - die Kreditkarte selbst wird anschliessend missbraucht. Deshalb der Tipp: Achten Sie auf die Seriosität des Anbieters. Dazu gehört die genaue Überprüfung des Impressums und der Abgleich der Daten mit dem Telefonbuch. Nach einer erfolgreichen Bestellung sollte man sich ordentlich abmelden und den Cache in den Browser-Einstellungen löschen. Das gilt selbstverständlich auch fürs Onlinebanking.

Passwörter verwalten

Webshops, Computerzugänge, Onlinebanking, soziale Netzwerke oder Firmenserver lassen die Anzahl der Benutzernamen und Passwörter in die Höhe schnellen. Viele machen es sich einfach und wählen immer dasselbe Passwort. Das ist zwar einfach, macht Hackern das Leben aber sehr einfach. Haben sie ein Konto erst einmal geknackt, können auch andere Zugänge leicht gekapert werden. Am besten greift man deshalb zu einem sogenannten Passwortmanager wie dem gratis erhältlichen «KeePass». Diese Software erstellt und speichert die Zugangsdaten verschlüsselt, so muss man sich nur noch das Master-Passwort merken.

Wer ist meine Download-Quelle?

Unbedarfte Software- und Treiber-Downloads gehören ebenfalls zu den grossen Verhaltensfehlern von Computernutzern. Sie sollten nur vom Hersteller bezogen und anschliessend mit einem Antivieren-Scanner geprüft werden. Wer all diese Verhaltenstipps befolgt, bewegt sich ein gutes Stück sicherer in der digitalen Welt.

Schutzsoftware für PC und Smartphone

Ein guter Virenschutz alleine genügt nicht, eine Firewall sollte auch mit an Bord sein. Im neuen «Kapersky Internet Security 2015»-Softwarepaket ist sie inklusive. Zusätzlich zum PC lässt sich auch ein Android-Mobilgerät mit dieser Software schützen. Neben Viren werden andere Bedrohungen erkannt, zum Beispiel schützt das Paket die Identität beim Online-Banking oder -Shopping. Zudem werden gefälschte und sonstige gefährliche Webseiten erkannt. Die Software bietet zusätzlich einen Modus zum Schutz von Kindern im Internet.

Das «Kaspersky Internet Security 2015»-Softwarepaket in der Limited Edition mit einer Jahres-Lizenz für je einen PC und ein Androidgerät ist bei Microspot.ch für Fr.32.– erhältlich.

Kapersky Internet Security 2015 – Limited Edition bei Microspot.ch

Punktefresser

Pac-Man gehört zu den absoluten Klassikern unter Spielefans. Bereits in den 80er-Jahren begannen die gefrässigen Hungermäuler ihren Siegeszug. In keiner Spielhalle durften sie fehlen. Ihre Popularität ist bis heute geblieben. Bandai Namco bringt das Kultspiel jetzt in einer originellen Variante auf Smartphones und Tablets. Neu lässt sich der Punktefresser in «Pac-Man Friends» nämlich nicht nur durch die engen Gänge lotsen, sondern auch im freien Raum bewegen. Der Spieler muss in den knapp 100 Labyrinthen immer wieder versuchen, Aufgaben zu lösen und Hürden zu überwinden.

«Pac-Man Friends» gibt es kostenlos im Google Play Store, die iOS-Version kostet fünf Franken.

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Text: Michael Benzing

Foto:
Alamy, Sophie Rouge, zvg
Veröffentlicht:
Montag 15.09.2014, 14:00 Uhr

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