Fuchsien sind dekorativ – umso mehr als es sie in enorm vielen Variationen gibt.

Pflanzen für dunklere Plätze

Bunt Filigran und fröhlich: Im Schattengarten oder in den kaum besonnten Ecken des Balkons tanzen Fuchsienblüten, Salomonssiegel und Farne um die Wette.

Nicht allen Gewächsen bekommt die volle Sonne. Zum Glück gibt es Pflanzen, die sich auf einem schattigen Balkon oder in einer dunklen Gartenecke viel wohler fühlen. Zu den beliebtesten Schattenblüherinnen gehören die Fuchsien. Es gibt unzählige Züchtungen in diversen Farbkombinationen von Weiss über Rosa und Lila bis zu kräftigem Purpur und Violett. Auch die Grösse der Pflanzen und Blüten variiert stark. Manche Miniaturfuchsien blühen nur fingerhutgross, andere bilden bis zu kinderfaustgrosse Blüten. Alle tanzen sie an zarten Stielen schon im leisesten Wind. Diesen Sommer will ich in unserem schattigen Staudenbeet drei oder vier pinkige Lollypop-Fuchsienbäumchen pflanzen, weil die so fröhlich wirken.
Auf unserem schattigen Küchenbalkon kultiviere ich kleinere Fuchsien in Eternitkistchen, die an der Brüstung hängen. Fuchsien kommen auch in Töpfchen auf dem Fenstersims gut. Was man wissen muss: Je kleiner die Gefässe sind, desto rascher trocknet die Erde aus. Und wie die meisten Schattenpflanzen mögen es die Fuchsien gerne feucht, aber nicht allzu nass. In kleineren Töpfen brauchen sie zudem regelmässig Nahrung in Form von Flüssigdünger. Ausserdem habe ich auf dem Küchenbalkon einen Topf mit Farnen aufgestellt.

Das blühende Siegel

Die weissen Blüten des Salomonssiegels duften fein, die Pflanze ist aber giftig.

Die weissen Blüten des Salomonssiegels duften fein, die Pflanze ist aber giftig.
http://www.coopzeitung.ch/Pflanzen+fuer+dunklere+Plaetze Die weissen Blüten des Salomonssiegels duften fein, die Pflanze ist aber giftig.

Farne gedeihen am besten im Schatten. Im Topf müssen sie regelmässig gegossen werden, da sie keine grossen Wurzeln bilden können. So ein stattliches Büschel filigraner Farnwedel ist jedenfalls ein hübscher Anblick vor der Küchentüre. Auch von den Farnen gibt es viele Sorten, obwohl manche recht ähnlich aussehen. Um eine triste Ecke zu begrünen, spielt die Wahl der Sorte keine Rolle. Wer Farn für die Küche verwenden will, muss sich auskennen. Denn nur bei den Straussenfarnen sind die sich frisch aufrollenden zarten Farnspitzen essbar. Alle anderen Farne sind ungeniessbar bis giftig.
Ebenfalls giftig, aber sehr dekorativ, sind die Salomonssiegel. Sie bilden im Mai und Juni glockenartige, süss duftende Blüten und bereichern schattige Gartenbeete. Nach der Blüte lässt man sie in Ruhe. Dann bilden sich dunkelblaue Beeren, die sehr giftig sind. Man sollte beim verblühten Salomonssiegel bloss nichts abschneiden und ihn am besten gar nicht anfassen. Dann sammelt die Pflanze in ihren Rhizomen Kraft für das nächste Jahr und kommt zuverlässig immer wieder. Wenn sie im Topf nach einigen Jahren zu gross wird, kann sie im Herbst oder zeitig im Frühjahr geteilt werden. Draussen im Gartenbeet ist das nicht nötig, dort kann sie viele Jahre einfach vor sich hinwachsen und erfreut uns, ohne dass wir irgendetwas dafür tun müssen.

Trocken unter Bäumen
Da, wo kaum Regen auf blühende Schattenstauden fällt, sollte regelmässig gegossen und auch gedüngt werden.

Wenig Arbeit

Farne und Salomonssiegel sind mehrjährig und winterhart. Sie können das ganze Jahr über draussen bleiben.

Frostfreies Winterquartier
Fuchsien sind nicht winterhart. Sie werden im November frostfrei untergebracht und Mitte Mai ausgepflanzt.

Fuchsie und Co.

Schattenpflanzen
In grösseren Coop-Verkaufsstellen und bei Bau + Hobby sind Fuchsien in diversen Farben und Sorten erhältlich: als Busch im Topf Ø 8 cm für Fr. 16.95. 

Fuchsienbäumchen sind etwas teurer: Sie kosten im Topf Ø 18 cm Fr. 29.95.


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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Alamy, Fotolia, zVg
Veröffentlicht:
Montag 08.05.2017, 10:00 Uhr

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