Das Neuste von der Photokina

An der diesjährigen Fotomesse in Köln stachen zwei Kameras besonders heraus: ein Kamera-Ball, der geworfen werden darf, und eine Innovation in Bezug auf Licht und Schärfe.

An der Photokina zeigte die Branche, dass hochklassige Kameras, trotz besser werdender Mobiltelefon-Konkurrenz, noch lange nicht tot sind. Noch abseits des Mainstreams tun sich zwei Spezialkameras hervor, die unvergleichliche Freiheit für eine Nachgestaltung der Bilder versprechen.

Panono Panoramic Ball Camera

Panono Panoramic Ball Camera
Panono Panoramic Ball Camera

Blinkwinkel wohin die Augen reichen

Die Panono Panoramic Ball Camera ist ein kleiner Ball mit 36 integrierten Kameras, der – in die Luft geworfen – am höchsten Punkt automatisch auslöst. Möglich macht das der integrierte Bewegungssensor. Die Software errechnet aus allen 36 Bildern eine Panoramaaufnahme. Die Kameras sind durch das Ball-Gehäuse so geschützt, dass sie, laut Hersteller, bei normaler Wurfhöhe keinen Schaden nehmen sollten, schafft man es einmal nicht, den Ball zu fangen. Menschengruppen oder Landschaften können damit aus der Vogelperspektive fotografiert werden. Man muss jedoch nicht zwingend aus der Höhe fotografieren. Für Aufnahmen in einem geschlossenen Raum empfiehlt es sich, die Fotokugel auf einen Stab auf Kopfhöhe zu montieren oder aus der Hand über eine Taste an der Kugel oder per Smartphone-App auszulösen. Am PC oder am Mobilgerät lässt sich das Gesamtbild aus den 36 Kameras in alle Richtungen drehen oder zoomen. So eröffnen sich neue Perspektiven. Die Panono Panoramic Ball Camera ist ein Prototyp, dessen Markteinführung aber in Kürze zu erwarten ist.

Lytra Illum Lichtfeld-Kamera

Lytra Illum Lichtfeld-Kamera
Lytra Illum Lichtfeld-Kamera

Schärfe nach Wahl

Die Lytra Illum wiederum ist eine neue Errungenschaft der sogenannten Lichtfeldtechnik: Sie erlaubt im Gegensatz zu herkömmlichen Kamera-Modellen das Scharfstellen auch nach der Aufnahme. Möglich wird dies, indem die Kamera die Bilder räumlich speichert. Neben den Helligkeits- und Farbinformationen erkennt der Sensor auch, woher das Licht einfällt. Alle Bild-Informationen werden zusammen in einer Datei gespeichert. So kann der Fotograf das Motiv im Vordergrund oder auch den Hintergrund scharf stellen. Die Lytra Illum wiegt allerdings, im Gegensatz zu durchschnittlichen Spiegelreflexkameras, etwa doppelt so viel – rund 1,5 Kilogramm.
Das Objektiv ist sehr wuchtig, da für diese Technik eine durchgehend hohe Lichtstärke vorhanden sein muss. Die Bedienung ist dafür sehr einfach, auch für Anfänger.

Fujifilm X30

Die Premium-Kompaktkamera Fujifilm X30 setzt neben dem Retro-Look auch einen elektronischen OLED-Motivfinder (als Alternative zum normalen Display) ein. Das ermöglicht nicht nur eine genauere Kontrolle des Bildes, sondern auch eine direkte Vorschau auf den fertigen Schnappschuss.

Sony HDR-AZ1

Immer populärer werden Actioncams. Eine handliche Alternative zu Marktführer GoPro ist die Sony HDR-AZ1. Trotz ihrer geringen Grösse bietet die Kamera einiges an Technik. Ein Bildstabilisator, um verwackelte Bilder zu vermeiden, fehlt ebenso wenig wie ein GPS- und WLAN-Modul oder ein NFC(Near Field Comnmunication)-Chip für den unkomplizierten Aufbau von drahtlosen Verbindungen mit anderen Geräten.

Polaroid Cube

Wer dachte, Polaroid sei mit dem Einbruch des digitalen Zeitalters in der Versenkung verschwunden, sieht sich getäuscht. Mit seinem winzigen Sechs-Megapixel-Kamera-Würfel lassen sich sogar Videos in Full HD-Auflösung aufzeichnen.

Samsung NX1

Samsungs professionelle Systemkamera bietet 28 Megapixel Auflösung, schiesst bis zu 15 Bilder pro Sekunde und schafft eine 4K-Videoauflösung. Videoprofis dürften die gleichzeitige Liveausgabe über HDMI schätzen, Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer und Mikrofon sind ebenfalls vorhanden. Das Metallgehäuse ist gegen Staub sowie Flüssigkeiten geschützt.

Praktischer Monitor

Nikons Spiegelreflexkamera D750 ist mit einem 24-Megapixel-Sensor im Vollformat ausgestattet und soll auch professionellen Ansprüchen genügen. Praktisch ist der klappbare 3,2 Zoll grosse Monitor auf der Rückseite, der sich um 90 Grad nach oben und um 75 Grad nach unten ausrichten lässt. Das erleichtert die Aufnahmen vor allem bei schwierigen Platzverhältnissen, beispielsweise nahe am Boden oder über dem Kopf. Bei Videoaufnahmen bietet die Kamera die Möglichkeit, den Ton via Kopfhörerausgang zu kontrollieren und gegebenenfalls auszugleichen.

Die Nikon D750 ist inklusive eines 24–85-mm-Objektivs für 2715 Franken bei Microspot.ch erhältlich, ohne Objektiv für 2175 Franken.

Nikon D750 Body bei Microspot.ch

Postkarte selbst gemacht

Das Teilen von besonderen Momenten ist dank sozialer Medien ja äusserst einfach geworden. Wer seine Feriengrüsse aber dennoch etwas persönlicher versenden möchte, wählt besser eine Postkarte. Dank «MyPostcard» geht das nun auch vom Smartphone oder Tablet aus. Einfach ein Design auswählen, die gewünschten Fotos vom Smartphone auf die Karte kopieren, mit Text und Adresse versehen, und schon kann man die fertige Karte an die Postadresse von Freunden und Verwandten senden. Die Qualität im Test war überzeugend, die Karten kamen nach rund drei Tagen an. Der weltweite Versand kostet 1,99 Euro pro Karte, nach einer Registrierung ist die erste gratis.

«MyPostcard» ist für iOS und Android erhältlich.

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Text: Michael Benzing

Foto:
Sarah Schulze, zVg
Veröffentlicht:
Montag 29.09.2014, 16:00 Uhr

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