Genz behutsam: Verwenden Sie für Kanten einen feinen Pinsel, dann wird der Türrahmen so richtig schön.

Rahmenstück – Türen und Rahmen neu lackieren

Kratzer, Macken und Flecken: Verlebte Türen und deren Rahmen wirken schäbig. Mit ein wenig Geduld und Farbe können Sie das aber leicht selber ändern.

Wer in einer älteren Wohnung oder einem Haus wohnt, kann sich glücklich schätzen, wenn die ursprünglichen Türen und Rahmen nicht bereits einer früheren Renovierung zum Opfer gefallen sind. Denn seien wir mal ehrlich: so alte Türen und Rahmen geben ganz schön etwas her. Sind sie allerdings verschlissen und abgelebt, schlägt das auf die Laune. Zeit also, den Rahmen und Türen mit Pinsel und Farbe zu Leibe zu rücken. Das ist zwar keine Hexerei, aber es braucht Zeit und Musse. Denn Pfusch macht die historische Substanz auch nicht schöner.

Weg mit der Farbe

Hängen Sie die Türe aus und legen Sie sie auf zwei stabile Malerböcke. Entfernen Sie Türfallen und Beschläge. Und jetzt gehts los. Ist die Grundfarbe stellenweise abgeplatzt und dadurch nicht wirklich tragfähig – und das ist oft der Fall – muss sie runter.

Sie könnten die Farbe nun abschleifen; aber erstens ist das eine Riesenarbeit und zweitens werden Sie noch auf Jahre hinaus Staub in allen möglichen und unmöglichen Ritzen haben. Und zwar überall! Ablaugen ist eine andere Möglichkeit. Aber wollen Sie wirklich in der Wohnung laugen? Auch hier ist die Schweinerei riesig und wenn Sie die falsche Lauge erwischen, verhelfen Ihnen deren giftige Dämpfe schneller zum Feierabend, als Ihnen lieb sein dürfte. Am besten geht die Farbe mit einem Heissluftföhn und dem Spachtel runter. Das hat auch den Vorteil, dass empfindliche Kanten und Verzierungen nicht «aus Versehen» weggeschliffen werden. Tipp: Farbreste an unzugänglichen Stellen können Sie holzschonend mit Stahlwolle wegschaben.

Eine gute Vorbereitung ist alles

Viele Schichten verderben den Brei: Die alte Farbe muss runter.

Viele Schichten verderben den Brei: Die alte Farbe muss runter.
http://www.coopzeitung.ch/Rahmenstueck+_+Tueren+und+Rahmen+neu+lackieren Viele Schichten verderben den Brei: Die alte Farbe muss runter.

Beschädigungen bessern Sie mit einer Holzspachtelmasse aus. Dann verpassen sie der Tür und dem Rahmen noch einen sorgfältigen Schliff mit feinem Schleifpapier. Und vergessen Sie nicht, den Staub penibel abzusaugen. Denn schliesslich wissen wir: Das Endergebnis kann nur so gut werden, wie der Untergrund vorbereitet ist.

Verwenden Sie für eine gute Haftung allenfalls einen Primer, bevor Sie die erste Farbschicht auftragen. Mit einer geeigneten Farbe auf wasserlöslicher Basis ersparen Sie sich unnötige Lösungsmittel in der Wohnung. Tragen Sie die Farbe dünn auf und verwenden Sie für Kanten und Verzierungen einen feinen Pinsel, für die Flächen eine passende, kleine Rolle.

Nach dem Trocknen der ersten Schicht, schleifen Sie die Tür und den Rahmen nochmals mit extrafeinem Schleifpapier an, bevor Sie dann die entstaubten und feucht abgewischten Teile noch einmal sorgfältig überstreichen.

  

Immer eine gute Idee

Damit der Lack auch haftet
Wenn Sie die bestehende Farbe nicht vollständig entfernen, verwenden Sie den gleichen Lacktyp, z. B. Acryl.

Warum nicht lasieren?
Taucht nach dem (perfekten)Abschleifen der Türe eine schöne Holzstruktur auf, können Sie sie auch lasieren.

Mut zu Kontrasten
Warum müssen Türen und Rahmen immer die gleiche Farbe haben? Versuchen Sie es mit weichen Kontrasten.

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So wirds perfekt
Der Colodur-Acryl-Fenster- und Türlack 3 in 1 macht das Streichen von Türen, Rahmen und auch Fenstern besonders einfach, ist er doch Grundierung, Vor- und Deckanstrich in einem. Der ergiebige Lack auf Reinacrylatbasis ist feuchtigkeitsregulierend, wetter- und vergilbungsbeständig und kann gerollt, gestrichen oder auch gespritzt werden.

Erhältlich ist der praktische Lack in Weiss seidenmatt bei Coop Bau + Hobby für Fr. 13.95 für 0,375 Liter.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Getty Images, Fotolia, zvg
Veröffentlicht:
Montag 30.10.2017, 14:46 Uhr

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