Spart dank Tropfchenbewässerung bis zu 30 Prozent Wasser: Andrés Martin Alejo, Erdbeerproduzent aus Almonte.

Rares Nass: Wasser sparen macht Sinn

Mit gezielten Projekten kann vor allem in der Landwirtschaft viel wertvolles Wasser gespart werden.

Über zwei Drittel des weltweiten Süsswassers werden von der Landwirtschaft verbraucht. Dies geht aus dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hervor. Was für wasserreiche Länder, etwa in Mitteleuropa, kaum Nachteile mit sich bringt, ist für Länder mit knappen Wasserressourcen zunehmend ein Problem. Betroffen davon sind Länder wie etwa Marokko, Tunesien, Ägypten, Peru und Südafrika. Oder Spaniens Süden. Zum Beispiel die Gegend von Huelva, wo vor allem Erdbeeren produziert werden. Die Anbauflächen liegen in der Nähe des Nationalparks Coto de Doñana, einem Biosphärenreservat am Unterlauf des Guadalquivirs. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft hat sich die Produktionsfläche in der Gegend in den letzten Jahren vervielfacht, was zu einer enormen Steigerung des Wasserbedarfs geführt hat. Mit negativen Folgen für den Wasserhaushalt des einzigartigen Nationalparks.

Wassermanagement

Um den Anbau von Früchten und Gemüsen in der Gegend nachhaltiger zu gestalten, hat Coop zusammen mit dem WWF einen Standard für den Umgang mit Wasser entwickelt, den Coop Wasserstandard. Dieser verlangt unter anderem, dass auf legalem Land angebaut, legale Wasserquellen zur Bewässerung benutzt und ein gutes Wassermanagement angewendet werden müssen. Für Andrés Martin Alejo macht das Sinn, wie der Erdbeerproduzent aus Almonte erklärt: «Früher machte man sich in unserer Gegend keine Gedanken zum Wasserverbrauch. Mit immer tieferen Brunnen wurde das Grundwasser aus der Tiefe gepumpt.» Dies mit zum Teil gravierenden Folgen für den Nationalpark, dessen Grundwasserspiegel bedenklich gesunken ist, was wiederum einen negativen Einfluss auf die dortige Fauna und Flora hat. Das muss nicht sein. Denn mit modernen Bewässerungssystemen kann viel Wasser gespart werden. Andrés Martin Alejo nimmt an einem von Coop initiierten Projekt in Zusammenarbeit mit einem lokalen Wasserexperten teil und bewässert einen Teil seiner Erdbeeren nun seit zwei Erntesaisons mit einem optimierten Tröpfchenbewässerungssystem. Dabei werden Wasserleitungen im Boden verlegt und die Wurzeln der Pflanzen direkt bewässert. Im Projekt helfen Messsonden dabei, ständig die Bodenfeuchtigkeit zu ermitteln und steuern so die optimale Wasserzufuhr. Eine Überwässerung und damit eine Verdunstung des wertvollen Guts wird somit verhindert. Andrés Martin Alejo ist von diesem System überzeugt: «Wir sparen damit bis zu 30 Prozent Wasser.» Allein bei den Erdbeeren für Coop entsteht so ein Einsparpotenzial von 234 000 Kubikmetern Wasser pro Jahr, das entspricht etwa 3 Millionen Duschen. Für die Produzenten bedeutet das verbesserte Wassermanagement eine Win-win-Situation: Sie investieren mit den neuen Bewässerungsmethoden nicht nur in eine gesicherte Zukunft, sondern profitieren sogar noch von einer gesteigerten Ernte durch die gezielt gesteuerte Bewässerung. lSpart dank Tröpfchenbewässerung bis zu 30 Prozent Wasser: Andrés Martin Alejo, Erdbeerproduzent aus Almonte.

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Veröffentlicht:
Montag 11.07.2016, 15:00 Uhr

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