Zuerst denken, erst dann posten: Sonst droht der Hammer des Gesetzes.

Verhalten auf Facebook

Ein gestohlenes Bild oder eine unüberlegte Äusserung auf Facebook können zu einer Strafanzeige führen. Grundsätzlich gilt: Was offline verboten ist, ist es auch online.

Ein Post auf Facebook – schon ermittelt die Staatsanwaltschaft. Deswegen musste Lutz Bachmann, Chef der islamkritischen Pegida-Bewegung in Deutschland, Anfang Jahr zurücktreten. Mit rassistischen Facebook-Kommentaren und einem Bild, auf dem er Hitler darstellte, machte er sich strafbar. Das zeigt: Facebook ist kein rechtsfreier Raum. Das gilt auch für die Schweiz. «Was im Alltag rechtswidrig ist, ist es auch auf Facebook», sagt der Zürcher Rechtsanwalt Martin Steiger. Rassendiskriminierung und harte Pornografie sind in der Schweiz strafbar, auch online. Gegen andere Vergehen, etwa Persönlichkeitsverletzungen, kann man zivilrechtlich vorgehen. «Facebook basiert auf Bild und Text. So wird jede Beleidigung dokumentiert», warnt Steiger.

Geschützte Inhalte

Bei Bildern und anderen Inhalten kommt zudem das Urheberrecht zum Tragen. Verlinken auf das Youtube-Video oder den Blog-Artikel ist kein Problem. Erst durch das Verbreiten von fremden Inhalten macht man sich strafbar. Aber auch die eigenen Ferienfotos können das Urheberrecht verletzen. «In der Schweiz herrscht Panoramafreiheit», erklärt Steiger. «Alles, was Sie draussen sehen, dürfen Sie fotografieren und veröffentlichen.» Das gilt nicht überall. Fotos der Beleuchtung des Eiffelturms oder des Atomiums in Brüssel dürfen Sie nicht auf Facebook stellen. Diese gelten als «neuere Kunstwerke» und sind deshalb urheberrechtlich geschützt. «Dass Sie wegen Ferienfotos vor Gericht kommen, ist unwahrscheinlich», beruhigt der Experte. Vorausgesetzt, Sie verdienen kein Geld damit und teilen diese Aufnahmen in einem privaten Rahmen.

Im Zweifelsfall öffentlich

Auch Bilder von Personen dürfen nicht ohne deren Zustimmung veröffentlicht werden. Aber ab wann ist etwas öffentlich? «Es kommt auf den Einzelfall an», sagt Rechtsanwalt Steiger. Im Zweifelsfall gilt: Facebook ist öffentlich. Selbst wenn man die Inhalte nur mit den eigenen Facebook-Freunden teilt, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie weiterverbreitet werden. Grundsätzlich sollte man auf Facebook nichts posten, was man nicht publik machen will. «Sie müssen aber nicht alles durch eine rechtliche Brille betrachten», so Steiger. «Ein kurzes Nachdenken vor dem Teilen genügt.»

Nicht gleich den Rechtsstreit suchen

Was aber sollte man tun, wenn ein Bekannter auf Facebook offensichtlich rechtswidrige Inhalte verbreitet? Der Experte empfiehlt, zunächst das Gespräch zu suchen. Wenn das nicht hilft, könne man vom Anwalt eine Abmahnung schicken lassen oder Anzeige erstatten – wie im Alltag auch.

Der Fall Lutz Bachmann (Artikel – Tagesspiegel vom 21.1.2015)
UPDATE zum Fall Lutz Bachmann (Artikel – Die Zeit vom 23.2.2015)

Schneller Speicher

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Sie wurde entwickelt, um bis zu 40 GB an Daten pro Tag zu verarbeiten, was eine lange Nutzungsdauer möglich macht. Mit der mitgelieferten Software können Sie Ihre Daten in wenigen Schritten komplett auf die SSD übertragen. Der geringe Energieverbrauch der 850 PRO und ihr integrierter Überhitzungsschutz erlauben den Einbau in kleine Gehäuse.

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Text:
Anna Ettlin
Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Montag 02.03.2015, 16:43 Uhr

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