Richtig riesig: Opel Astra Sports Tourer

Format Optisch schlanker, bietet die neue Generation dennoch mehr Platz und Ausstattung.

Wissen Sie, was ein Scheinriese ist? Je weiter er sich entfernt, umso grösser wird er – gegen alle physikalische Logik. So ein Scheinriese ist Herr Tur Tur in Michael Endes «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer», und darum wird er zum idealen Leuchtturm für die Insel Lummerland. Die Hörspiele hörte ich als Kind auf der Reise. Im Auto, natürlich.
Aber ich kenne auch reale Scheinriesen. Etwa das Vorgängermodell des neuen Opel Astra. Das wirkte von aussen recht opulent für ein Auto der Kompaktklasse. Aber spätestens beim Einsteigen auf die hinteren Sitze fragte ich mich, warum es so wenig Platz für Kopf und Knie hat. Unter Raumausnutzung hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.

 
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Kompakter und leichter

Beim Anblik des Gepäckraums …

Beim Anblik des Gepäckraums …
Beim Anblik des Gepäckraums …

Beim Nachfolger ist es nun anders. Der neue Astra basiert auf einer Plattform, die ihn als Limousine kürzer macht, aber dank grösserem Radstand scheinbar viel mehr Platz im Innenraum schafft – real sind es nur knapp drei Zentimeter. Und sie spart Gewicht: Je nach Version ist das Auto nun bis zu 190 Kilogramm leichter. Einer der Gründe, warum der Astra in der Schweiz und in Europa zum Auto des Jahres gekürt wurde. Zudem bleibt im Kombi namens Sports Tourer Platz für die wirklich wichtigen Dinge, Feriengepäck zum Beispiel. Bis zu 1630 Liter passen hinein – und damit 100 Liter mehr als in den nur optisch grösseren Laderaum des eine Klasse höher angesiedelten Opel Insignia.

… kommt Freude auf.

… kommt Freude auf.
… kommt Freude auf.

Technik für Komfort und Sicherheit

Wenn ich dem Astra Sports Tourer einen Tritt zu geben scheine, dann nur, um über den Sensor unter dem hinteren Stossfänger die elektrische Heckklappe (Option) zu öffnen. Nach vorne scheint LED-Licht (ebenso optional), das weniger Strom braucht, heller leuchtet und automatisch so abdimmt, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Ausserdem liest der Astra Verkehrsschilder und lenkt leicht in die Spur zurück, wenn man die Fahrbahnlinie überfährt. Das gibt es serienmässig in den beiden höchsten Ausstattungen.

Mal dahingestellt, wie es mit Schein und Sein in der Diesel-Abgasthematik für Opel ausgehen wird, aber ein Benziner ist angesichts der niedrigen Jahresfahrleistungen in der Schweiz meist sowieso der wirtschaftlichere, in Anschaffung und Spritpreis günstigere Antrieb. Gut, bietet Opel nun auch neue Benziner an mit weniger Hubraum, aber Turboaufladung. Weil der Astra Sports Tourer nur 1322 Kilogramm wiegt, genügen dann schon 125 PS für flotten Vortrieb.

Und ich mag noch einen Schein im neuen Astra – den des Touchscreens in der Mittelkonsole, der die vielen Tasten und Knöpfe des alten Modells ersetzt. Dort weist mir auch das Navi den Weg. Fast wie ein Scheinriese.

Opel Astra Sports Tourer 1.4 Ecotec

Motor & Antrieb
4-Zylinder-Turbobenziner,
1.4 Liter, 92 kW/125 PS,
manuelles Sechsgang-Getriebe,
Frontantrieb

Verbrauch & CO2
4,9 l/100 km,
114 g/km CO2,
Euro 6, Energieetikette B

Preis
ab 26'300 Franken

Platzangebot    *****
Komfort ****
Kosten/Nutzen    
*****

   
           
    

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Text:
Andreas Faust
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 06.06.2016, 15:00 Uhr

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